Gesunde Lebensweise nützt auch nach Schlaganfall

Sport und gesunde Kost verringern das Risiko für eine zweite Apoplexie

Patienten mit einer Apoplexie haben bekanntlich ein hohes Risiko, erneut einen Schlaganfall zu bekommen. Außer einer medikamentösen Prophylaxe sollten solche Patienten besonders auch auf eine gesunde Lebensweise achten.

Nach einem ersten Ereignis lasse sich die Insultgefahr um 80 Prozent reduzieren, wenn die Patienten nicht rauchen, sich ausreichend bewegen, gesund ernähren sowie aufs Gewicht und den Blutzucker achten. Darauf hat Professor Martin Grond aus Siegen auf der Neurowoche in Mannheim hingewiesen. Diese Zahl ergebe sich, wenn man Studiendaten zu den einzelnen Risikofaktoren bei Schlaganfallpatienten kombiniert.

Oft erhielten die Patienten in der Folgezeit nach einem Schlaganfall nur eine medikamentöse Prophylaxe, nötig sei aber auch eine Aufklärung über die Bedeutung von Lebensstilfaktoren. So seien durchaus noch viele Patienten nach einem ersten Insult körperlich fit genug, um an Sportprogrammen teilzunehmen, allerdings gebe es kaum spezifische Angebote für diese Patienten. Grond wies besonders auf die Bedeutung von körperlicher Aktivität zur Prävention hin: In Studien ließ sich das Apoplexie-Risiko durch nur zwei Stunden pro Woche intensives Walking um bis zu 40 Prozent senken. Auch mit einer gesunden Ernährung lasse sich wirksam vorbeugen. Optimal ist etwa die Mittelmeerdiät mit viel Fisch, Obst, Gemüse, Nüssen, wenig Alkohol und wenig rotem Fleisch.

Sanftes Cardiotraining im Fitnessclub wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.