Boutique-Fitness in Deutschland: große Unterschiede zwischen den Städten

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Eine Auswertung von anny zu 4.088 Boutique-Angeboten in den 20 größten deutschen Städten zeigt große regionale Unterschiede. Spitzenreiter pro Kopf ist Köln, dominierende Formate sind Pilates und funktionelles Training.

Das Buchungssoftware-Unternehmen anny hat das Angebot spezialisierter Fitnessstudios in den 20 größten deutschen Städten analysiert und dabei 4.088 Boutique-Angebote ausgewertet. Hintergrund ist das anhaltende Wachstum der Branche: Mit 12,36 Millionen Mitgliedern verzeichnet sie gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5,6 %, wobei spezialisierte Formate wie HIIT, Pilates oder HYROX an Bedeutung gewinnen.

Datengrundlage war die Plattform Urban Sports; für die Vergleichbarkeit wurden die absoluten Zahlen auf 10.000 Einwohner normiert.

Bei der Dichte pro 10.000 Einwohner führt Köln mit 6,3 Angeboten, gefolgt von Bonn (5,4) und Düsseldorf (4,0); dahinter liegen München (3,5) und Stuttgart (3,1). Schlusslicht ist Duisburg mit 0,7 Angeboten – Köln kommt damit auf rund das Neunfache. In absoluten Zahlen führt dagegen Berlin mit 947 Angeboten vor Köln (647) und München (524). Wegen der hohen Einwohnerzahl relativiert sich das jedoch: Pro Kopf erreicht Berlin nur 2,6 Angebote und landet auf Platz sechs.

Inhaltlich konzentriert sich das Angebot auf wenige Formate. Pilates ist mit 954 Angeboten die stärkste Einzelkategorie, zusammen mit Reformer-Pilates kommt es auf 1.088. Knapp dahinter folgt funktionelles Training mit 916 Angeboten, danach Meditation (315), Indoor-Cycling (249), Boxsport (246) und EMS (212 klassisch sowie 150 EMS Cardio). Spezialisierte Formate sind seltener – bemerkenswert ist allerdings HYROX, das mit 74 Angeboten bereits Pole Dance (59) überholt hat. Je nach Disziplin teilen sich Köln und Berlin die Spitze: Beim funktionellen Training liegt Köln knapp vorn, bei Pilates und Reformer-Pilates klar Berlin.

„Trendsportarten wie HYROX oder Reformer-Pilates treiben das Wachstum der Boutique-Fitness-Szene gerade massiv an. Wir sehen bei unseren Kunden, dass Studios in diesem Umfeld besonders stark auf effiziente Buchungssysteme angewiesen sind, weil der Wettbewerb um Teilnehmer härter wird und die Nachfrage nach Plätzen vielerorts das Angebot übersteigt. Wer in diesem Markt wächst, braucht mehr als ein gutes Kurskonzept, er braucht die richtigen digitalen Prozesse dahinter."

Lucian Holtwiesche, Co-Founder von anny

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