Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Rolle Prävention und Gesundheitsförderung künftig im deutschen Gesundheitswesen einnehmen sollen. Im Format eines World-Cafés tauschten sich die Teilnehmenden über strategische Ziele, inhaltliche Schwerpunkte und die weitere Zusammenarbeit innerhalb der bvpg aus.
Einigkeit bestand darüber, dass Prävention deutlich stärker als gesundheitspolitisches Handlungsfeld positioniert werden muss. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der Zunahme chronischer Erkrankungen und des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen komme präventiven Ansätzen eine zentrale Bedeutung zu. Prävention könne nicht nur die individuelle Gesundheit stärken, sondern auch zur Stabilität und Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems beitragen.
Strategische Schwerpunkte für die kommenden Jahre
Zu den benannten Schwerpunkten zählten unter anderem eine stärkere politische Sichtbarkeit von Prävention, der Ausbau interprofessioneller Zusammenarbeit, die Förderung gesundheitskompetenter Strukturen sowie eine bessere Verankerung präventiver Angebote in allen Lebenswelten. Auch die Bedeutung evidenzbasierter Präventionsangebote und einer konsequent sektorenübergreifenden Zusammenarbeit wurde hervorgehoben. Die scheidende Präsidentin Dr. Kirsten Kappert-Gonther betonte, dass die Chancen, Prävention stärker im Gesundheitswesen zu verankern, aktuell so groß seien wie selten zuvor.
Neuer Vorstand gewählt
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde zudem ein neuer Vorstand bestimmt. Neue Präsidentin der bvpg ist Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Unterstützt wird sie von den Vizepräsidentinnen Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, und Ulrike Pernack, Leiterin der Abteilung Gesundheit beim Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek).
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