Physiotherapie

Marktübersicht Körperanalyse

Durch immer komplexere Krankheitsbilder stoßen die Anamnesemethoden in der Physiotherapie teilweise an ihre Grenzen. Um Therapeuten ein umfassendes Bild der Problematik zu geben, setzen sich in der Physiotherapie immer mehr geräteunterstützte Möglichkeiten der Körperanalysen durch. In unserer Marktübersicht stellen wir ausgewählte Anbieter vor.

 

Der Anamneseprozess in der Physiotherapie beschränkt sich meist auf die Wahrnehmung von zwei Personen. Zum einen die des Patienten, der versucht, seine Schmerzpunkte zu orten und einzuschätzen, was gut für ihn ist und was weniger gut ist. Zum anderen ist da die Perspektive des Therapeuten, der seine eigenen standardisierten Methoden hat, um herauszufinden, wo er am besten mit der Behandlung starten und wie diese aussehen sollte. 

Im Rahmen einer orthopädischenBehandlung mag das durchaus ausreichend sein – mit dem stärker werdenden Bewusstsein, dass Schmerzen komplexere Ursachen haben, stoßen diese Methoden an ihre Grenzen. Insbesondere bei nicht orthopädischen Problemstellungen geben Körperanalyse-Geräte Hinweise auf die Größe des Problems bzw. bieten mögliche Ansatzpunkte zur Behandlung. Durch die mögliche Dokumentation sind Fortschritte erkenn- und visualisierbar. Das hilft Patient und Therapeuten. 

Klassisches Beispiel ist langjähriges Übergewicht, das bereits ärztlich als metabolisches Syndrom klassifiziert wurde. Irgendwann treten durch die hohe Belastung des Skelett- und Bewegungsapparates Schmerzen z. B. in den Gelenken auf. Für jeden Außenstehenden ist klar, dass der Patient Gewicht reduzieren und bestenfalls auch noch stabilisierende Muskulatur aufbauen muss, um weniger Schmerzen zu empfinden. Trotzdem kommt der Patient in die Physiopraxis, um sich therapeutisch behandeln zu lassen. Kann diesem anhand einer Analyse klargemacht werden, wie schwerwiegend sein Problem ist, erhält der Therapeut einen besseren Zugang, um eine Verhaltensveränderung des Patienten einzuleiten. Mithilfe einer Spiroergometrie kann er den tatsächlichen Kalorienbedarf feststellen, mit einer BIA-Messung kann deutlich gemacht werden, wo die richtigen Problemzonen sind, bzw. auf das viszerale Fett hingewiesen werden und im Rahmen einer Kraftmessung erfährt der Patient, dass er sich verbessert, wenn er anfängt zu trainieren. 

Die Möglichkeiten von geräteunterstützter Körperanalyse sind heutzutage vielfältig. Von Spiroergometrie über BIA-Messungen bis hin zu Kraftmessungen und selbst der Einschätzung koordinativer Fähigkeiten ist alles möglich. In unserer Marktübersicht bieten wir eine umfangreiche Übersicht zu Anbietern aus dem Bereich geräteunterstützte Körperanalyse. 

Hier geht's zur vollständigen Marktübersicht für digitale Anbieter im Physiobereich.

 

Quelle
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