Das Wichtigste in Kürze
- Von der Not zur Erfindung: Nach einem Motorradunfall entwickelte Dr. Jason Wersland zwischen 2008 und 2015 aus einer umgebauten Stichsäge die erste Theragun – 2016 gründete er daraus das Unternehmen Therabody.
- Wissenschaft statt Wellness-Gimmick: Vibration lässt Schmerzsignale verschwimmen und das Nervensystem entspannen – dieser Übergang vom Anspannungs- in den Entspannungszustand macht Training laut Wersland nachhaltiger und mental erträglicher.
- Drei gleichwertige Säulen: Vorbereitung, Leistung und Erholung bilden die „Trinität" von Therabody – neue Tools wie der CryoTherm™ Palm kommen dabei sogar zwischen den Trainingssätzen zum Einsatz.
- Recovery Zones als Geschäftsmodell für Studios: Partner wie David Lloyd und Gold's Gym setzen auf eigene Erholungsbereiche, da diese laut Wersland direkt auf Mitgliederbindung einzahlen – Interessierte können sich für ein maßgeschneidertes Setup direkt an Therabody wenden.
Der Unfall war eine Sekunde: ein Motorrad, ein Auto, eine Kreuzung in Los Angeles. Dr. Jason Wersland war als Chiropraktiker ausgebildet, wusste, wie man Rücken heilt – nur seinen eigenen nicht. Das Motorrad war weg, die Schulter zerstört. Die traditionelle Medizin half nicht, also nahm er eine elektrische Stichsäge, montierte einen Ball darauf und massierte seine eigene Schulter. Der Schmerz verschwand nicht für immer, aber für einen Moment. Das war genug. „Ich wusste nicht, ob meine selbstgebaute Lösung funktionieren würde", sagt er rückblickend, „aber es hat funktioniert. Und dann begann ich, weiter daran zu experimentieren und zu forschen."
Von 2008 bis 2015 baute Wersland fünf verschiedene Versionen des Geräts, kaufte Sägen, modifizierte sie so lange, bis es eine Vorlage für seine finale Massagepistole wurde. 2016 folgte die Gründung des Unternehmens, mit der er seine erste perkussive Massagepistole verkaufte: die Theragun. Mit jedem Gerät, das er an einen Patienten verkaufte, ging es nicht nur über das Gerät selbst, sondern über den Körper, über Schmerz, über das, was echte Genesung bedeutet. Das ist wichtig, denn bei Therabody geht es nicht nur um ein Gerät. Es geht um das, was Schmerz im Körper ist – und wie eng Körper und Verstand dabei zusammenhängen.
Das wissenschaftliche Fundament
Schmerz reist durch den Körper mit etwa 90 Stundenkilometern. Das Nervensystem reagiert, Signale sausen hin und her. Aber hier ist das Interessante: Wenn man den Körper mit Vibration massiert, verschwimmen diese Schmerzsignale. Das Nervensystem entspannt sich. Der Körper kann heilen – und genau dieser Übergang vom Anspannungs- in den Entspannungszustand ist es, der Training auch mental erträglicher und nachhaltiger macht.
Das klingt fast zu einfach. Ist es aber nicht. Es ist Neurowissenschaft: das Verstehen von Faszien, von Muskelgruppen, von der Art, wie ein Körper unter Stress funktioniert – und wie man ihn zurück ins Gleichgewicht bringt. Genau dieses Gleichgewicht, diese Ausgeglichenheit, ist für Wersland der eigentliche Kern von Gesundheit durch Sport: nicht nur ein stärkerer Körper, sondern ein ruhigeres Nervensystem.
Drei Säulen für die Gesundheit
Das hat Werslands Denken seit jeher geprägt und es prägt auch, wie Therabody heute über Training denkt. Es gibt drei Säulen: Vorbereitung, Leistung, Erholung. Das ist keine Marketingphrase, sondern ein Rahmen, der für jeden gilt – egal ob Fitnessstudiobesitzer, Athlet oder Trainer. „Die Vorbereitung ist genauso wichtig wie die Leistung und die Erholung", sagt Wersland. „Alle drei sind gleich wertvoll. Das ist die Trinität von Therabody."

JetBoots sind mehr als Kompressionsgeräte. Sie sind ein Erholungstool, das Durchblutung erhöht und Entzündung reduziert (Bildquelle: © Therabody)
Wer mit der richtigen Ausrüstung wirklich vorbereitet ins Training geht, trainiert nicht nur sicherer, sondern auch konzentrierter und ausgeglichener. Das ist der Unterschied zwischen einem Workout, das an einem zehrt, und einem, das einem neue Energie spendet. Wersland selbst nutzt die Theragun dreimal täglich: vor seinen morgendlichen Läufen und zwischen den Sätzen im Fitnessstudio. Das ist nicht beiläufig – das ist Routine, das ist Absicht.
Das Ziel der Vorbereitung ist einfach, aber oft übersehen: Verletzungen vermeiden. „Jeder kann das", sagt Wersland. „Du musst kein Elite-Athlet sein. Du musst nur dir selbst zuhören." Für Fitnessstudiobesitzer bedeutet das etwas sehr Konkretes: Wenn Mitglieder besser vorbereitet sind, trainieren sie länger, härter und ausgeglichener. Sie kommen zurück. Sie empfehlen das Studio weiter, weil sich das Training nicht nur körperlich, sondern auch mental besser anfühlt.
Leistung: Der Moment des Trainings
Was während des Trainings passiert, wird durch das bestimmt, was davor passiert ist. „Wenn dein Nervensystem entspannt ist, wenn dein Körper vorbereitet ist, dann kannst du im Training volle Leistung bringen", sagt Wersland. Ein Körper im Kampf-oder-Flucht-Modus ist nicht optimal. Ein Körper, der sich vorbereitet hat, kann sich konzentrieren.
Aber es gibt auch einen praktischen Aspekt während des Trainings selbst. Viele Athleten denken, Massage sei etwas für danach. Wersland nutzt sie im Training – zwischen den Sätzen, wenn der Körper noch heiß und die Muskeln noch „aktiv" sind. Eine 15- bis 30-sekündige Massage der trainierten Muskeln zwischen schweren Sätzen kann die Blutzirkulation aufrechterhalten, Laktat aus den Muskeln entfernen und mehr Sätze mit besserer Form ermöglichen. Ein ganz neues Tool bei Therabody: der CryoTherm™ Palm. Er kommt auch beim Training zum Einsatz, etwa zwischen Sätzen im Gym oder in Pausen. Durch gezielte Kühlung der Handflächen sinkt die Körperkerntemperatur besonders schnell, da dort dichte Gefäßnetze effizient Wärme abgeben. So lässt sich Erschöpfung vorbeugen und die nächste Übung mit frischer Energie – und frischem Kopf – starten.
Erholung: Die 24 bis 48 Stunden
Hier scheitern die meisten. Sie trainieren hart, gehen nach Hause und denken, der Prozess sei vorbei. Aber echte Adaption, echtes Wachstum, passiert in der Erholung. Und das ist nicht passiv – für Körper und Kopf gleichermaßen nicht.
Es gibt zwei Arten von Erholung. „Es geht darum, auf den eigenen Körper zu hören", sagt Wersland. „Manche Tage fühlt es sich an, als würde der Körper ein wenig mehr Bewegung brauchen – ein Spaziergang, leichte Dehnungen. Andere Tage braucht der Körper Ruhe. Dann können die JetBoots unterstützen." Die JetBoots sind mehr als Kompressionsgeräte. Sie sind ein aktives Erholungstool, das die Durchblutung erhöht, Entzündungen reduziert und den Körper in einen Zustand bringt, in dem Adaption stattfinden kann – tragbar, kabellos und damit auch ein Stück Entschleunigung im Alltag.
Die SmartGoggles sorgen für schnelle Entspannung nach anstrengenden Tagen – egal ob nach dem Gym, am Schreibtisch oder nach Feierabend. Die Brille kombiniert Wärme, Vibration und sanften Druck rund um Augen und Schläfen, um Verspannungen und Kopfschmerzen zu lösen. Über die zugehörige App lassen sich Intensität und Programme individuell einstellen, etwa für Entspannung, Stressabbau oder Einschlafhilfe. So wird aus einer kurzen Pause im Alltag eine gezielte Erholungspause für Kopf und Nervensystem – genau die Art von mentaler Erholung, die im Training selbst oft zu kurz kommt.
Erholung und das moderne Fitnessstudio
Was bedeutet das alles für Fitnessstudiobesitzer? Die Zeiten, in denen ein Studio nur Geräte für Muskelaufbau brauchte, sind vorbei. „Moderne Gyms haben nicht nur Maschinen zum Muskelaufbau oder zur Steigerung der Cardiofitness", sagt Wersland. „Sie haben auch Vorbereitung und Erholung — Theraguns, JetBoots, Saunen, Rotlichttherapie. Das ist ein Erlebnis."
Genau darin liegt der wirtschaftliche Kern für Studiobetreiber: Mitglieder kommen heute nicht mehr nur wegen Gewichten und Cardiogeräten, sondern weil sie sich im Studio insgesamt besser fühlen wollen – körperlich und mental. Ein Studio, das Vorbereitungs- und Erholungsequipment wie eine Theragun, JetBoots oder SmartGoggles anbietet, verkauft nicht nur Trainingszeit, sondern ein Versprechen auf Ausgeglichenheit. Das zahlt direkt auf Mitgliederbindung ein: Wer sich nach dem Training entspannter und weniger erschöpft fühlt, kommt öfter, bleibt länger Mitglied und empfiehlt das Studio weiter.
Therabody hat bereits Partnerschaften mit großen Ketten wie David Lloyd in Deutschland und Gold's Gym weltweit aufgebaut. Diese Studios haben eigene Vorbereitungs- und Erholungsbereiche mit entsprechenden Tools – nicht als Gimmick, sondern als Strategie. Die Mitglieder, die Vorbereitung und Erholung wirklich verstehen, sind die, die am längsten bleiben. „Viele verstehen das", sagt Wersland. „Wir kommen dorthin. Es ist alles eins – Training, Erholung, Vorbereitung, und am Ende auch: mentale Gesundheit."
Für Fitnessstudiobetreiber heißt das: Es ist wichtiger, Mitgliedern ein einfaches System mit den richtigen Tools zu zeigen, als ein kompliziertes. Wersland: „Therabody ist nicht ein einzelnes Produkt, sondern ein Ökosystem von Tools, das dir hilft, deinen Körper zu verstehen und dein Nervensystem zu entspannen. Und wenn du deinen Körper verstehst, wirst du schneller gesund. Du wirst stärker. Du wirst länger trainieren – und ausgeglichener dabei."
Wer als Studio das Prinzip aus Vorbereitung, Leistung und Erholung selbst anbieten möchte, kann sich direkt an info-EU@Therabody.com wenden. So läuft der Weg zur eigenen Recovery Zone ab:
- Erstanfrage: Das Studio meldet bei Therabody sein Interesse an.
- Bedarfsanalyse & Beratung: Therabody berät individuell, welches Setup zu Platzangebot und Mitgliederzahl passt.
- Angebot: Das Studio erhält ein maßgeschneidertes Angebot.
- Bestellung, Lieferung & Einrichtung: Nach der Bestellung richtet das Studio die Recovery Zone vor Ort ein – gemäß Therabodys Empfehlungen.
- Team-Schulung: Die Coaches und Trainer werden eingewiesen, damit alle Tools von Anfang an sicher und wirkungsvoll genutzt werden.
Bildquelle Header: © Therabody