Mit der Vollzulassung der gematik für die HSM-B-Technologie im TI-Gateway und dem Rollout der neuen TI-Gateway-Version im Juni wurde die Grundlage für diese Entwicklung bereits vor Wochen gelegt. Offen war nur noch, ab wann die einzelnen Berufsgruppen damit tatsächlich arbeiten können. Genau das ist jetzt für rund 170.000 Leistungserbringer-Institutionen geschehen.
Seit Mitte Juli stehen die benötigten digitalen Institutionszertifikate über den Anbieter medisign bereit – für Physiotherapie, Zahnarztpraxen, Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Geburtshilfe, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungstherapie, Podologie sowie Hilfsmittelerbringer.
„Für alle betroffenen Leistungserbringer heißt das: Der TI-Zugang wird so flexibel und mobil wie noch nie.“
Jan Hesmert, Produktverantwortlicher eHealth Experts GmbH
Ohne die bisher benötigte SMC-B-Karte entfallen der Versand, die Wartezeiten sowie die Kartenterminals – und mit ihnen häufige Fehlerquellen wie wiederholte PIN-Eingaben oder Verbindungsabbrüche. Der Zugang lässt sich stattdessen mobil per Laptop oder Tablet herstellen und auch die Verwaltung des TI-Zugangs wird einfacher. Anwendungen wie der Nachrichtendienst KIM oder die elektronische Patientenakte (ePA) werden so auch für Einrichtungen praktikabel, für die eine klassische Hardware-Anbindung bislang zu aufwendig war. Vor allem mobil arbeitende Leistungserbringergruppen profitieren davon.
Mit rund 51.000 Praxen ist die Physiotherapie die größte neu hinzukommende Gruppe. Hier bietet HSM-B die Chance auf einen unkomplizierten Einstieg ohne Kartenaufwand.
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