Trends & Specials

Warum Studiobetreiber Leasingverträge nicht stunden sollten

In Zeiten, die von Unsicherheit, Kurzarbeit und Beitragsausfällen geprägt sind, suchen Fitnessstudiobetreiber nach Lösungen, um ihre Liquidität aufrechtzuerhalten. Ein beliebtes Mittel dafür ist es geworden, Leasingbeiträge zu stunden oder nicht zu bezahlen. Warum das keine gute Idee ist, erklärt der Leasingexperte und Geschäftsführer von Hoenen Leasing, Stefan Hoenen.

Die aktuelle Stimmung im Markt ist sehr verhalten – das zeigt insbesondere der Rückgang der Investitionen. Betroffen sind viele Branchen, nicht nur die Fitnessbranche. Es gibt aktuell zwei Gruppen von Fitnessstudiobetreibern. Die einen bereiten sich gerade z. B. mit Renovierungsarbeiten auf die Wiedereröffnung des Fitnessstudios vor, während die andere Gruppe aufgrund der unsicheren Lage derzeit eher zurückhaltend agiert und abwartet.

Schlechteres Rating = Teureres Leasing?
Durch die Corona-Krise und die Schließung der Fitnessstudios wurde das Kreditrating der Branche insgesamt herabgesetzt, was den Abschluss von Leasingverträgen oder Krediten natürlich erschwert. Hinzukommt, dass manche Fitnessstudiobetreiber entschieden haben, keine Leasingraten mehr zu bezahlen. Es ist allerdings sehr empfehlenswert sich das gut zu überlegen, denn das Nichtbezahlen des Leasings kann weitreichende Folgen haben. Insbesondere in der kurz- und mittelfristigen Perspektive wird es durch die Herabsetzung des Ratings, für Fitnessstudios schwieriger Leasingverträge zu bekommen. Erschwert wird es vor allem durch stärkere Auflagen, die nun zusätzlich nötig werden können. Das sind u. a. Bankauskünfte, Selbstauskünfte und ein Corona-Fragebogen, in dem dargestellt wird, welche Hilfen man schon erhalten hat, welche Gelder bereits beantragt wurden und wir gut man für die Krise auf der finanziellen Seite, insbesondere durch Rücklagen und Sicherheiten gewappnet ist. Für die langfristige Perspektive sollte es jedoch keine Probleme geben. Sobald die Fitnessstudios wieder öffnen dürfen, wird das Rating steigen – es kann unter Umständen aber bis zu einem Jahr dauern bis der Ausgangswert wieder erreicht ist. 

Was man zudem nicht vergessen darf, ist, dass es viele kleine Leasinggesellschaften gibt, die keine Banken im Hintergrund haben und ähnlich wie die Fitnessstudios, die auf die Zahlungen ihrer Mitglieder angewiesen sind, von den Leasingraten der Fitnessstudios abhängen. Daher sollte man nicht einfach entscheiden, seine Leasingraten nicht mehr zu bezahlen, sondern, bei wirklichen Liquiditätsproblemen, mit dem Leasingpartner in den Austausch gehen und gemeinsam nach Lösungen suchen. 

Trotz der verhaltenen Lage stehen einige Fitnessstudiobetreiber vor der Frage, ob es sich nun lohnt mit den Investitionen zu warten oder diese noch während der Krise zu tätigen. Fitnessstudiobetreiber, die geplant haben im Herbst oder Winter zu investieren, sollten prüfen, ob es sich lohnt, die Investitionen nun anzuschieben. Schließlich weiß niemand, ob das Rating der Fitnessbranche durch die Corona-Krise noch weiter nach unten geht und die Kreditvergabe zusätzlich erschwert. Leasinggesellschaften haben hierfür Möglichkeiten, um die Fitnessstudiobetreiber zu unterstützen, sei es nun durch etwas kleinere Leasingraten zu Beginn oder den späteren Start der Leasingbeiträge. Wer hingegen bereits eine Anzahlung leisten kann, der hat bessere Chancen einen Leasingvertrag zu bekommen, da das Risiko für den Leasinganbieter geringer wird. Zudem verringern sich in diesem Fall die Leasingraten.

Leasen oder kaufen?
Gerade in der jetzigen Zeit ist das Leasing die sicherere Variante. Keiner von uns weiß was noch auf uns zukommt und selbst, wenn jemand das Geld zum Kauf hätte, kann das in anderen Bereichen oder sogar als Absicherung für die Zukunft gut eingesetzt werden. So bleibt der Fitnessstudiobetreiber liquide und kann auf die schnellen Veränderungen in der aktuellen Zeit reagieren. Sie sind auf der Suche nach attraktiven Leasingangeboten von Precor-Fitnessgeräten? Dann lohnt es sich einen Blick auf den Precor Leasingberater zu werfen: https://www.precor.com/de/resources/ihr-ratgeber-zu-finanzierung-und-leasing-von-fitnessgeraten  

Unter dem Hinblick steigender Leasingzinsen oder auch der Gefahr der Kündigung eines Leasingvertrages macht es also durchaus Sinn, die Leasingraten zu bezahlen. Wer das nicht aus eigener Kraft schafft, sollte die Hausbank als ersten Ansprechpartner sehen, um herauszufinden, welche Möglichkeiten zur Überbrückung es gibt. 

Wenn sich die Krise verlängert, kann der Wunsch aufkommen, den Start bereits abgeschlossener Leasing-Verträge nach hinten zu verschieben. Das ist im Rahmen eines Leasingvertrages möglich, da die Leasingzusage im Normalfall etwa 6 Monate gültig ist.

Fazit
In keinem Fall sollte man Leasingraten einfach nicht bezahlen. Im schlimmsten Fall kann es nämlich passieren, dass die Leasinggesellschaften den Vertrag kündigen. Neuverträge, sofern sie überhaupt zustande kommen, werden dann mit ungünstigeren Bedingungen für den Fitnessstudiobetreiber abgeschlossen. Die meisten Leasinggesellschaften sind offen für Vorschläge ihrer Kunden, wenn diese mit konkreten Angeboten zur Zahlung der Leasingraten auf sie zukommen. Man sollte daher auf jeden Fall den Kontakt suchen. 

Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung eines Webinars, das von Precor – Amer Sports Deutschland durchgeführt wurde. Wer sich das Webinar anschauen möchte, kann das unter diesem Link tun: https://bit.ly/2VA1mEi

 

Quelle:
Bild: Olivier Le Moal - stock.adobe.com

Der Autor

  • Stefan Hoenen

    Stefan Hoenen gehört zu den renommiertesten Leasinganbietern in der Fitnessbranche und vielen weiteren Branchen. Mit seiner Leasinggesellschaft HOENEN LEASING bietet er maßgeschneiderte Lösungen für Leasings aller Art. Kontakt: info@hoenen-leasing.de