Fitness an der Schule

Die Grundschule an der Feldbergstraße bewegt sich - nicht nur im Fitnessraum, sondern neuerdings auch draußen an der frischen Luft. Mit einem "Outdoor Fitness-Parcours" erweitert die Schule ihr "Fittras"-Programm - also Fitness-Training in der Schule. Die Idee: An Tagen ohne Schulsport sollen die Kinder zwei Mal 20 Minuten Sport treiben - und das noch während der Unterrichtszeit. Das ist in München bislang einmalig, obwohl wissenschaftliche Studien den Erfolg des Programms belegt haben: Die Schüler sind nicht nur konzentrierter, sie sind auch leistungsstärker. In diesem Schuljahr nehmen erstmals alle 13 Klassen der Grundschule am Fitnessprogramm teil.

Josef Tress vom Schul- und Kultusreferat der Stadt München weiß: "Bewegung macht klug." Die Gesundheit eines Kindes wirke sich auch auf dessen intellektuelle Entwicklung aus. Deshalb habe die Stadt bereitwillig die neue Außenanlage für 43.000 Euro "schnell und unkompliziert" finanziert. "Denn die Grundschule hat mit ihrem Programm Vorbildcharakter" so Tress. Darin war er sich mit Stadtrat Georg Kronawitter (CSU) einig. Er fühle eine "tiefe Dankbarkeit für jene Menschen, die eine Sache in die Hand nehmen und umsetzen", sagte Kronawitter. In diesem Fall war es die Konrektorin der Grundschule, Myriam Lösch, die das Programm vor rund einem Jahr ins Leben gerufen hatte. Der Pate des Projekts, Wettkampfkletterer Stefan Glowacz, lobte die Initiave vor allem dafür, dass sie "die Sprache der Zeit" spreche und auf die "Bedürfnisse der Kinder abgestimmt" sei.

Künftig können sich die Schüler jeweils für 20 Minuten an einer Balancier-Brücke, in einem Hindernisparcours und an Trainingsstangen austoben. Am Ende des Schuljahres gibt es für jeden Schüler für die erfolgreiche Teilnahme dann eine Urkunde.