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Stark durch eigenen Strom

Auch die Fitness- und Gesundheitsbranche ächzt unter hohen Energiekosten. Mit eigenem Strom können die Unternehmen hier gegensteuern – zum Beispiel per Photovoltaik. Die nötigen Solaranlagen gibt es als Leasingangebot und die Raten lassen sich sogar an die jahreszeitlichen Ertragsschwankungen anpassen. Die Physioline aus Hamm macht es vor.

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Viele Studios verfügen über geeignete Dächer, um PV-Paneele zu installieren.
  • Durch das Leasen einer PV-Anlage verfügt das Unternehmen über exakt und vorab kalkulierbare Kosten, die eine langfristig sichere Planung gestatten.
  • Es gibt verschiedene Leasing Möglichkeiten: beim „Sonnenscheinleasing“ richten sich die Raten nach der prognostizierten Sonneneinstrahlung und so halten sich Kosten und Ertrag während des gesamten Jahres die Waage.

Kaum sind die Folgen der Coronapandemie halbwegs verdaut, trüben vor allem die steigenden Energiepreise die Geschäftsaussichten vieler Fitnessstudios ein. Zudem drückt die Inflation die Stimmung, einer britischen Umfrage zufolge will immerhin ein Drittel der Fitnessstudiomitglieder keine Preiserhöhung akzeptieren. Und auch wenn die aktuelle Krise vorübergeht, dürfte das Thema Energiewende für weiter steigende Kosten sorgen. Zum Beispiel will die Bundesregierung den Anteil der erneuerbaren Energien stark anheben und setzt dazu ganz besonders auf die Photovoltaik (PV). Dadurch verteuert sich einerseits der Strom, andererseits sind auch weitergehende Vorgaben für Unternehmen im Gespräch. Angesichts dieser Rahmenbedingungen sollte sich die Fitness- und Gesundheitsbranche mit dem Thema Solarenergie auseinandersetzen. Schließlich verfügen viele Studios über geeignete Dachflächen, um Paneele zu installieren.

Investitionsaufwand

Der Aufbau einer Photovoltaikanlage erfordert in der Regel hohe Investitionen. Pauschale Zahlen lassen sich angesichts der individuellen Voraussetzungen sowie aufgrund der volatilen Preise kaum nennen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass selbst eine durchschnittliche PV-Anlage von rund 500 qm mit mehr als 100.000 Euro zu Buche schlägt. Zum Anfangsinvestment kommen laufende Kosten für Wartung und mögliche Reparaturen. Jedoch gleichen sich diese Ausgaben mithilfe von Einsparungen und Einspeisevergütung über die Jahre hinweg aus, sodass die Gesamtrechnung positiv ausfällt. Zudem erzielen viele Unternehmen einen hohen Grad an Autarkie, sie verbrauchen einen Großteil des produzierten Stroms selbst und speisen den Überschuss ins öffentliche Netz ein. An der anfänglichen Investition ändert die Gesamtrechnung aber nichts – selbst wenn man die unterschiedlichen Fördertöpfe mit einbezieht.

Leasing bietet Vorteile gegenüber einem Kredit

Angesichts der erforderlichen Summen dürften die wenigsten Studios ihre PV-Anlage bar bezahlen. Steuerliche Gründe sprechen wiederum gegen eine Kreditfinanzierung, denn es gelten lange Abschreibungsfristen und die Auswirkungen auf die Bilanz sind daher ungünstig.


Photovoltaik-Leasing kann so gesteuert werden, dass sich die Leasing-Rate der Stromerzeugung anpasst (Bildquelle: © abcfinance)

Attraktiv kann das Leasen einer PV-Anlage sein, entsprechende Angebote sind auch für gewerbliche Kunden verfügbar. Dabei wandert die Anlage nicht in die Bilanz des Unternehmens, stattdessen verbleibt sie als Eigentum zunächst beim jeweiligen Leasinggeber. Die Raten gelten in der Regel als Betriebsausgaben und können damit steuerlich geltend gemacht werden. Oft ist es möglich, sogar die Kosten für Wartungen und Reparaturen in die Rate zu integrieren. Damit verfügt das Unternehmen über exakt und vorab kalkulierbare Kosten, die eine langfristig sichere Planung gestatten. Am Ende der Laufzeit geht die Anlage oft auf die Nutzer über, aber eine Fortführung der Verträge ist oftmals möglich.

Wetterabhängige Raten

Die Jahreszeiten bilden einen wichtigen Faktor bei PV-Anlagen, im Winter liefern sie nur wenig Ertrag und im Sommer deutlich mehr. Dieses Prinzip macht sich z. B. der Kölner Leasingpartner abcfinance zunutze. Beim „Sonnenscheinleasing“ richten sich die Raten nach der prognostizierten Sonneneinstrahlung und so halten sich Kosten und Ertrag während des gesamten Jahres die Waage. Nimmt man die Einspeisevergütung hinzu, können Unternehmen sogar in allen zwölf Monaten ein Plus erzielen. Zudem bringen seriöse Anbieter wie z. B. abcfinance Wissen um die Förderung und die Besicherung der Anlagen mit ein. Ein großes Netzwerk etwa von Solarteuren, Steuerberatern und Energieberatern liefert das fachliche Know-how, um die reibungslose Arbeit der unterschiedlichen Gewerke zu gewährleisten. Damit ist sichergestellt, dass die PV-Anlage auch tatsächlich die beabsichtigte Wirkung entfaltet.

Physioline machts vor

Wie sich PV-Leasing in der Gesundheits- und Fitnessbranche umsetzen lässt, zeigt das Beispiel von Physioline mit Sitz im westfälischen Hamm. Die Praxis für Physiotherapie und medizinische Fitness erzeugt mithilfe einer geleasten Photovoltaikanlage Strom. Ein Großteil der Ernte dient zur eigenen Verwendung für Computer & Co., Beleuchtung, elektrisch betriebene Fitnessgeräte, Geräte für die Physiotherapie oder Saunen. Eventueller Überschuss fließt ins öffentliche Netz. Gerade angesichts des hohen Verbrauchs seines Unternehmens ist Geschäftsführer Carsten Pahlplatz zufrieden: „Im Sommer sind wir so gut wie autark. Da beziehen wir kaum Strom vom Versorger.“ Das Leasingmodell von abcfinance sorgt für eine spürbare Kosteneinsparung bei Physioline über das gesamte Jahr hinweg.

Bildquelle Header:: © peterschreiber.media - stock.adobe.com

Der Autor

  • Martin Schwer

    Martin Schwer ist freier Journalist für Themen rund um Wirtschaft, Finanzen und Unternehmensführung. Zudem arbeitet es als Ghostwriter für Fachbücher aus diesen Bereichen.

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