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Was Auszubildenden wichtig ist

Was treibt junge Menschen dazu an, eine Ausbildung in der Fitnessbranche zu beginnen, was erwarten sie von ihrem Ausbildungsbetrieb und was ist ihnen wichtig? Darüber haben wir mit Marie Steller gesprochen, die im 1. Lehrjahr eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau (IHK) absolviert.

BODYMEDIA: Warum haben Sie sich für eine Ausbildung in der Fitnessbranche entschieden? Was war Ihnen bei der Wahl Ihrer Ausbildung besonders wichtig?

Marie Steller: Ich habe mich zunächst einmal informiert, welche Berufsbereiche es gibt, und mir dann überlegt, welche mich davon am meisten ansprechen. Ich habe vor allem nach Berufen mit viel Bewegung und Kontakt mit Menschen geschaut. Sehr schnell bin ich dann auf die Fitnessbranche gekommen, weil mich die Themen sehr interessiert haben. Vor allem die vielfältigen Zukunftsperspektiven in der Branche haben mich gereizt, da ich dort später viele unterschiedliche Entwicklungsoptionen habe.

Über die Ausbildungssuche des Arbeitsamts habe ich meinen Ausbildungsbetrieb gefunden und mich für die Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau (IHK) beworben. Nachdem ich dort angenommen wurde, habe ich nach der passenden Schule gesucht.

Meine Chefin hat mich auf die Deutsche Sportakademie aufmerksam gemacht, woraufhin ich ein Beratungsgespräch vereinbart habe. Die persönliche Atmosphäre und die tolle Beratung haben mich direkt begeistert, sodass für mich nach dem Gespräch feststand: Da fühle ich mich wohl, da will ich meine Ausbildung machen.

BODYMEDIA: Worauf haben Sie bei der Auswahl Ihres Ausbildungsbetriebs Wert gelegt? Was zeichnet in Ihren Augen einen attraktiven Arbeitgeber aus?

Marie Steller: Mir war der Wohlfühlfaktor besonders wichtig. Ich wollte gerne zu meinem neuen Arbeitsplatz gehen und mit meinen Kollegen harmonieren. Eine gute Kommunikation unter den Mitarbeitern ist für das Betriebsklima wichtig und letztlich auch für die Kunden spürbar.

Außerdem wollte ich gerne einen Arbeitgeber finden, der wirklich ausbilden möchte, dem es am Herzen liegt, dass die Auszubildenden etwas lernen und sich weiterentwickeln können. Manche Arbeitgeber betrachten ihre Auszubildenden eher als billige Arbeitskräfte und fördern sie nicht gezielt. Mir war es wichtig, dass mir die Chance aufgezeigt wird, dass ich mich weiterentwickeln kann.

BODYMEDIA: Welche Punkte – abgesehen von der Bezahlung – sind für Sie ein Motivationsfaktor?

Marie Steller: Ganz klar die Mitglieder. Ich finde es rührend, wenn ich positives Feedback von den Mitgliedern nach einem Kurs erhalte. Es ist toll, wenn z. B. jemand mit Schulterschmerzen ins Studio kommt und nach meinem Kurs mit einem entspannten Wohlfühlgefühl und ohne Schmerzen die Anlage wieder verlässt.

Ich freue mich, wenn ich unsere Mitglieder mit meiner Motivation anstecken und begeistern kann. Das gibt mir ganz viel und das motiviert mich, mir weiterhin viel Mühe zu geben. Wenn ich sehe, dass meine Arbeit positive Auswirkungen für die Mitglieder hat, motiviert mich das. Ein weiterer Faktor für Motivation sind meine Kollegen. Ich freue mich, wenn ich mit Kollegen den Tag verbringen kann, mit denen die Arbeit viel Spaß macht.

BODYMEDIA: Welche Aufgaben übernehmen Sie bereits im Studio? Welche Lerninhalte aus der Ausbildung können Sie dafür bereits nutzen?

Marie Steller: Ich finde es super, dass ich bei dieser Ausbildung unheimlich viele Zusatzzertifikate und Lizenzen erwerben kann. Das gibt mir Sicherheit, etwas Nachweisbares bereits in der Hand zu haben. Außerdem hat es auch eine positive Auswirkung auf die Mitglieder. Die Mitglieder sehen, da trainiert uns zwar eine Auszubildende, die aber bereits nachgewiesen hat, was sie kann.

Ich habe im Betriebsalltag schon alles Mögliche an Aufgaben erledigen dürfen. Ich habe Kurse gegeben, ich durfte die Mitglieder über das Telefon kontaktieren und informieren und ich wurde von Anfang an in die Organisation und alle Teammeetings miteinbezogen.
 
BODYMEDIA: Wie sieht Ihr Plan nach der Ausbildung aus, wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Marie Steller: Im Moment möchte ich mich noch nicht festlegen. Ich glaube, in der Ausbildung wird noch so viel Input dazukommen, dass sich meine Präferenzen noch ändern werden, und daher lasse ich mich erst mal von der Ausbildung inspirieren. Ich hoffe, dass ich dann am Ende der Ausbildung weiß, wofür ich am geeignetsten bin und was ich langfristig machen möchte.

BODYMEDIA: Welche beruflichen Perspektiven brauchen Auszubildende heute, um sich mit gutem Gefühl für eine Ausbildung im Fitnessbereich zu entscheiden?

Marie Steller: Jeder Auszubildende hat andere Interessen, sodass man das gar nicht so pauschal beantworten kann. Wichtig ist für alle Auszubildenden, dass sie gewillt sind, sich weiterzuentwickeln und Neues dazuzulernen. Es wird immer neue Innovationen geben und deshalb sollte man Spaß daran haben, sich immer wieder neues Wissen und neue Kompetenzen anzueignen.

BODYMEDIA: Vielen Dank für das Interview.
 

Bildquelle Header: © Deutsche Sportakademie

Der Autor

  • Constantin Wilser

    Constantin Wilser ist seit 2006 in der Fitnessbranche als Redakteur tätig. Davor absolvierte er sein Bachelor-Studium der Sportwissenschaften am KIT in Karlsruhe. Seit 2019 ist er Bestandteil des BODYMEDIA-Redaktionsteams. Zudem ist er Ansprechpartner für die BODYMEDIA Premium Partner. In seiner Freizeit trainiert der Fußball-Fan gerne im Studio, geht laufen oder fiebert im Fußball-Stadion mit.

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