Jeder zweite Heilmittelerbringer begrüßt TI-Verschiebung

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Die Mehrheit der deutschen Heilmittelerbringer befürwortet die Verschiebung der TI-Anbindung auf den 1. Oktober 2027. Das bestätigt eine aktuelle Fokus-Befragung der Stiftung Gesundheit. Ursprünglich sollte die Pflicht bereits zum Januar 2026 greifen, bevor der Termin im 4. Quartal 2025 neu angesetzt wurde.

Fast jeder zweite Heilmittelerbringer (47 Prozent) begrüßt die gewonnene Zeit durch die Verschiebung der TI-Anschlusspflicht. Während sich gut 30 Prozent neutral positionieren, sieht knapp ein Viertel (23 Prozent) die Verschiebung kritisch. Interessant ist der Blick ins Detail: Hebammen und Logopäden bewerten den neuen Zeitplan deutlich positiver als ihre Kollegen aus der Physiotherapie und Ergotherapie. Hier sind die Bewertungen der Fachgruppen einsehbar. 

Positiv bewertet werden vor allem der Zeitpuffer (34,0 %) und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch (27,8 %). Kritisch sehen die Heilberufler jedoch die Signalwirkung: 31,5 Prozent fühlen sich durch den Zickzack-Kurs verunsichert, weitere 27,5 Prozent beklagen den administrativen Mehraufwand, den die Neuplanung mit sich bringt.

„Die beschlossene Verschiebung darf nicht als Bremse verstanden werden.“

Simeon Ruck, Vorstand Marketing, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit Verband Heilmittelsoftware

Trotz des neuen Zeitplans hält rund 43 Prozent der Branche am Kurs fest und setzt die TI-Implementierung konsequent fort. Demgegenüber steht eine fast identisch große Gruppe, die den Aufschub nutzt, um vorerst keine Fakten zu schaffen. Lediglich 14 Prozent haben sich noch nicht auf eine Strategie festgelegt.

 

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Textquelle: © Stiftung Gesundheit