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Digitalisierung

Die Bedeutung von Wearables und Tracking

Viele Menschen haben früher, etwa beim Laufen, nur über eine App auf dem Smartphone oder der Smartwatch die Entfernung und Leistung getrackt. Heute sind Wearables für die Fitnessbranche weitaus wichtiger. Die Wearable-Technologie ist zum integralen Bestandteil des modernen Hybrid-Fitnessstudios geworden.

Doch wie in der Vergangenheit bereits mehrfach betont, ist Technologie eine langfristige Lösung für den Fitnesssektor, nicht nur ein kurzfristiger Trend. Wenn es also darum geht, ein Beispiel dafür zu geben, dann ist die Wearable-
Technologie der wichtigste Faktor. Hier sind die drei Hauptgründe, warum ich überzeugt bin, dass sie für ein starkes Fitnessgeschäft unerlässlich ist.

Motivation durch Gamification und Community

Vorbei sind die Zeiten, in denen man einen Fitnesskurs oder ein Training beendete und keine wirkliche Vorstellung von seiner Leistung hatte. Durch mobile Technologien haben wir jetzt die Möglichkeit, Gruppenerlebnisse zu schaffen, Communitys zu stärken, Markenerlebnisse zu verbessern und die Motivation zu steigern.

Die Branche erkennt die Vorteile dieser Motivation durch Gamification an, die den Wunsch vieler Trainierender aufgreift, ihre Leistung nachzuverfolgen und in einer positiven Stimmung innerhalb der Community zu konkurrieren, um gemeinsam persönliche oder gruppenbezogene Fitnessziele zu erreichen.

Der Erfolg von Unternehmen wie Peloton sollte Studiobetreiber nicht glauben lassen, Gamification sei ausschließlich im Bereich Homefitness verankert. Gamification kann auch dazu beitragen, Mitglieder in den Fitnessstudios miteinander zu verbinden. Die Trainierenden können ihre persönlichen Wearables nahtlos mit einer integrierten Club-App synchronisieren, um die Leistungen der anderen während eines Kurses in Echtzeit zu verfolgen, egal wo sie sich befinden.

Letztlich führt die Nutzung von Wearables dazu, das Engagement, die Loyalität und die Bindung an die Marke voranzutreiben.

Bessere Daten, bessere Entscheidungen

Die Daten, die Wearables liefern, sind auch von unschätzbarem Wert für die allgemeinen Geschäftsentscheidungen, die ein Fitnessstudio treffen muss. Sie bieten einen direkten Einblick in das, was, wo und wann funktioniert, und eine Möglichkeit, Motivationen, Verhalten und Vorlieben zu verstehen.

Wearables sind heute und in Zukunft ein zentraler Bestandteil eines starken Fitnessunternehmens (Bildquelle: © Friends Stock - stock.adobe.com)

Wie viele Fitnessstudiobesucher synchronisieren beispielsweise ihre Tracker mit einem Laufband? Wie viel Zeit verbringt der Einzelne mit bestimmten Aktivitäten? Und geschieht dies zu Hause, im Freien oder im Studio? Welche Trainingsintensität wird dabei bevorzugt?

Dies kann Clubbetreibern dabei helfen, ihr Wertangebot besser zu definieren und so neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten. Darüber hinaus können Informationen gesammelt werden, die als Grundlage für Marketingaktionen, Wettbewerbe oder die Einrichtung neuer Kurse genutzt werden können. Außerdem kann die Software dabei helfen, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen, und zwar durch Zusatzmitgliedschaften, Up-Selling bestimmter Angebote und die Bereitstellung verschiedener, flexibler Mitgliedschaftsoptionen.

Dem Bedürfnis nach Personalisierung gerecht werden

Ein kürzlich veröffentlichter McKinsey-Bericht zum Thema Wohlbefinden 2030 kam zu dem Schluss, dass Wearables eine entscheidende Rolle bei der künftigen Entwicklung eines Marktes spielen werden, der von Technologie und Personalisierung bestimmt sein wird. Dies bedeutet, dass die Studios jetzt reagieren müssen. Denn der Wunsch des modernen Fitnesskonsumenten, sein Training so zu gestalten, dass es seinen Bedürfnissen am besten entspricht, ist nach wie vor vorhanden.

Durch den Einsatz von Wearables lassen sich Daten verfolgen, messen und zusammenfassen, um Trainingspläne und Inhalte zu erstellen, mit denen die Kunden ihre Gesundheits- und Fitnessziele effizient erreichen und nachhaltigere Gewohnheiten entwickeln können. Dieser Ansatz trägt dazu bei, dass sich die Kunden gestärkt und wertgeschätzt fühlen und bereit sind, auf ihrem individuellen Fitnessweg weiter voranzukommen.

Die Verwendung von mobilen App-Lösungen hat das Fitness-Tracking von einer Randerscheinung in den Mittelpunkt der Studios gerückt. Da Wearables mit den Apps synchronisiert werden können, können sie sowohl im Fitnessstudio als auch zu Hause bei Video-Workout-Kursen oder beim Training im Freien eingesetzt werden. Studios können alles messen, vom Schlafverhalten über die Herzfrequenz und den Blutdruck bis hin zu den täglich zurückgelegten Schritten und den Vorteilen bestimmter Trainingsarten.

Fazit

Da sich Fitnessunternehmen allmählich von Studios zu ganzheitlich gesundheitsorientierten Unternehmen wandeln, können Wearables dazu beitragen, dass Trainer ein weitaus umfassenderes Bild von ihren Kunden erhalten, indem sie neben den Leistungsdaten und Fortschritten auch Informationen über andere Faktoren als das Training, wie z. B. die Kalorienaufnahme und die Ernährung, erhalten. Die Einführung von Wearables ist mehr als nur ein Trend. Sie ist heute und in Zukunft ein zentraler Bestandteil eines starken Fitnessunternehmens.

Bildquelle Header: © Friends Stock – stock.adobe.com

Der Autor

  • Hugo Braam

    Hugo Braam ist Mitbegründer und CEO von Virtuagym. Das Unternehmen bietet u. a. hybride All-in-one-Trainingssoftware für Fitness- und Gesundheitsstudios an.
    Kontakt: www.virtuagym.com/de

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