Richtig essen macht schlau
Omega-3-Fettsäuren für geistige Fitness
Lebensstil, Lebenszufriedenheit und Ernährung sind für den Alterungsverlauf mitentscheidend. Vitamin C und E beflügeln das Hirn heißt es in einem Artikel bei "diepresse.com". Und weiter: <<Vergesslichkeit ist nur ein Symptom einer nachlassenden Hirntätigkeit im Alter. Es ist ein bekanntes Phänomen, dass die Gedächtnisleistung im Alter kleiner wird. Aber auch andere kognitive Leistungen nehmen ab, wie etwa die Fähigkeit, erworbenes Wissen anzuwenden, die Konzentrationsfähigkeit, auf Ereignisse rasch zu reagieren – man wird nicht nur im Gehen langsamer.
"Altern ist ein natürlicher, lebenslanger Prozess, der nicht krankhaft ist", sagt Dr. Doris Bach, brain-care Wien. Aber Altern ist nicht nur rein biologisch programmiert – die Anzahl der Hirnzellen und der Synapsen, Kontaktzellen zwischen den Nervenzellen, nimmt ab –, sondern auch durch das eigene Verhalten beeinflussbar. "Lebensstil und Lebenszufriedenheit sind bedeutende Prädiktoren für den Alterungsverlauf", sieht die Geronto-Psychotherapeutin eine Chance für die Erhaltung der Hirnfitness. So beobachteten schwedische Altersforscher, dass Senioren ihre geistige Kapazität länger bewahrten, wenn sie eine entspannte, zufriedene Haltung ihrem Leben gegenüber hatten, kontaktfreudig und aufgeschlossen waren.
Eine wichtige Rolle spielt die Ernährung. Man sollte es nicht glauben, aber bei vollen Tellern leiden vor allem ältere Menschen an einem Mangel wertvoller Nährstoffe. Auf einem Workshop in Madrid berichtete etwa Prof. David Kennedy aus England über die positive Wirkung von Vitamin C und E auf die Hirnfunktion. Ältere Menschen brauchen auch mehr von den Vitaminen D und B12.
Kann man sich gescheit essen?
Zufolge einer aktuellen Studie des Wiener Psychiaters Univ.-Prof. Dr. Paul Amminger von der medizinischen Universität Wien haben Fischöl-Omega-3-Kapseln eine zellschützende Wirkung und fördern die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Doch gerade auf dem Speiseplan älterer Menschen fehlen diese wertvollen Nährstoffe. Nahrungsergänzungsmittel können diesen Mangel ausgleichen. In Österreich greift jeder Dritte über 50-Jährige zur Stärkung seiner Hirnleistung zu einer Ernährungssupplementation.
Oft fehlen für die Wirksamkeit allerdings wissenschaftliche Nachweise. Prim. Dr. Andreas Winkler, ärztlicher Leiter der Klinik und des Kurhotels Bad Pirawarth, legte während der wissenschaftlichen Fortbildungswoche der österreichischen Apothekerkammer in Saalfelden ein Konsensus-Statement "Nutrition und Kognitio" über ein neues Kombinationspräparat zur Stärkung kognitiver Leistungen vor.
In seinem Vortrag "Kann man (sich) gescheit essen?" berichtete er über die Ergebnisse eines interdisziplinären Expertenteams, das die in dem neuen Präparat Acutil enthaltenen Wirkstoffe eingehend getestet hatte. Es sind insgesamt acht Inhaltsstoffe: Fischöl, davon Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA, Bausteine für die Zellmembran; Ginkgo biloba zur Unterstützung der Durchblutung; Phosphatidylserin, das die Freisetzung von Neurotransmittern stimuliert, Vitamin E, ein Antioxidans, Folsäure und Vitamin B12 zur Unterstützung des Nervenstoffwechsels.
Die stärkste Wirkung hinsichtlich kognitiver Leistungen zeigt sich bei den Omega-3-Fettsäuren sowie bei Folsäure und Vitamin B12. Diese Bestandteile mit ihrem breiten Wirkungsfeld sollen vor allem älteren Menschen helfen, mental fit zu bleiben. Bisher gab es keine Studie, in der kombinierte Nahrungsergänzungsmittel bei gesunden älteren Menschen so umfassend getestet wurden.
- Quelle(n):
- www.diepresse.com
- www.pixelio.de








