Best Practice

Fitnessstudios digitaler und gesundheitsorientierter gestalten

Viele Fitnessstudiobetreiber nutzen die Zeit der Schließung sinnvoll, ein Beispiel ist das iQ Fitness im Quartier in Renchen. Während der Zwangspause wurden zahlreiche bauliche Veränderungen vorgenommen, Investitionen getätigt und die Digitalisierung der Anlage vorangetrieben.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das iQ Fitness im Quartier ist als Gesundheitsspezialist in der Umgebung bekannt.
  • Die Anlage sollte während der Schließung so auf Vordermann gebracht werden, dass sie jederzeit hätte öffnen können.
  • Mit dem medizinischen Messsystem seca TRU werden die Mitglieder analysiert und erhalten einen individuell angepassten digitalen Trainingsplan.
  • Anspruch der Premiumanlage ist es, den Kunden durch geeignete Tools zu verdeutlichen, wie sich der Körper durch Training und Ernährung verändert.

Am 1. April 2003 wurde das iQ Fitness im Quartier am heutigen Standort auf vier Etagen eröffnet. Über die Jahre hinweg hat Betreiber Klaus Anselm stetig daran gearbeitet, die über 2.500 m2 große Anlage weiterzuentwickeln. Mit Erfolg! Die Premiumanlage ist seit einigen Jahren der Gesundheitsspezialist in der Umgebung. Das Erfolgsgeheimnis ist u. a., dass Klaus Anselm stets vorausschauend handelt und immer wieder in zukunftsträchtige Innovationen investiert, um das Angebot sinnvoll zu optimieren.

"Wir haben mit Beginn des Lockdowns unser Angebot an §-20 Kursen noch mal deutlich ausgebaut. Corona basierend bieten wir aktuell zwei Kindergruppen in Selbstverteidigung ohne Kontakt bis zum 14 Lebensjahr im Outdoor-Bereich an, die sehr gut angenommen werden, sodass hier sieben Tag die Woche von 9 - 22 Uhr Kurse stattfinden“,

Klaus Anselm, Inhaber iQ - Fitness im Quartier

Lockdown sinnvoll genutzt

Auch während der Corona-Zeit hat Klaus Anselm investiert. Sein Vorhaben war es, die Anlage so auf Vordermann zu bringen, dass er jederzeit problemlos hätte öffnen können. Für die Mitarbeiter und Mitglieder hat er ausreichend Schutzmasken und Corona-Schnelltests bereitgestellt. Ein Tool zur schnellen Messung der Körpertemperatur sowie zahlreiche Maßnahmen zur Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften hat er getroffen.

Auch einige bauliche Veränderungen, die während des Lockdowns vorgenommen wurden, sollen dazu beitragen, dass die im Zuge der Pandemie aufgekommenen Sicherheitsvorschriften umgesetzt werden können. Durch die aufwendigen Bauarbeiten, die übrigens komplett in Eigenregie durch das Studiopersonal durchgeführt wurden, erstrahlt das iQ Fitness im Quartier natürlich auch im neuen Glanz. Die Anlage wurde u. a. sowohl von außen als auch von innen komplett gestrichen.

Investiert hat Klaus Anselm aber nicht nur in das Gebäude, sondern vor allem auch in die Ausstattung und in seine Mitarbeiter. Rund 400.000 Euro hat der Betreiber ausgegeben, um die Position als Gesundheitsdienstleister zu untermauern und sich vom Wettbewerb weiter abzuheben. Im Kursbereich wurde in neue Cycling Bikes investiert und es wurde ein Outdoor-Bereich in Form von zwei Profi-Zelten mit Holzböden geschaffen. Dort herrscht trotz Corona reger Betrieb.

Durchgeführt werden zudem Herz-Kreislauf-Kurse, five Rücken INTENISV & Gelenk- und Faszien-Kurse unter Berücksichtigung der geltenden Hygienevorschriften. Die Rehasport-Kurse werden in einem von zwei geliehenen Outdoor-Zelten mit über 250 m2, Holzboden und Heizung, auch hier unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften, in großer Zahl durchgeführt. Mit wöchentlich über 35 Live-Zoom-Kursen wird den Mitgliedern zusätzlich das „Workout Zuhause“ angeboten.

Während des Lockdowns hat Klaus Anselm außerdem in sein Mitarbeiterteam investiert. Vier neue Vollzeitkräfte wurden eingestellt und umfangreiche Schulungsmaßnahmen fanden statt.

Die Mitglieder im iQ Fitness im Quartier erhalten direkt nach den Messungen an der seca TRU ihre Ergebnisse per E-Mail, sodass sie jederzeit Zugriff darauf haben (Bildquelle: seca GmbH & Co. KG)

Digitalisierung wurde weiter vorangetrieben

Ein Großteil der Investitionen wurde im Bereich der Digitalisierung getätigt. Während des ersten Lockdowns hat Klaus Anselm das medizinische Messsystem seca TRU angeschafft. Die Körperanalysewaage, die im Zuge der Umbaumaßnahmen in den Eingangsbereich integriert wurde, ist seitdem der Ausgangspunkt für den digitalen Weg der Kunden im Studio. Da im iQ Fitness im Quartier mittlerweile papierlos gearbeitet wird, erhalten die Neu-Mitglieder am Check-in ein iPad. Hier geben Sie Ihre persönlichen Daten ein, die dann automatisch in die Verwaltungssoftware sowie in die verschiedenen digitalen Schnittstellen auf der Trainingsfläche übertragen werden.

Nachdem sich das Mitglied umgezogen hat, folgen direkt das Anamnesegespräch und der Gang auf die seca TRU. Der ausführliche und anschauliche Ist-Zustand wird dann dem Mitglied als PDF per Mail nach Hause geschickt. Dank der cloudbasierten Software sind die Ergebnisse außerdem jederzeit und überall via Smartphone oder Tablet vom Mitglied und Trainer einsehbar. Direkt im Anschluss erfolgt ein weiterer Body-Check, um mögliche Mobilitätseinschränkungen feststellen zu können.

Erst dann erfolgt die individuelle Erstellung des Trainingsplans, auf den die Mitglieder jederzeit via Software Zugriff haben. „Die seca TRU ist ein echter Hingucker. Aber viel wichtiger ist, dass wir ein Tool haben, das technologisch das Beste ist, was es am Markt gibt. Die Waage liefert uns sehr präzise, vielseitige und vor allem auch für den Kunden sehr anschauliche Informationen. Da seca im medizinischen Bereich ein Urgestein und auch einigen Mitgliedern ein Begriff ist, verfügen wir über ein weiteres, wichtiges Tool, das unsere Qualität untermauert“, erklärt Klaus Anselm.

Die Messungen an der seca TRU sind fest in den Studioablauf integriert und steuern das Training jedes einzelnen Mitglieds. Die Nutzung umfasst dabei weitaus mehr als Checks und Re-Checks. Im Bereich der Gewichtsreduktion, hier ist das iQ Fitness im Quartier seit 2003 Spezialist, kommt die Waage ebenfalls zum Einsatz. Gerade bei Kunden, die die Umstellung des Stoffwechsels anstreben, ist regelmäßiges Wiegen Pflicht. Klaus Anselm ist davon überzeugt, dass es der Anspruch einer Premiumanlage ist, den Kunden durch geeignete Tools zu verdeutlichen, wie sich der Körper durch Training und Ernährung verändert.


seca TRU, das medizinische BIA-Konzept von seca, ist im Rahmen der Überbrückungshilfe III bis zu 90 % förderfähig (Bildquelle: seca GmbH & Co. KG)

Ausblick

Das iQ Fitness ist längst mehr als nur eine gesundheitsorientierte Premiumanlage. Vielmehr ist es eine Marke, die seit Jahren für Qualität in der Region steht. Großen Anteil daran hat Betreiber Klaus Anselm, der seit jeher Mut bewiesen hat, immer wieder in sinnvolle, zukunftsträchtige Innovationen zu investieren. Gerade in Sachen Digitalisierung ist er davon überzeugt, dass es der einzig richtige Weg ist, zu investieren. Die Zeit nach Corona, so der Betreiber, wird eine andere sein und Studios müssen anders bzw. digitaler geführt werden als bisher.

Das iQ Fitness im Quartier in Renchen muss vor der Zeit nach Corona also keine Angst haben. Auch deswegen nicht, weil 98 % der Mitglieder auch während des zweiten Lockdowns die Beiträge weiterhin bezahlt haben und Kündigungen die Ausnahme waren.

Der Autor

  • Constantin Wilser

    Constantin Wilser ist seit 2006 in der Fitnessbranche als Redakteur tätig. Davor absolvierte er sein Bachelor-Studium der Sportwissenschaften am KIT in Karlsruhe. Seit 2019 ist er Bestandteil des BODYMEDIA-Redaktionsteams. Zudem ist er Ansprechpartner für die BODYMEDIA Premium Partner. In seiner Freizeit trainiert der Fußball-Fan gerne im Studio, geht laufen oder fiebert im Fußball-Stadion mit.

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