Auslöser ist ein aktueller Vorfall in einer Leipziger Sauna, bei dem zwei Frauen heimlich gefilmt wurden. Trotz des klaren Eingriffs in die Intimsphäre wurden Ermittlungen eingestellt, da öffentlich zugängliche Sauna- und Wellnessanlagen rechtlich nicht als „besonders geschützte Räume“ gelten.
Warum das Fitnessstudiobetreiber betrifft
Saunen sind Vertrauensräume. Heimliche Aufnahmen gefährden nicht nur die Privatsphäre der Gäste, sondern auch die Glaubwürdigkeit von Studios, die für Sicherheit und Schutz stehen. Hausordnungen oder Handyverbote helfen zwar präventiv, bieten jedoch bislang keine ausreichende rechtliche Absicherung.
Der Deutsche Sauna-Bund warnt seit Jahren vor dieser Schutzlücke und fordert jetzt eine klare gesetzliche Regelung, die voyeuristische Aufnahmen in Saunen, Wellness- und Badeanlagen ausdrücklich unter Strafe stellt. Ziel ist mehr Rechtssicherheit – für Gäste und Betreiber.
Bis zu einer gesetzlichen Klarstellung gewinnt das Thema für Fitnessstudios an Bedeutung: Klare Regeln, sichtbare Kommunikation und geschultes Personal werden zunehmend zum entscheidenden Faktor für Vertrauen und Mitgliederbindung.
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