Spielen, wenn Mama trainiert

In der Kids Company im Fitness-First-Studio im Steglitzer Schloss-Straßen-Center (SSC) ist es richtig bunt: Die Wände haben unterschiedliche Farben und hängen voll mit selbst gemalten Bildern. Auf dem Boden liegt ein knallroter Teppich, der Inhalt der Spielzeugkisten verteilt sich im gesamten Raum. Fünf Kinder hocken auf dem Boden, Anouk sitzt heute lieber auf dem Schoß der Betreuerin Bettina Monroy Moreno. Sie ist ein Jahr alt und oft in der Kids Company. Immer dann, wenn ihre Mutter Fitnesskurse besucht oder aufs Laufband geht. Sie meldet Anouk vorher an. Acht Kinder pro Betreuerin, die jüngsten sechs Wochen alt, dürfen dabei sein.

In 19 von 20 Berliner Filialen gibt es die Kids Company. Im SSC, wo Fitness First seit zwei Jahren einen Club betreibt, ist man für alle Eventualitäten gerüstet: Es gibt eine extra niedrige Kindertoilette, eine Wickelkommode, ein Kleinkinderbett, zwei Babyschaukeln mit Musik und Plastikgeschirr, falls die Kinder etwas zu essen mitbringen. Das Personal ist erfahren und flexibel. Bettina Monroy Moreno betreut seit 20 Jahren Kinder. "Natürlich haben wir viele Stammkunden", sagt die 41-Jährige. "Die Öffnungszeiten richten sich grob nach den Kurszeiten, aber schon zweimal haben wir sie auf Anfrage der Mütter geändert."

Foto: Horn-Verlag