Kunst zwischen Fitness-Geräten

"Eine Kunstausstellung besuchen und dabei auch noch Sport treiben – das würde sicherlich den meisten gefallen", berichtete deas Online-Portal des Westfälischer Anzeigers. Und weiter: << Im Fitnesspark Drensteinfurt ist diese interessante Kombination nun zur Realität geworden. Dort konnte man am  die Kunstwerke von Irmingard Stelter und Gisela Schäper bewundern.
Im Rahmen der Ausstellungsreihe "Tatort Kunst" des Künstlerinnen-Forums hatten die beiden Künstlerinnen die bereits vorhandene Ausstellung auf insgesamt 150 Kunstgegenstände, die in den vergangenen zehn Jahren entstanden waren, erweitert. An den großen Wänden hängen nun Ölgemälde, Collagen, Stickereibilder, Aquarelle und Fotografien. Dass diese sich allerdings nicht alleine im Raum befinden, stört Irmingard Stelter überhaupt nicht: „Die grünen Geräte strahlen durch ihre grelle Farbe auf die Bilder und verleihen Ihnen eine ganz andere Wirkung“, freute sich die Künstlerin. Auch durch die Größe der Ausstellungsflächen habe man die Möglichkeit, ihre Bilder in einer ganz anderen Art und Weise wahrzunehmen. Diese positive Meinung scheinen viele der Sportler zu teilen: "Den meisten gefällt es, beim Sport einmal nicht auf Poster oder weiße Wände zu blicken", berichtet Stelter.

Eine besondere Überraschung erlebten die beiden Künstlerinnen, als sie gerade anfingen, ihre Ausstellung einzurichten: Ihre ersten drei Gemälde wurden sofort von einem Mann gekauft, der gerade auf dem Laufband trainierte.

Insgesamt kann man die Arbeiten von Stelter und Schäper in zwei Kategorien einteilen: In Werke, die im Münsterland entstanden sind und in Werke, die durch Reisen nach Luxor inspiriert wurden. Im Raum der Fitnessgeräte hängen nun überwiegend die „Münsterland-Bilder“ und im Gymnastikraum die „Luxor-Bilder“ und Objekte. In diesem orientalischen Bereich sind neben Aquarellen und Collagen auch Mosaikarbeiten – wie beispielsweise Lampen – zu finden. "Man erkennt ziemlich schnell, welche Arbeit wo entstanden ist", findet Stelter: "Die Werke aus Luxor sind deutlich farbenfroher als die gedeckten Gemälde aus Münster."

Im Eingangsbereich konnte man sich außerdem die Kataloge der beiden Frauen und eine Powerpoint-Präsentation über die bisherigen Aktionen des Künstlerinnenforums anschauen – auch über den "Tatort Kunst", der nun zum zehnten Mal stattfand. Die größten Werke im Fitnesspark sind übrigens 140 mal 180 Zentimeter und die kleinsten 20 mal 20 Zentimeter groß.

Auch wenn der "Tatort Kunst" schon wieder vorbei ist, bleiben die meisten der Bilder als Dauerleihgabe im Fitnesscenter hängen, werden allerdings von Zeit zu Zeit ausgetauscht.>>