ems-training.de hat die Marktstudie „EMS-Training 2026 – Daten. Trends. Perspektiven." vorgelegt. Sie verbindet Marktdaten, eine eigene Endkundenbefragung und eine wissenschaftliche Einordnung des deutschen Ganzkörper-EMS-Markts und steht als PDF zum Download bereit.
Laut Studie hat sich Ganzkörper-EMS von einem Nischenangebot zu einem etablierten Segment entwickelt, das durch regulatorische Vorgaben und Qualitätsstandards deutlich professioneller geworden ist. Zugleich konsolidiert sich der gewerbliche Markt: Die Zahl reiner EMS-Studios ging von 1.434 im Jahr 2022 auf 1.269 im Jahr 2025 zurück, die rund 180.000 Mitglieder zählen. Im Vordergrund stehen damit weniger Wachstum als Qualität, Positionierung und wirtschaftliche Stabilität.
Auffällig ist die Altersstruktur. In reinen EMS-Studios sind rund 74 % der Mitglieder 40 Jahre oder älter, etwa 60 % liegen zwischen 40 und 60 Jahren. EMS spricht damit vor allem Zielgruppen an, für die Muskel- und Rückengesundheit, Prävention und zeiteffizientes Training an Bedeutung gewinnen. Die Endkundenbefragung – 497 auswertbare Antworten, nicht bevölkerungsrepräsentativ – zeigt eine hohe Bindung: 86,8 % der aktiven Befragten trainieren seit mehr als drei Jahren mit EMS, 95,8 % nehmen ihre Termine regelmäßig wahr. Als größte Vorteile nennen sie den geringen Zeitaufwand (82,8 %) und die persönliche Betreuung (57,7 %).
Wissenschaftlich verorten die Autoren den belastbaren Kern im betreuten Muskeltraining – Kraft, Muskelmasse, funktionelle Leistungsfähigkeit und Sicherheit bei fachkundiger Anwendung. Eine systematische Übersichtsarbeit von Kemmler et al. mit 58 Studien und über 2.000 Teilnehmenden dient dabei als Grundlage. Die Studie betont zugleich, dass EMS kein Selbstbedienungsangebot ist: Sicherheit entstehe nicht durch das Gerät, sondern durch qualifiziertes Personal und kontrollierte Belastungssteuerung. Unbetreutes EMS für zuhause entspreche weder professioneller Anwendung noch den Sicherheitsempfehlungen.
Als Fazit ordnet die Studie EMS realistisch ein: weder kurzfristiger Trend noch Allheilmittel, sondern ein betreuungsintensives Trainingsformat, dessen Zukunft in nachvollziehbarem Nutzen und gesicherter Qualität liege – gerahmt durch Medizinproduktevorgaben, die NiSV und die DIN 33961-5.
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