cardioscan zeigt die Zukunft der Prävention

Bildquelle: © cardioscan

Wie lässt sich erkennen, dass Gesundheit verloren geht, bevor Krankheit entsteht? Und welche Rolle kann Künstliche Intelligenz dabei spielen? Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens hat cardioscan einen Einblick in seine nächste technologische Entwicklungsstufe gegeben: Mit „Functional Health Intelligence“ will das Unternehmen Gesundheitsdaten künftig nicht mehr nur messen und einzeln bewerten, sondern zu einem dynamischen, lernenden Gesundheitsmodell zusammenführen.

Im neuen Hamburger Showroom von cardioscan diskutierten Experten und Gäste aus Medizin, Gesundheitswirtschaft, Fitness, Hotellerie und Technologie darüber, wie Prävention in Zukunft aussehen kann. Im Mittelpunkt stand dabei eine zentrale These: Gesundheit verändert sich häufig lange, bevor Krankheit diagnostiziert wird – doch genau diese Phase wird im heutigen Gesundheitssystem bislang nur unzureichend erfasst.

„Wir können heute sehr präzise feststellen, wann ein Mensch krank ist. Auf die vermeintlich einfachere Frage, wie gesund ein Mensch eigentlich ist, haben wir dagegen erstaunlich wenige Antworten, Nicht krank zu sein bedeutet noch lange nicht, gesund zu sein.“

Dr. Marc Weitl, Gründer und Geschäftsführer cardioscan

25 Jahre Gesundheitsdaten als Basis

cardioscan entwickelt seit 25 Jahren diagnostische Systeme zur Erfassung funktioneller Gesundheitsparameter. Aus dieser Arbeit ist eine Datenbasis von rund zwei Millionen Menschen und etwa 200 Millionen Datensätzen aus unterschiedlichen Alters- und Leistungsgruppen entstanden.

Eine der zentralen Erkenntnisse daraus: Gesundheit lässt sich nicht sinnvoll anhand eines einzelnen Biomarkers beschreiben. Herz-Kreislauf-Leistungsfähigkeit, Stoffwechsel, Körperzusammensetzung, Muskulatur, Zellgesundheit und Regeneration beeinflussen sich gegenseitig – und vor allem ihre Veränderung über die Zeit kann wichtige Hinweise liefern.

Aus Messwerten werden Gesundheitsmuster

Einen Einblick in die wissenschaftliche Entwicklungsarbeit gab cardioscan anhand seiner aktuellen Health-Phenotype-Cluster-Analysen. Dabei werden funktionelle Gesundheitsparameter nicht mehr ausschließlich isoliert betrachtet, sondern zu charakteristischen Profilen zusammengeführt.

Die untersuchten Muster reichen z. B. von „Optimal Regulated“ bis hin zu komplexeren multisystemischen Auffälligkeiten. In einer beispielhaften Analyse von 24.443 Patienten wurden Gesundheitscluster anhand verschiedener Biomarker untersucht und durch ärztliche Diagnosen validiert. Die Auswertung zeigt unter anderem, dass sich bestimmte Veränderungen schleichend über Altersgruppen entwickeln und bei isolierter Betrachtung einzelner Werte leicht übersehen werden können.

Functional Health Intelligence: KI wird Zusammenhänge immer besser verstehen

Der nächste Entwicklungsschritt ist bereits mithilfe Künstlicher Intelligenz erfolgt. Unter dem Begriff Functional Health Intelligence arbeitet cardioscan an einem System, das diagnostische Daten zusammenführt, Muster erkennt, Veränderungen über die Zeit verfolgt und daraus individuell relevante Handlungsempfehlungen ableitet.

Langfristiges Ziel ist ein digitales Gesundheitsmodell, das mit jeder Messung dazulernt und nicht nur den aktuellen Gesundheitszustand abbildet, sondern Entwicklungen und mögliche Risiken frühzeitig erkennbar machen soll.

„Wir brauchen nicht noch mehr Gesundheitsdaten. Wir brauchen mehr Gesundheitsverständnis. Die nächste große Innovation wird aus unserer Sicht nicht einfach der nächste Sensor sein. Entscheidend wird die Fähigkeit sein, aus unterschiedlichen Daten ein verständliches Bild der individuellen Gesundheit zu erzeugen.“

Dr. Marc Weitl, Gründer und Geschäftsführer cardioscan

Einen ersten Einblick in die geplante Softwaregeneration zeigte cardioscan während der Veranstaltung bereits anhand eines neuen Functional-Health-Intelligence-Dashboards, das Gesundheitsparameter, Handlungsbedarf, Empfehlungen sowie perspektivisch Verlauf, Prognose und Simulation in einer Oberfläche zusammenführen soll.

Künstliche Intelligenz als Gesundheitsassistent

Im anschließenden Präventionsdialog diskutierten Journalist und Bestsellerautor Stephan Bartels, Technologie- und KI-Experte Jörn Tekaat und Dr. Marc Weitl über Chancen und Grenzen Künstlicher Intelligenz in der Prävention.

Im Mittelpunkt standen dabei Fragen, die weit über Technologie hinausgehen: Kann KI die eigene Gesundheit irgendwann besser verstehen als der Mensch selbst? Wem gehören Gesundheitsdaten? Wer trägt Verantwortung für algorithmische Entscheidungen? Und kann KI hochwertige Prävention einer breiteren Bevölkerung zugänglich machen?

Die Vision von cardioscan ist dabei ausdrücklich nicht, Ärzte oder Health Professionals durch Algorithmen zu ersetzen. Vielmehr soll KI helfen, die zunehmende Menge an Gesundheitsdaten zu strukturieren, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Experten wie auch Nutzern bessere Entscheidungsgrundlagen zu geben.

Hamburg als Entwicklungs-und Erlebnisstandort

Der neue Showroom am Hamburger Unternehmensstandort soll dabei mehr sein als eine Präsentationsfläche für Diagnostiksysteme. cardioscan will den Standort als Testfeld nutzen, um neue Formen der Prävention, Diagnostik und digitalen Gesundheitsbegleitung gemeinsam mit Kunden und Partnern zu erproben.

„Als wir vor 25 Jahren angefangen haben, wollten wir Gesundheit besser sichtbar machen. Heute geht es um die nächste Frage: Können wir Gesundheit nicht nur messen, sondern verstehen, wie sie sich entwickelt – und dadurch früherhandeln? Genau daran arbeiten wir.“

Dr. Marc Weitl, Gründer und Geschäftsführer cardioscan

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