Wellhub-Studie: KI erhöht die Anforderungen

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Umfrage unter über 1.500 HR-Verantwortlichen zeigt: Mehr Druck auf Leistungsträger und messbare finanzielle Vorteile durch Investitionen in ihr Wohlbefinden.

KI verändert die Arbeitswelt grundlegend und läutet eine neue Phase der Transformation ein. Unternehmen erwarten von weniger Mitarbeitenden mehr Leistung, während der Verlust von Top-Talenten zunehmend kostspielig wird.

Die neue globale Studie von Wellhub, der Return on Wellbeing Report 2026, zeigt: Wenn Leistungsträger gehen, gerät nicht nur HR unter Druck, sondern die gesamte Unternehmensleistung. 88 % der Organisationen sagen, die Bindung von Top-Performern ist 2026 eine zentrale Priorität. Im deutschen Markt liegt die Zahl sogar bei 90 %. Die Umfrage basiert auf Daten von über 1.500 HR-Verantwortlichen aus zehn Ländern.

Mitarbeiterbindung im KI-Zeitalter

KI verändert die Arbeitsstruktur in Echtzeit. Rollen entwickeln sich weiter, verschwinden oder entstehen neu. Neue Fähigkeiten werden schneller benötigt, als Unternehmen sie aufbauen können.

Unternehmen reduzieren Teile ihrer Belegschaft und werden gleichzeitig abhängiger von den verbleibenden Mitarbeitenden, besonders von ihren Leistungsträgern. Diese Mitarbeiter erledigen nicht nur ihre Aufgaben. Sie treiben Ergebnisse voran, helfen Teams bei der Anpassung und übernehmen mehr Verantwortung.

Wenn Kollegen gehen, tragen sie auch emotionale Lasten. Diese typischen Schuldgefühle der Verbleibenden erhöhen Stress und führen zu Überlastung. Die Folge: Mitarbeiterbindung wird gezielter und wichtiger. Wohlbefinden wird ein zentraler Bestandteil der Strategie:

  • 80 % der deutschen HR-Verantwortlichen sagen, Wellness-Programme sind wichtig, um Top-Performer zu halten.
  • 79 % sagen, sie sind entscheidend für nachhaltige Leistung.
  • 80 % sagen, sie steigern das Engagement von Top-Talenten.

Der steigende Druck auf Leistungsträger wirkt sich zunehmend direkt auf den Unternehmenserfolg aus. Laut der Wellhub-Studie zählen chronischer Stress und Burnout (23 %) sowie Überlastung und unrealistische Erwartungen (21 %) zu den größten Belastungen für Mitarbeitende.

Die Folgen sind messbar: 76 % der deutschen HR-Verantwortlichen sehen steigende Kosten durch sinkende mentale Gesundheit, global berichten Unternehmen von Produktivitätsverlusten, mehr Fehlzeiten und Präsentismus. Wohlbefinden gilt deshalb nicht mehr nur als Kulturthema, sondern als wirtschaftlicher Faktor.

Entsprechend wächst die Bedeutung von Wellbeing-Investitionen: 83 % der deutschen Führungskräfte halten Mitarbeiterwohlbefinden für entscheidend für den finanziellen Erfolg. Viele Unternehmen messen inzwischen den ROI solcher Programme – mit überwiegend positiven Ergebnissen durch geringere Gesundheitskosten, höhere Produktivität und stärkere Mitarbeiterbindung.

Mit steigendem Druck auf Leistungsträger müssen Unternehmen neu denken, wie sie nachhaltige Leistung unterstützen.

„Das zeigt nicht nur die Datenlage. Wir sehen es täglich in den Unternehmen, mit denen wir arbeiten. Wenn Unternehmen schlanker werden, lastet mehr Druck auf weniger Menschen. Erfolgreich sind diejenigen, die das erkennen und ihre Mitarbeitenden gezielt unterstützen. Wenn Unternehmen die Anforderungen erhöhen, müssen sie auch die Menschen unterstützen, die diese erfüllen sollen.“

Cesar Carvalho, Gründer und CEO von Wellhub

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