Evaluation der Heilmittel-Richtlinie: SHV fordert mehr Therapieautonomie und weniger Bürokratie

Bildquelle: © Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) e.V. | Katrin Schubert (dbs), Ute Repschläger (IFK), Jeannette Polster (BV für Podologie), Manuela Pintarelli-Rauschenbach (VPT), Andrea Rädlein (Physio Deutschland) (v.l.n.r.)

Hat die Reform der Heilmittel-Richtlinie die Praxen wirklich entlastet? Auf dem G-BA-Fachtag in Berlin zog der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) Bilanz und machte deutlich, worauf es jetzt ankommt: konsequente Entbürokratisierung und mehr Therapieautonomie für eine bessere Patientenversorgung.

Vergangene Woche lud der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zum Heilmittel-Fachtag nach Berlin. Im Fokus stand die Evaluation der 2019 eingeführten Reform der Heilmittel-Richtlinie und des Heilmittelkatalogs. Zentral war dabei die Frage: Wurden die Ziele erreicht, die Patientenversorgung zu verbessern und gleichzeitig die Praxen spürbar zu entlasten?

Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) war stark vertreten und lobte die ungewohnt intensive Einbindung der Heilmittelerbringer in das Verfahren. SHV-Vorsitzende Manuela Pintarelli-Rauschenbach (VPT) vertrat die Interessen der Praxen in einem eigenen Fachvortrag und auf dem Podium. Darin forderte sie für die Zukunft vor allem mehr Therapieautonomie, um den Beruf attraktiver zu machen. Zudem betonte sie die Notwendigkeit einer konsequenten Entbürokratisierung durch schlanke, digitale Prozesse – damit wieder die eigentliche Arbeit am Patienten im Mittelpunkt steht. Unterstützt wurde Pintarelli-Rauschenbach vor Ort durch die Anwesenheit der SHV-Vorstandsmitglieder Katrin Schubert (dbs), Ute Repschläger (IFK), Jeannette Polster (BV für Podologie), Andrea Rädlein (Physio Deutschland), Stephan Olbrich (dbl) und Irini Tsangaveli (DVE).

Neben den Perspektiven von Krankenkassen und Ärzten gab Barbara Geiger vom Bundesministerium für Gesundheit einen Ausblick auf die mögliche Zukunft der Branche. 

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