Hier schauen wir uns die 10 wichtigsten Kompetenzen von guten Chefs einmal im Schnellüberblick an.
Gute Kommunikation
Exzellente Kommunikation ist wahrscheinlich die wichtigste Fähigkeit eines guten Chefs, da sie auf so vielen Ebenen wirkt. Wer seine Führungsaufgabe ernst nimmt, kommuniziert seine Erwartungen an die Mitarbeiter klar. Er hört aufmerksam zu, zeigt Interesse an seinem Gegenüber, ist neugierig auf dessen Sichtweise und lässt sich im Gespräch nicht von äußeren Faktoren ablenken. Für ihn ist klar, mit welchem Kommunikationsstil er welchen Mitarbeiter erreicht.
Sein Feedback gibt er ehrlich und konstruktiv, um den Mitarbeitern eine echte Chance zu geben, die gewünschte Leistung zu zeigen, und er fördert deren Weiterentwicklung. Eine gute Kommunikationsfähigkeit kann die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen sowie das Vertrauen in den Chef steigern, was sie länger an das Unternehmen bindet. Das kann er unterstützen, indem er sich an Absprachen und Zusagen hält.
Kommunikation: Der Schlüssel zum Führungserfolg
Gesunde Fehlerkultur
Die meisten werden schon einmal die Anekdote gehört haben, die Henry Ford zugeschrieben wird, dass er einen Mitarbeiter nach einem sehr teuren Fehler nicht entließ, sondern es als Ausbildungskosten für ihn framte. Nicht umsonst ist diese Begebenheit, ob so passiert oder nicht, ein anschauliches Beispiel für eine positive Fehlerkultur.
Statt Mitarbeiter für ihre Fehler zu bestrafen, sollten sie als Lernchancen für die Mitarbeiter begriffen werden. Und manchmal können aus Fehlern tolle Dinge entstehen, wie z. B. 1928, als Alexander Fleming durch einen Fehler Penicillin entdeckte und damit viele Menschen vor dem Tod bewahrte. Zu einer guten Fehlerkultur gehört auch, dass sich der Chef für seine eigenen Fehler ebenfalls entschuldigt.
Hohe Empathie
Um das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen, ist Empathie unabdingbar. Denn empathische Führungskräfte schaffen eine Umgebung, in der Mitarbeitende sich trauen, Fragen zu stellen, Fehler zu machen und offen zu kommunizieren. Empathie bedeutet, Menschlichkeit zu zeigen, Leistungen zu würdigen und ehrlich danke zu sagen. Dabei achten empathische Chefs nicht nur auf Worte, sondern auch auf nonverbale Signale wie Mimik, Gestik und Tonfall, um die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zu erkennen.
Ehrliche Selbstreflexion
Es ist nicht immer leicht, sich mit sich selbst zu beschäftigen, insbesondere mit den eigenen Fehlern und den weniger ruhmreichen Kapiteln im Leben. Aber zu verstehen, wie man selbst auf andere wirkt, ist essenziell für eine gute, ehrliche Mitarbeiterbeziehung. Man kann sowohl die eigenen Schwächen als auch die eigenen Stärken besser einschätzen und mit ihnen umgehen, was sich positiv auf die Führungsqualität auswirkt. Chefs, die über ihre Handlungen und deren Auswirkungen reflektieren, sehen weitere Handlungsoptionen, verhindern vorschnelle Urteile und treffen weniger Fehlentscheidungen. Durch Mitarbeiterfeedback wird zudem deutlich, ob das Selbstbild mit dem Fremdbild übereinstimmt.
Ausgeprägte Lernbereitschaft
Man lernt nie aus – eine Tugend, die Chefs kompromisslos vorleben sollten. Sei es beim Lernen aus den eigenen Fehlern oder bei der Offenheit gegenüber neuen Technologien, die möglicherweise den langfristigen Unternehmenserfolg sichern können. Oder, um noch einmal Henry Ford zu zitieren: „Wer aufhört zu lernen, ist alt. Er mag zwanzig oder achtzig Jahre zählen. Jeder, der weiterlernt, ist jung.“
Mutiges Vorangehen
Gerade in Zeiten des Umbruchs und der wirtschaftlichen Unklarheit, wie wir sie jetzt gerade erleben, sollten Führungskräfte mutig vorangehen, die Fahne in der Hand halten und zeigen, dass sie einen Plan haben, den sie verfolgen. Dazu muss man aber an sich selbst und seine Fähigkeiten glauben.
Starke Entscheidungsfreude
Oft unterschätzt, aber auf lange Sicht eine enorm wichtige Eigenschaft von Führungskräften. Denn der Chef gibt Orientierung, indem er konkrete Entscheidungen trifft, anstatt zu zögern und sie auf die lange Bank zu schieben, was für das Unternehmen und die Mitarbeiter enorm wichtig ist, denn wer Entscheidungen lange aufschiebt, behindert den Fortschritt und macht Mitarbeiter unzufrieden.
Herausragende Belastbarkeit
Als Chef prasseln täglich viele Eindrücke auf einen ein, die es zu verarbeiten gilt. Da sind die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter, die es zu berücksichtigen gilt, Wünsche von Kunden und jede Menge anderer Einflüsse, die potenziell Stress verursachen können. Führungskräfte müssen daher viel aushalten können und mental belastbar sein. Je früher Chefs anfangen, ihre Selbstorganisation zu optimieren (Aufgaben delegieren, Aufgaben priorisieren, Tagesstruktur aufbauen) und auch mal die ein oder andere Entspannungstechnik einsetzen, desto früher können sie trotz der hohen Anforderungen leistungsfähig bleiben.
Echte Glaubwürdigkeit
Chefs sollten halten, was sie versprechen, sonst verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit und das Team gleich mit. Wer unglaubwürdig wird, verspielt das Vertrauen des Teams und kann es nicht mehr richtig führen. Worauf kommt es also an? Chefs sollten halten, was sie versprechen, und sei es nur die Zusage: „Meine Tür ist immer offen.“ Gemeinsam vereinbarte Regeln gelten für alle – ohne Ausnahme für die Führungskraft. Und um glaubwürdig zu sein, sollten Vereinbarungen auch nach Monaten und Jahren noch gültig sein und nicht heimlich still und leise geändert werden. Gute Chefs übernehmen also die Verantwortung für ihr Handeln.
Eine (große) Prise Humor
Und zu guter Letzt ebenfalls eine Fähigkeit, die Chefs hilft: sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Man darf auch mal über sich selbst lachen, um den Druck aus dem stressigen Alltag zu nehmen. Natürlich sollten humorvolle Bemerkungen und Witze so eingesetzt werden, dass sie niemanden verletzen, aber richtig eingesetzt, kann Humor Beziehungen verbessern, Stress abbauen und Kreativität bei den Mitarbeitenden fördern.
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