Die Physiotherapiebranche setzt ihren Wachstumskurs fort: Bundesweit sind inzwischen mehr als 51.600 Physiopraxen registriert, auch die Umsätze steigen weiter. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Betriebswirtschaft und Unternehmensführung. Der Fachkräftemangel bleibt das beherrschende Thema. Zwar nimmt die Zahl der Beschäftigten zu, die tatsächlich verfügbare Arbeitskapazität geht jedoch zurück. Steigende Gehälter und ein hoher Teilzeitanteil erhöhen den Druck – Personalgewinnung und Mitarbeiterbindung werden damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
Selbstzahlerangebote und Digitalisierung werden wichtiger
Wachsende Bedeutung hat das Selbstzahlergeschäft: Ergänzende Gesundheitsangebote und Trainingsbereiche entwickeln sich für viele Praxen zu wichtigen Umsatzträgern und ermöglichen eine breitere wirtschaftliche Basis. Auch bei der Digitalisierung tut sich einiges: Viele Praxen investieren in digitale Lösungen für Organisation, Abrechnung und Terminmanagement. Beim Einsatz Künstlicher Intelligenz zeigt sich eine bemerkenswerte Offenheit – ein Großteil der Befragten prüft bereits KI-Anwendungen für administrative Aufgaben oder kann sich deren Einsatz vorstellen.
Die Physiotherapie wird unternehmerischer
Der Report von ETL und TT Digi macht zudem deutlich, dass die Rolle des Praxisinhabers wichtiger denn je ist. Neben der therapeutischen Arbeit rücken Personalführung, Investitionsplanung und wirtschaftliche Steuerung stärker in den Fokus. Allein 2026 wird die Branche voraussichtlich mehr als 370 Millionen Euro in Ausstattung, Personalentwicklung, Digitalisierung und Wachstum investieren – ein klares Signal für den Aufbruch in eine unternehmerisch geprägte Zukunft der Physiotherapie. Interessierte können den Branchenreport hier herunterladen.
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Textquelle: ETL ADVISION