Unter dem Leitthema „Resilienz – und was die Fitnesswirtschaft dazu leisten kann“ diskutierten Experten gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Krankenkassen, Wissenschaft und Wirtschaft über die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitssystems und die Rolle von Sport und Training als gesellschaftliche Stabilitätsfaktoren.
Die bedeutende Rolle der Fitnesswirtschaft
Der Generalsekretär der SPD und MdB Tim Klüssendorf eröffnete den DIFG-Wirtschaftstag mit einer Videobotschaft und stellte das Thema der Resilienz in einer sich ständig verändernden Welt in den Vordergrund. Dabei spiele in seinen Augen die Fitnesswirtschaft eine sehr wichtige Rolle. Die Fitnesswirtschaft zeige durch Innovation und Anpassungsfähigkeit ein hohes Maß an Resilienz.
Resilienz als Aufgabe von Prävention, Politik und Branche
Aus Sicht der Charité machte Astrid Lurati, Finanzvorständin der Charité – Universitätsmedizin Berlin, deutlich: Angesichts des demografischen Wandels beginne Resilienz im Gesundheitssystem vor der Erkrankung. Prävention und Bewegung seien zentrale Hebel, um stationäre Strukturen langfristig zu entlasten.
„Die Fitnesswirtschaft ist kein reiner Freizeitsektor, sondern mittlerweile ein sehr wichtiger Wirtschafts- und Ausbildungszweig. Der DIFG-Wirtschaftstag hat eindrucksvoll unterstrichen: Wer den Gesundheitssektor stärken will, kommt an der Fitnessbranche nicht mehr vorbei. Wir sind bereit für den Schulterschluss!“
Stephan Schulan, Vorstand DIFG
Susanne Wilhelmi, Referentin Prävention beim BKK Dachverband, ordnete das Thema aus Sicht der gesetzlichen Krankenkassen ein. Prävention ist gemäß § 20 SGB V eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherungen und damit fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig betonte sie die Notwendigkeit valider Daten, um den präventiven Nutzen von Bewegung und Training noch klarer gegenüber der Politik zu belegen und Prävention politisch weiter zu stärken.
„Wir liefern die Infrastruktur für die körperliche und mentale Widerstandskraft der Menschen. Dass wir heute Experten aus Politik, Wirtschaft und Medizin beim DIFG-Wirtschaftstag dabeihatten, beweist unseren Fortschritt und Relevanz in gesundheitsrelevanten Themenfeldern.“
Janina Erens, Vorständin DIFG
Dr. Anja Konhäuser, CEO und Gründerin von OMMAX, zeigte, wie Künstliche Intelligenz Anpassungsfähigkeit beschleunigen kann – in Unternehmen ebenso wie im Trainingsalltag. Richtig eingesetzt eröffne sie der Fitnesswirtschaft neue Möglichkeiten zur Individualisierung, Effizienzsteigerung und nachhaltigen Kundenbindung. Stephan Mayer, MdB (CDU) und Mitglied des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, betonte schließlich die gesellschaftliche Kraft des Sports – auch im Kontext möglicher Olympiabewerbungen. Resilienz entstehe dort, wo Bewegung selbstverständlich zum Alltag gehört. Die Fitness- und Gesundheitsbranche verstehe sich dabei als ergänzender Partner des Vereinssports.
Beim DIFG-Wirtschaftstag 2026 tritt die Politik nicht nur als Gast, sondern als aktiver Dialogpartner auf. Der Austausch mit MdB Stephan Mayer zeigt, dass die Branche sich weiter professionalisiert und Fortschritt durch Austausch erzielt. Der DIFG etabliert sich als Plattform für die Entscheider unserer Industrie!“
Nicolas Hessel, Vorstand DIFG
Im Abschlusspanel herrschte Einigkeit: Die Fitnessbranche verstehe sich zunehmend als systemrelevanter Partner im Gesundheitswesen und als aktiver Gestalter präventiver Gesundheitsstrategien.
Der diesjährige DIFG-Wirtschaftstag war ein wichtiger Moment für unsere Branche. Dieser Tag zeigte, die Fitnesswirtschaft ist kein Randthema mehr, sondern ein integraler Partner der Gesundheitspolitik. Als Branche haben wir gemeinsam ein starkes Signal für einen resilienten Gesundheitssektor gesetzt!“
Thorsten Rebek, Geschäftsführer DIFG
Bildquelle: © DIFG