Beschlussvorlage für GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz liegt vor

Bildquelle: © Schepers_Photography – stock.adobe.com

Der Bundestag stimmt am Freitag, 10. Juli 2026, ab 9 Uhr über die geplante Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab. Die Beschlussvorlage kann bereits eingesehen werden – hier sind die wichtigsten Punkte für die Physiotherapie.

Am Freitag, dem 10. Juli, stimmt der Bundestag über die geplante Finanzreform der GKV ab. Das Ergebnis der Abstimmung kann und wird weitreichende Folgen für die Vergütung in der Physiotherapie haben. Experten erwarten u. a. eine weitere Zuspitzung des Fachkräftemangels und einen Rückgang der Praxen, deren wirtschaftliche Grundlage zunehmend wegbricht. Letztlich fällt das auf die Patienten zurück, die nicht mehr in der gewohnten Weise versorgt werden können. 

Nun liegt die Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses vor. Hier sind die wichtigsten Punkte für Physiotherapeuten:

  • Die Grundlohnsummenbindung nach § 71 SGB V soll wieder fest verankert werden. Damit sind die jährlichen Vergütungssteigerungen für die Leistungserbringer an die Einnahmenentwicklung der GKV gekoppelt. Vergütungsverhandlungen wie in den vergangenen Jahren werden damit zukünftig nicht über die Höhe der Grundlohnsumme hinaus geführt werden können
  • Die Bundesregierung erwartet, dass die Grundlohnrate bis 2029 über dem langfristigen Schnitt liegt und damit auch oberhalb der Einnahmenentwicklung der Krankenkassen. Daher erfolgt in den Jahren 2027, 2028 und 2029 ein Abschlag in Höhe von jeweils einem Prozentpunkt von der Grundlohnsumme
  • Die versorgungsbezogenen Pauschalen für die Blankoverordnung sollen zukünftig wegfallen. Der Mehraufwand entstünde vor allem aus der zusätzlichen Diagnostik, die durch die Diagnostikpauschale abgedeckt sei. Zudem sieht das Gesetz Vergütungsabschläge vor, wenn es zu einer „unverhältnismäßigen Mengenausweitung“ der Behandlungsanzahl kommt.
  • Bei der Zuzahlung ändert sich nichts – Versicherte tragen 10 % des Abgabepreises, maximal aber 15 €.

Die Abstimmung im Bundestag wird ab 9 Uhr live übertragen. Interessierte können sich hier zuschalten.

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