Wellness

Wie Recovery-Areas Studios vom Wettbewerb abheben

Bildquelle: © BLACKROLL

Recovery-Areas sind für immer mehr Fitnessstudios kein Nebenthema mehr, sondern eine strategische Frage: Wie viel Fläche, wie viel Budget, wie viel Aufmerksamkeit ist Erholung wert? Tina Kopf aus dem BLACKROLL-Team erklärt im Gespräch, warum das Thema gerade jetzt an Fahrt aufnimmt, für wen Recovery überhaupt gedacht ist – und wie Studios daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell statt eines teuren Deko-Elements machen.

Kraft- und Ausdauertraining sind längst feste Bestandteile im Studioalltag. „Trainingsanpassungen ergeben sich nur, wenn der Körper ausreichend regenerieren kann – die Magie entsteht in den Pausen“, erläutert Kopf. Gleichzeitig stärkt gezielte Regeneration das Wohlbefinden der Mitglieder. Der Studiobesuch steht damit nicht mehr nur für Anstrengung, sondern auch für einen gezielten Reset – körperlich wie mental. „Studios bieten ihren Kunden eine aktive, kurzweilige Auszeit, die Trainingsreiz, Entspannung und damit die persönliche Zielerreichung mit-einander verbinden kann“, ergänzt Kopf.

Für wen Recovery gedacht ist

Stress ist Stress – unabhängig davon, woher er kommt, wie Kopf betont: „Der ambitionierte Sportler, die gestresste Führungskraft oder frisch-gebackene Eltern: Der Körper reagiert auf unterschiedliche Belastungen mit ähnlichen Signalen wie Anspannung und Erschöpfung. Kommen ehrgeizige sportliche Ziele hinzu, kann die Gesamtbelastung schnell zu hoch werden.“ Regeneration ist deshalb für jeden relevant. Gezielte Pausen und kurze Erholungsmaßnahmen helfen, im Alltag und nach dem Training körperlich und mental wieder aufzutanken. Eine Recovery-Area spricht damit nicht nur Leistungssportler an, sondern die gesamte Mitgliederbasis – überall dort, wo Training auf volle Terminkalender, lange Arbeitstage oder familiäre Verantwortung trifft.

Neue Zielgruppen, neues Geschäftsmodell

Nach den Erfahrungen von BLACKROLL, lässt sich Recovery nicht auf eine bestimmte Studiokategorie oder Zielgruppe begrenzen. Boutique-Gyms nutzen die Angebote häufig, um ihre Community zu stärken und zusätzliche Aktivierungsmöglichkeiten zu schaffen. Gesundheits- und Fitnessstudios integrieren Recovery dagegen häufig als ergänzendes Modul in ihre Mitgliedschaften.

Viele Studios wandeln wenig genutzte Flächen in dedizierte Bereiche für Compression Boots, Faszien-Guns und Faszientraining um. So entstehen bei überschaubarem Invest ein eigenständiges Angebot und eine zusätzliche Einnahmequelle. Wichtig ist Kopf dabei ein Punkt, der oft unterschätzt wird: „Entscheidend ist, dass die Produkte einfach zugänglich sind und von den Mitgliedern selbstständig genutzt werden können.“ Mit den passenden Infomaterialien lassen sich erste Hürden abbauen und Mitglieder gezielt für den neuen Bereich begeistern. Ebenso wichtig ist die Einbindung in die Athleten-Journey: So kann etwa eine Trainingseinweisung an den Geräten mit einer kurzen Einheit in den Compression Boots enden – und damit der Studiobesuch mit einem spürbar anderen Gefühl.

Solch eine Ausstattung lässt sich individuell zusammenstellen. Oft reichen bereits 5 bis 10 m² für einen neuen Recovery-Bereich. Gerade als offizieller HYROX-Partner, möchte BLACKROLL gemeinsam mit HYROX das Thema Regeneration noch deutlich stärker in die Athleten-Journey und damit in das Studioerlebnis integrieren.

Stimmen aus der Praxis

Studios profitieren, ebenso die Mitglieder. ELEMENTS FITNESS setzt seit einiger Zeit auf BLACKROLL und Recovery-Angebote. „Mit unserer Recovery Area möchten wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, ihrem Körper nach dem Training gezielt etwas Gutes zu tun. Die Kooperation mit BLACKROLL ergänzt unser Trainingsangebot ideal“, sagt Yara Pastrelli Kamada, Head of Training & Group Fitness. „Regeneration, Beweglichkeit und Entspannung werden zu einem festen Bestandteil des Trainings. Denn wer langfristig leistungsfähig und gesund bleiben möchte, sollte nicht nur trainieren, sondern seinem Körper auch die nötige Zeit und Unterstützung zur Erholung geben.“

Recovery Area mit Equipment von BLACKROLL
Studios wandeln wenig genutzte Flächen in Bereiche für Compression Boots, Faszien-Guns und Faszientraining um und stellen so Recovery in den Fokus (Bildquelle: © BLACKROLL)

Michael Wunderle, Fitnessökonom und Regionalleiter der Fitnessgroup Pfitzenmeier, findet ebenfalls, dass Recovery zum neuen Standard im Premium- Fitnesssegment wird. „2024 haben wir erstmals eine BLACKROLL Recovery Area bei uns in den Studios integriert – mit großem Erfolg. Leistungs- und Spitzensportler, die in unserem Club trainieren, wissen dieses Angebot zu schätzen“, sagt er. Und weiter: „Doch auch unsere Breitensportler interessieren sich für das neue Angebot. Dabei wird das Wissen durch Workshops und bei Personal Training erweitert und die einzelnen Tools zur Anwendung ge-bracht. Aus ehemaligen oft konzeptlosen freien Gymnastikbereichen haben wir Stretching- und Recovery-Areas gezaubert. Wir planen, die BLACKROLL Recovery-Area an weiteren Standorten der Marken VeniceBeach und Pfitzenmeier als festen Bestandteil zu etablieren.“

Vom Muskel zum Nervensystem

„Regeneration beginnt häufig bei Muskeln und Gewebe, endet aber nicht dort. Auch das Nervensystem verarbeitet körperliche Belastung und muss anschließend wieder aus dem Aktivierungs- in einen Erholungszustand finden“, erläutert Kopf. Damit rückt neben der physischen Regeneration eine zweite Ebene in den Fokus: die Fähigkeit, mental herunterzufahren, den eigenen Zustand bewusst zu verändern und neue Energie für das Kommende zu gewinnen.

Genau an dieser Schnittstelle setzt SHIFTWAVE PRO an. Das System kombiniert Ganzkörpervibration mit geführter Atmung, Meditation und immersivem Audio. Über mehr als 90 Protokolle lassen sich unterschiedliche Zustände ansteuern: von Ruhe und Regeneration bis hin zu Fokus und Aktivierung. Kopf erklärt vereinfacht: „Man kann sich das als eine Art Stretching fürs Nervensystem vorstellen: passiv, geführt, in entspannte Liegeposition begeben, Programm starten, Reset erleben.“

In den USA wird das Konzept seit mehreren Jahren eingesetzt und hat sich unter anderem im Leistungssport etabliert. SHIFTWAVE kommt dort im Umfeld von NFL- und NBA-Teams zum Einsatz. Auch Führungskräfte nutzen die Anwendung als leicht zugängliche Möglichkeit, zwischen hoher Belastung und bewusster Erholung umzuschalten. Nun führt BLACKROLL die Technologie in Europa ein.

„Für BLACKROLL ergänzt SHIFTWAVE PRO das bestehende Recovery-Portfolio um einen entscheidenden Baustein: die gezielte Ansprache der zentralen Steuerung von Stress, Aktivierung und Regeneration im Nervensystem“, erläutert Kopf. Über die Funktion BioDrive® kann die Anwendung zudem mit Echtzeitdaten arbeiten. Ein Pulssensor erfasst Herzfrequenz und HRV, während die Vibration in ausgewählten Protokollen an den individuellen Herzrhythmus angepasst wird. 

„Für Studios kann damit ein eigenständiges, erlebbares Angebot entstehen, das körperliche Regeneration um mentale Regulation erweitert.“ 

Tina Kopf, BLACKROLL

Ohne Recovery keine Performance

Dass ein Gerät wie SHIFTWAVE zuerst in Longevity-Centern und Premium- Hotels ankommt, zeigt, in welchem Umfeld sich das Thema Recovery gerade bewegt: weg vom reinen Trainingsraum, hin zu einem umfassenderen Wellness-Versprechen. Für Studios öffnet das eine Positionierungsmöglichkeit gegenüber anonymen Low-Cost- Anbietern – nicht über mehr Geräte am Gewichtsbereich, sondern über ein Erlebnis, das sonst eher aus dem Hotel- oder Spa-Kontext bekannt ist.

Wo geht die Entwicklung hin? Für BLACKROLL ist die Richtung klar: Recovery und Mental Health werden an Bedeutung gewinnen. Die Aufmerksamkeit wird größer. Recovery rückt damit vom optionalen Zusatz näher an den Kern dessen, was ein modernes Studio ausmacht – als Teil eines Gesamtpakets, ohne das Leistung auf Dauer gar nicht funktioniert. Oder: Ohne Recovery keine Performance.

Bildquelle Header: © BLACKROLL

Der Autor

  • Dennis Bechtel

    Dennis Bechtel studierte Germanistik und Anglistik an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Er arbeitete als freier Journalist und Texter in NRW und war u.a. als Marketing Specialist mit dem Schwerpunkt PR in einem Konzern tätig. Seit 2023 ist er Bestandteil des BODYMEDIA-Redaktionsteams. Er verfügt über eine Fitnesstrainer B-Lizenz und spielt leidenschaftlich gern Tennis.

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