Grüne stellen Kleine Anfrage zum Stand der Entbürokratisierung im Heilmittelbereich

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Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine Kleine Anfrage (Drucksache 21/5470) an die Bundesregierung gestellt. Im Fokus stehen die Entbürokratisierung sowie die Digitalisierung im Heilmittelbereich

In insgesamt 20 Fragen wollen die Abgeordneten die Bundesregierung mit der Realität in den Heilmittelpraxen konfrontieren. Zentrale Punkte der Anfrage sind:

  • Fehlerhafte Verordnungen: Die hohe Fehlerquote bei Rezepten sorge für immensen administrativen Aufwand und finanzielle Risiken durch Absetzungen der Krankenkassen.
  • Wirksamkeit von Maßnahmen: Die Bundesregierung soll darlegen, wie effektiv bestehende Fehlervermeidungsregelungen wirklich sind und wie hoch der wirtschaftliche Schaden für die Praxen ausfällt.
  • Elektronische Heilmittelverordnung: Die Grünen fragen konkret nach dem Entwicklungsstand, der Praxistauglichkeit und den Entlastungseffekten der elektronischen Verordnung.

Die Grünen betonen dabei, dass eine Reduzierung der Bürokratie angesichts des wachsenden Versorgungsbedarfs und des massiven Fachkräftemangels im Gesundheitswesen dringend notwendig sei.

SHV sieht dringende Notwendigkeit der Entbürokratisierung

Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) begrüßt die parlamentarische Initiative. Seit Langem fordert der Verband eine Entlastung der Praxen. Die zentrale Forderung: Prüfpflichten müssen auf den Verursacher übertragen werden, statt die Last bei den Heilmittelerbringern zu lassen. Zudem müsse die elektronische Heilmittelverordnung so gestaltet werden, dass sie den Praxisalltag spürbar vereinfacht.

Der SHV sieht der offiziellen Antwort der Bundesregierung daher mit großem Interesse entgegen, da sie Aufschluss über die politische Prioritätensetzung bei der Entlastung der Heilmittelbranche geben dürfte.

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