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Vom Läufer zum HYROX-Champion: Tim Wenisch zu Gast im Iron&Soul Gym

Bildquelle: © BODYMEDIA GmbH & Co. KG

Beim exklusiven HYROX-Trainingstag im Kölner Studio von Iron&Soul haben 72 ausgewählte Teilnehmer gemeinsam mit Weltmeister Tim Wenisch trainiert.

Für viele eine seltene Gelegenheit: einmal direkt neben einem der erfolgreichsten Athleten der Szene an die Grenze zu gehen – und zu erleben, wie sich ein Sport auf Weltklasse-Niveau anfühlt. Auch ohne prominenten Besuch boomt die Sportart: Das Iron&Soul Gym bietet regelmäßig HYROX-Kurse an – und kann sich vor Nachfrage kaum retten.

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Der Schlitten setzt sich ruckartig in Bewegung. Metall kratzt über den Teppich, Schuhe quietschen, irgendwo schlägt eine Hantel auf die Matte. Nebenan ziehen Athleten mit langen, gleichmäßigen Zügen am Ski-Ergometer, während auf der Laufbahn bereits die nächsten Burpees anstehen. Es ist laut, es ist intensiv – es ist HYROX-Tag im Iron&Soul.


Ob ambitionierter Wettkampfsportler oder Fitness-Einsteiger – jeder kam auf seine Kosten. Nach der geschafften Trainingseinheit war die Stimmung gelöst (Bildquelle: © BODYMEDIA GmbH & Co. KG)

Mitten im Geschehen steht Tim Wenisch. Der amtierende HYROX-Weltmeister im Doppel und Einzel erklärt eine Bewegung, demonstriert sie kurz selbst und klatscht anschließend einem Teilnehmer aufmunternd auf die Schulter. „Weitermachen. Hier darf heute geschwitzt werden!“

Eine Halle voller Energie

Manch einer der Teilnehmer hat bereits HYROX-Erfahrung. Die Stimmung ist locker, aber konzentriert. Wer hier ist, will trainieren – und zwar richtig. Drei Gruppen trainieren nacheinander im HYROX-Bereich des 3.300 m² großen Studios. Vom Einsteiger bis hin zum Coach ist jedes Fitnesslevel vertreten. Jede Session ist intensiv, jede Gruppe bringt ihr eigenes Tempo und ihre eigene Dynamik mit.

Auf dem Programm stehen typische HYROX-Disziplinen: Burpees, Sled Push, Ski-Ergometer und Rudern – genau jene Übungen, die auch bei offiziellen Wettbewerben absolviert werden müssen. Der Sled Push verlangt pure Beinkraft. Mit gesenktem Oberkörper drücken die Teilnehmer den schweren Schlitten über den Teppich. Einige kämpfen um jeden Meter, andere finden schnell ihren Rhythmus. Am Ski-Ergometer geht es um gleichmäßige, kraftvolle Züge. Der Luftwiderstand rauscht durch die Maschine, während sich die Athleten nach vorne beugen und wieder aufrichten.

Schweiß, Rhythmus und Wettkampffeeling

Das Besondere beim HYROX: Es entstehen schnell eine Gruppendynamik und Zusammenhalt. Auch wenn nicht alle auf dem gleichen Niveau trainieren, kann jeder ganz individuell an seine Grenzen gehen und etwas dazulernen. Auch der Weltmeister peitscht nicht nur an. Er nutzt die Räumlichkeiten des Gyms auch für sich und trainiert. 13-mal die Woche trainiert er. Nicht alle Einheiten seien hochintensiv, er sorge bei seinem Training für Abwechslung, erklärt er. Kraft und Ausdauer spielen beide eine große Rolle. Ebenso Recovery und eine passende Ernährung.

Dass HYROX Kraft und Ausdauer fordert, merken auch die Teilnehmer. Und zwar alle: Fitness-Pro und auch Einsteiger. Es wird gelaufen, gerudert oder in schnellen Burpee-Serien gearbeitet. Es ist ein Training, das fordert – körperlich und mental. Doch genau darin liegt der Reiz. Immer wieder feuern sich die Teilnehmer gegenseitig an. Jeder arbeitet auf seinem eigenen Leistungsniveau – doch alle teilen denselben Moment: die Herausforderung.

Weltmeister mittendrin

Wenisch führt durch das Training, erklärt Bewegungsabläufe und demonstriert einzelne Übungen selbst. Dabei bleibt er selten lange am Rand stehen. Immer wieder steigt er mit ein, zeigt Tempo, korrigiert Technik oder motiviert. Seine Art wirkt unkompliziert und nahbar. Kein großes Showprogramm, sondern klare Ansagen, kurze Hinweise und viel Bewegung.

Zwischen den Trainingsblöcken versammeln sich um ihn die Teilnehmenden, die gerade eine Einheit hinter sich gebracht haben, stellen Fragen zu Training, Wettkampfvorbereitung oder Ernährung. Die Q&A-Runden gehören genauso zum Event wie die Workouts selbst und finden in der Chill-out-Zone des Studios mit Proteinshakes oder Kaffee perfekten Platz.

Vom Läufer zum HYROX-Champion

Der 27-Jährige Wenisch stammt aus dem Allgäu und kommt ursprünglich aus dem Mittelstreckenlauf. Viele Jahre trainierte er leistungsorientiert, nahm an Wettkämpfen teil und verbrachte unzählige Stunden auf der Strecke. Doch das klassische Lauftraining hat auch seine stillen Seiten. „Beim Laufen trainiert man viel allein“, erzählt Wenisch. Genau das sei einer der Gründe gewesen, warum ihn HYROX so fasziniert habe. „Hier kann sich jeder komplett auspowern – aber man macht es zusammen.“

Tim Wenisch mit BODYMEDIA-Redakteur Dennis und beim Training
Tim Wenisch peitschte die Teilnemer an und nahm sich Zeit, um Tipps zu geben und die Besonderheiten von HYROX zu erklären (Bildquelle: © BODYMEDIA GmbH & Co. KG)

Tim Wenisch entwickelte sich schnell zu einem der stärksten Athleten der Szene. 2022 stand er bei der Weltmeisterschaft in Leipzig am Start und sammelte dort wichtige internationale Erfahrung. Der endgültige Durchbruch folgte 2025. Bei der HYROX-Weltmeisterschaft in Chicago gewann er sowohl den Einzel- als auch den Double-Wettbewerb – ein beeindruckender Doppelerfolg. Damit gehört er endgültig zur Weltspitze des Sports.

Auf die Sportart aufmerksam wurde er 2018, als er in seinem Fitnessstudio eine Anzeige für einen HYROX-Wettkampf sah. Das Konzept – Laufen kombiniert mit funktionellen Fitnessübungen – sprach ihn sofort an. Schon 2019 startete er bei seinen ersten Events in Deutschland und Österreich. Damals war HYROX noch eine vergleichsweise junge Wettkampfserie. Heute gehört sie zu den am schnellsten wachsenden Formaten im Fitnesssport – und sichert Fitnessstudios, die entsprechende Kurse oder Übungsbereiche anbieten, viele Mitglieder, wie Studioleiter Alex Frenger vom Iron&Soul weiß.

Warum HYROX im Studio so gut funktioniert

Nach Angaben der Geschäftsführung sind Kurse mit HYROX-Bezug aktuell besonders gefragt. Viele Trainingsangebote sind kurz nach Veröffentlichung bereits ausgebucht. „Der Reiz liegt vor allem in der Mischung aus Ausdauer, Kraft und Wettkampfstruktur. Anders als bei klassischen Fitnesskursen orientieren sich viele Workouts direkt an den Disziplinen der Wettkämpfe“, sagt Alex Frenger.

Ein Grund für den aktuellen HYROX-Boom liegt auch in der besonderen Zugänglichkeit des Formats. „Die Übungen sind klar strukturiert und grundsätzlich für jedes Leistungsniveau skalierbar. Ob ambitionierter Wettkampfsportler oder Fitness-Einsteiger – jeder kann mitmachen, Gewichte anpassen, Tempo variieren und sich Schritt für Schritt steigern“, sagt Frenger.

Gleichzeitig erleichtern die häufigen Team- und Partner-Workouts den Einstieg und den Austausch: Man kommt schnell in Kontakt, verabredet sich zu weiteren Einheiten oder Wettkämpfen. Genau diese Mischung aus Leistungsorientierung, Offenheit und Community mache den Reiz aus.

Für Fitnessstudios bietet das Konzept viele Vorteile. Die Workouts verbinden klassische Functional-Training-Elemente mit Ausdauertraining und lassen sich gut in Kursformate integrieren. Gleichzeitig stellt HYROX jedoch auch klare Anforderungen an die Ausstattung: Geräte wie Rudergeräte, Ski-Ergometer oder Schlitten sind in vielen Studios nicht in ausreichender Anzahl vorhanden. Das verschiebt den Wettbewerb zugunsten der Anbieter, die frühzeitig investieren und das Format konsequent umsetzen.

Das Iron&Soul setzt hier Maßstäbe: mit gezielter Ausstattung, strukturierten Kursformaten und einer klar auf HYROX ausgerichteten Trainingsumgebung entstehen Angebote mit echtem Wettkampfcharakter, die sowohl Community-Gefühl als auch individuelle Leistungsziele fördern. Für entsprechend positionierte Studios wird HYROX damit zu einem Format, das nicht nur sportlich motiviert, sondern auch als Differenzierungsmerkmal im modernen Studiobetrieb dient.

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Mehr als nur ein Workout

Als die letzte Trainingsgruppe des Tages ihre Einheit beendet, liegen viele der Teilnehmer erschöpft auf den Matten. Einige lachen, andere trinken Wasser oder diskutieren noch über ihre Zeiten am Rudergerät.

Die Stimmung ist gelöst – trotz der intensiven Belastung. Der Trainingstag hat gezeigt, warum HYROX derzeit so viele Fitnesssportler begeistert: Die Kombination aus klarer Struktur, hoher Intensität und gemeinschaftlicher Atmosphäre macht den besonderen Reiz aus.

Bildquelle Header: © BODYMEDIA GmbH & Co. KG

Der Autor

  • Dennis Bechtel

    Dennis Bechtel studierte Germanistik und Anglistik an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Er arbeitete als freier Journalist und Texter in NRW und war u.a. als Marketing Specialist mit dem Schwerpunkt PR in einem Konzern tätig. Seit 2023 ist er Bestandteil des BODYMEDIA-Redaktionsteams. Er verfügt über eine Fitnesstrainer B-Lizenz und spielt leidenschaftlich gern Tennis.

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