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Warum Gamification Trainierenden hilft, langfristig durchzuhalten

Bildquelle: © AIRIS GmbH

Gamification – also das Einbauen spielerischer Elemente in eigentlich spielfremde Aktivitäten – hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der stärksten Treiber für nachhaltiges Training entwickelt. Was zunächst überwiegend in Fitness-Apps genutzt wurde, findet heute zunehmend Anwendung in Studios, Therapieeinrichtungen und im Rehasport. Doch warum wirkt Gamification so stark – und weshalb führt sie dazu, dass Menschen langfristiger und mit positiven Emotionen trainieren?

Ein zentraler Grund liegt im Belohnungssystem des Gehirns. Bewegung schüttet grundsätzlich Dopamin aus, allerdings oft erst spät im Trainingsverlauf – ein Moment, den viele Anfänger oder Rehapatienten gar nicht regelmäßig erreichen. Gamification verschiebt diese Belohnung zeitlich nach vorne. Punkte sammeln, Level aufsteigen oder kleine Herausforderungen erzeugen bereits vor dem eigentlichen Training einen Dopaminimpuls. Studien zeigen, dass Nutzer gamifizierter Trainingsprogramme ihre Trainingsroutine um bis zu 40 % länger durchhalten.

HealthGaming steigert Motivation und Bindung

Genau hier setzt AIRIS mit dem Health-Gaming-Ansatz an. Kurze, intensive Trainingsimpulse stimulieren Körper und Gehirn so, dass ein unmittelbarer Belohnungseffekt entsteht. Die Nutzer erleben schnelle, spürbare Fortschritte und damit einen direkten emotionalen Nutzen. Das Gefühl, „im Spiel“ zu sein, steigert nicht nur die Trainingsmotivation, sondern auch die Bindung an das Studio. Viele Einrichtungen berichten, dass Mitglieder durch die spielerischen Elemente häufiger wiederkommen – und vor allem: lieber wiederkommen.

Große Bedeutung kommt dem Themenfeld Verhaltensänderung zu. Die Verhaltensforschung zeigt seit Jahren, dass langfristige Routinen dann entstehen, wenn Trainingsprozesse positiv emotionalisiert werden. Disziplin allein ist begrenzt – Freude dagegen wirkt als nachhaltiger Energietreiber. Gamification koppelt Training an Neugier, spielerische Herausforderungen und kleine Erfolgserlebnisse. Aus „Ich muss trainieren“ wird „Ich möchte mein Level verbessern“. AIRIS verstärkt diesen Effekt, indem Fortschritt klar sichtbar, leicht zugänglich und unmittelbar belohnend gestaltet wird.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Strukturierung des Trainings. Gamifizierte Systeme zerlegen Übungen in kleine, gut bewältigbare Schritte – sogenannte „micro goals“. Das reduziert die Einstiegshürde, senkt die mentale Überwindung und erzeugt einen kontinuierlichen Motivationsfluss. Jede abgeschlossene Einheit liefert ein kleines Belohnungssignal, das wiederum Lust auf den nächsten Schritt macht. Gerade im therapeutischen Kontext und bei Zielgruppen mit geringer Trainingsroutine kann dieser Ansatz entscheidend sein.

Neue App „BootyBurn“

Zudem berichten Partnerstudios und Physioeinrichtungen, dass viele Nutzer ein höheres Trainingsvolumen erreichen, weil das spielerische Erlebnis die subjektive Anstrengung reduziert. Ein Beispiel hierfür ist die neue App „BootyBurn“, welche speziell auf Po-Training ausgerichtet ist. Das Training fühlt sich leichter, kontrollierbarer und gleichzeitig sinnvoller an. Die Nutzer geben Rückmeldungen wie „Ich will mehr davon“ oder „Ich möchte ein besseres Ergebnis schaffen“ – Aussagen, die im klassischen Fitnesstraining nur selten auftauchen.

Die Bedeutung von KI und Gamification – heute und in Zukunft: Experten im Interview

All diese Effekte zeigen: Gamification ist weit mehr als ein Designtrend. Sie ist eine neuropsychologisch wirksame Strategie, die Training emotional auflädt, Motivation verstärkt und langfristige Routinen fördert. AIRIS nutzt diesen Ansatz, um Trainingsprozesse so attraktiv zu gestalten, dass Bewegung nicht mehr als Pflicht, sondern als spielerische Herausforderung erlebt wird. Wer Training langfristig in sein Leben integrieren möchte, braucht mehr spielerische Elemente. Gamification ist der Schlüssel, der aus „Ich sollte trainieren“ ein „Ich will weiterspielen“ macht – und damit echte Verhaltensveränderung ermöglicht.

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Der Autor

  • Tobias Conrad

    Tobias Conrad ist Coach und Speaker. In Sachen Outdoor-Fitness ist er Pionier. 2011 brachte er den ersten Functional-Training-Tower aus Europa auf den Markt. Für den abgebildeten FUNS C wurde er und sein Team mit zwei FIBO INNOVATION & TREND AWARDS ausgezeichnet. Heute coacht er Unternehmer und Selbstständige, wie sie ihr Business und Leben zu ihrem Erfolg ma­chen.

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