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Clubreport

Wenig Kosten, umso mehr Style

Im Juni eröffnete das Twentyfour in Ludwigsburg auf dem Gelände des urbanharbor. Die Discountanlage hat sowohl optisch als auch konzeptionell einiges zu bieten. Betreiber des Studios ist Philipp Maier, der auch den direkt gegenüberliegenden urbanhealthclub führt, der vor zweieinhalb Jahren eröffnete.

Den Plan, einen Club als Pendant zum urbanhealthclub in dessen unmittelbarer Nähe zu eröffnen, hat Philipp Maier in Windeseile realisiert. Anfang dieses Jahres begannen die Umbauarbeiten, ehe das ehemalige Hochregallager in ein hochmodernes Fitnessstudio verwandelt wurde. Rund 1 Million Euro wurde in den Umbau des Gebäudes investiert, das an das Outdoor Gym andockt.

Das Twentyfour hat, wie der Name schon verrät, 24 Stunden am Tag geöffnet. Den Mitgliedern wird auf rund 2.000 m2 ein Gerätepark von Life Fitness geboten, der keine Wünsche offen lässt – und das zum Discountpreis von 19,90 Euro monatlich.

Neben Fitness bzw. Twentyfour Gym gehören zum Konzept zwei weitere Businessmodelle. Bei Twentyfour sports handelt es sich um eine 500 m2 große multifunktionale Ballsportfläche, auf der Basketball, Badminton, Touchtennis und Fußball gespielt werden kann. Zudem wird die Fläche von den umliegenden Firmen für den Betriebssport genutzt. Auch Events, Turniere und Trainingseinheiten von Vereinen aus Ludwigsburg finden hier statt.

Unter dem Namen urbantherapy wird ab Oktober eine Physiotherapiepraxis mit fünf Räumen eröffnen, in der vorerst zwei Therapeuten behandeln werden. Damit sich das für ein Discountstudio vielseitige und hochwertige Angebot auch finanziell rentiert, hat sich Philipp Maier vor allem in Sachen Kostenoptimierung einiges einfallen lassen.

Automatisierter und personalloser Betrieb

Das Konzept wurde so entwickelt, dass alles komplett automatisiert und personallos abläuft. Realisiert wird das über QR-Codes, die in der gesamten Anlage zum Einsatz kommen. Der Zutritt, sowohl zum Studio als auch zur Physiotherapie, erfolgt über das Smartphone bzw. einen QR-Code. Im Eingangsbereich kann dann ein weiterer QR-Code gescannt werden, um das W-LAN kostenfrei nutzen zu können.


Das Konzept funktioniert komplett personallos (Bidquelle: © Twentyfour)

Wer einen Zeitslot für den Court gebucht hat, erhält automatisch einen QR-Code, mit dem sich die Tür zum Spielfeld öffnen lässt. Bezahlt wird bequem über PayPal.

„Das System mit den QR-Codes funktioniert einwandfrei. Zudem sind QR-Codes günstiger und ökologisch weitaus nachhaltiger als beispielsweise Chipbänder. Und der große Vorteil ist natürlich, dass wir einen Großteil an Kosten einsparen können. Wir benötigen keinen Empfangstresen und vor allem auch kein Personal, das einerseits schwierig zu finden und andererseits einer der größten Kostenfaktoren ist“,

Philipp Maier, Betreiber Twentyfour

Mitglieder, die zusätzliche Dienstleistungen hinzubuchen möchten, können dies gegen einen Aufpreis tun. So können z. B. Personal-Training-Stunden vereinbart werden, die dann Trainer aus dem benachbarten urbanhealthclub übernehmen.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Bei Twentyfour liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Alle Geräte funktionieren ohne Strom und selbstantreibend, klimaneutral sowie selbstversorgend über Energiespeicher auf den Dächern, welche gezielt Energie zuspeisen können. Damit leisten die Verantwortlichen des Twentyfour einen wichtigen ökologischen Beitrag und können zudem weitere Kosten einsparen.

„Dadurch, dass wir auf Personal verzichten und auf Solarenergie anstatt auf normale Stromerzeugung setzen, können wir 45 % einsparen“, rechnet Philipp Maier. In der Anlage wurden insgesamt acht Bewegungsmelder installiert, die ebenfalls dazu beitragen, Strom zu sparen. Werden in einem Zeitraum von 45 Minuten keinerlei Bewegungen durch die Bewegungsmelder wahrgenommen, schaltet der Strom automatisch ab.

Bereits beim Umbau wurde auf Nachhaltigkeit geachtet und es kamen ausschließlich recycelte Materialien zum Einsatz. Selbstverständlich wird bei der Beleuchtung nur LED-Technik verwendet.

Futuristisches Designkonzept

Neben Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zeichnet sich das Twentyfour durch sein spektakuläres, futuristisches Designkonzept aus. Im Mittelpunkt der Halle wurde ein Kubus komplett verspiegelt gebildet – auf zwei Ebenen, mit einem Steg angedockt auf zwei aufeinander stehenden Containern. Der Kubus ist nicht nur optisches Highlight, sondern trennt zudem die Bereiche Ballsport, Fitness und Physiotherapie voneinander.

Bei Betreten des Studios fallen sofort die schwarzen Pixelgrafiken in Kombination mit den farbigen Blitzen ins Auge, die eine Wandseite zieren. Für die Muster wurde eine spezielle Folie verwendet, die sich an die Wände anpasst. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde der untere Teil der Wände bis zu einer Höhe von 2,30 Metern in Mattschwarz gehalten, die obere Hälfte ist blau lackiert.


Ein echter Hingucker: Die Damenumkleide in Pink und die Herrenumkleide in Blau (Bildquelle: © Twentyfour)

Ein echter Hingucker ist zudem das weiße Organigramm, das in den schwarzen Boden eingearbeitet wurde. Die Umkleiden sind ebenfalls extrem stylisch. Bei den Damen dominiert die Farbe Rosa, bei den Herren die Farbe Blau.

Das Designkonzept hat Philipp Maier, der mit Projects M zudem auch eine Designagentur betreibt, komplett selbst entwickelt. „Mein Ziel war es, etwas Futuristisches zu schaffen, was man vorher noch nicht gesehen hat. Ich wollte durch die Themen Energieeffizienz, Kostenoptimierung und Design mein Bild vom Fitnessstudio der Zukunft im Discountsegment realisieren“, erklärt der Studiobetreiber.

Ausblick

Die ersten Wochen zeigen, dass das Konzept Performancetraining gekoppelt mit Nachhaltigkeit und Energieeffizienz und außergewöhnlichem Design großen Zuspruch erfährt. Durch das ausgeklügelte Konzept und verschiedene Wege der Kostenoptimierung handelt es sich zudem um ein vielversprechendes, zukunftsfähiges Businessmodell. Das sieht auch Philipp Maier so, der das Twentyfour-Konzept ab Ende des Jahres als Franchisekonzept anbieten wird.

Bei der Geräteausstattung steht den zukünftigen Franchisepartnern hochwertiges Equipment von Life Fitness zur Verfügung. Bei der Gestaltung und Umsetzung des Konzepts können sie auf das Know-how von Philipp Maier zurückgreifen. Ob eine Physiotherapiepraxis integriert ist, wird dann vom jeweiligen Standort abhängen.

Der Autor

  • Constantin Wilser

    Constantin Wilser ist seit 2006 in der Fitnessbranche als Redakteur tätig. Davor absolvierte er sein Bachelor-Studium der Sportwissenschaften am KIT in Karlsruhe. Seit 2019 ist er Bestandteil des BODYMEDIA-Redaktionsteams. Zudem ist er Ansprechpartner für die BODYMEDIA Premium Partner. In seiner Freizeit trainiert der Fußball-Fan gerne im Studio, geht laufen oder fiebert im Fußball-Stadion mit.

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