Experten Allianz: Wir produzieren die Kranken der Zukunft

In der Kampagne "Wir produzieren die Kranken der Zukunft" der Experten Allianz liegt der Fokus auf der steigenden Anfälligkeit der Weltbevölkerung für Übergewicht, Diabetes und depressive Erkrankungen. Grund dafür sind mangelnde körperliche Aktivität und längst überfällige Bemühungen um mehr öffentliche Möglichkeiten zur Bewegung und Sport.

Mit der von der Experten Allianz und Prof. Dr. Ingo Froböse initiierten Kampagne, richten sie einen Weckruf an Entscheidungsträger, Politiker und Vertreter der Fitnessindustrie in der Gesundheitsbranche. Ebenso an jeden Einzelnen, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und körperlich aktiver zu werden. Denn laut WHO könnten jährlich 5 Millionen Tote vermieden werden, wenn die Bevölkerung aktiver wäre.

„Wir produzieren die Kranken der Zukunft“

Prof. Dr. Ingo Froböse, wissenschaftlicher Leiter des Forschungsinstituts für Training in der Prävention

Laut dem DKV Report 2021 sitzen Erwachsene im Schnitt 8,5 Stunden, junge Erwachsene bis 30 Jahre sogar 10,5 Stunden. Der Grund dafür seien unzureichende und längst überfällige Bemühungen zur Förderung von öffentlichen Möglichkeiten zur Aktivität, Sport und Training.

Steigende Zahl an Diabeteserkrankungen

In den letzten zwei Jahren sind weltweit 16 % mehr Menschen an Diabetes erkrankt. Insgesamt leiden ca. 537 Millionen Menschen an der chronischen Krankheit mit dem Hauptrisikofaktor der körperlichen Inaktivität.

Es ist Zeit für konkrete Strategien zur Förderung von körperlichem Training in unserer Gesellschaft.

Viele Menschen haben an Gewicht zugenommen, vor allem Menschen, die eh schon an Übergewicht leiden. Auch bei Kindern stellten von 1000 befragten Eltern 9 % eine Gewichtszunahme fest. Davon heben sich nochmal Kinder mit niedrigem sozioökonomischem Status mit 23 % ab.

Immer mehr Menschen mit depressiven Symptomen

Auch die Zahl von Menschen, die unter depressiven Symptomen leiden, ist gestiegen. 22,8 % von 541 im Frühjahr befragten Deutschen gaben einen Anstieg an depressiven Symptomen im Vergleich zum Vorjahr an. Auch bei Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 ist der Wert von 2018/2019 mit 10,2 % auf 2020/2021 25,2 % gestiegen. Mitschuld daran tragen die eingeschränkten Möglichkeiten zur sozialen Interaktion und körperlichen Aktivität. Beide Faktoren sind wissenschaftlich erwiesene Schutzfaktoren und effektive Behandlungselemente bei psychischen Behandlungen.

 

Bildquelle: Experten Allianz für Gesundheit e.V.