Physiotherapie

Der nächste Schritt in der Eigenbehandlung – Rollst du noch oder triggerst du schon?

Faszientraining – Seit ein paar Jahren schwören jede Menge Menschen auf die „Heilkunst“ der Faszienrolle. Viele Erfahrungen haben wir bislang gemacht: Tut mir das gut? Ist es Zeitverschwendung oder schade ich mir etwa damit? Versprechen wir uns nicht zu viel von der Faszienrolle? Ein Umdenken ist angebracht, sagen viele Experten in der Therapie und in der Fitnesswelt. Warum? Dieser Frage geht Thomas Marx auf den Grund.

Einige Studien, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden, zeigen eindeutig, dass die Wirksamkeit der Faszienrolle infrage steht und nur minimal bis gar nicht ersichtlich ist. Dies ist auch das Bild, welches sich in den letzten 1 ½ Jahren in den Physiotherapiepraxen abgezeichnet hat. Hierzu gibt es ein klares Meinungsbild: „Das funktioniert eh nicht, das wissen wir bereits schon lange! Die Wirkung sei zu oberflächlich und das Hin und Her-Rollen ist für die Zirkulation eher kontraproduktiv,“ so viele Physiotherapeuten. Viel wichtiger ist es ihnen, dass sich die Menschen bewegen und etwas gegen ihre Bewegungseinschränkungen und Schmerzen tun möchten. 

Beziehen wir hier zunächst einmal Stellung bezüglich der Wirksamkeit. Zu regenerativen Zwecken, etwa um ein „Erholungsgefühl“ zu erzielen, scheint die Rolle die richtige Wahl zu sein. Nur leider hält die Wirkung nicht lange an, denn nach der Roll-Behandlung verpufft der Reiz regelrecht. Man sollte auch beachten, dass nur in eine Richtung gerollt werden sollte und zwar Richtung Herz. Dadurch entsteht kein allzu hoher „Druck“ für das Gefäßsystem und man braucht sich keine Sorgen zu machen, ob kleinste Venolen beschädigt werden.

Nun könnte man sagen, die Faszienrolle eignet sich, um ein „Wohlfühl-Gefühl“ entstehen zu lassen, für mehr aber auch nicht. Eine altbewährte Therapiemethode belegt dies allerdings und scheint tatsächlich zu halten, was sie verspricht. Wenn wir tiefliegende myofasziale Verspannungen, Verklebungen, Dysfunktionen lösen wollen, brauchen wir drei Komponenten aus der Therapie: Eine punktuelle, langanhaltende und tiefe Komponente. Diese drei Faktoren sind, laut Manualtherapeuten, essenziell für eine erfolgreiche Therapie einer myofaszialen Verspannung.

 


Triggern kann vom Patienten jederzeit alleine durchgeführt werden

 

Diese Methode kommt aus der Akupressur, die bereits seit Jahrtausenden praktiziert wird. Warum? – Weil sie funktioniert! Die Akupressur kommt aus dem alten China und wurde in der Gegenwart zu einer moderneren Triggerpunkttherapie modifiziert. Menschen, die alltägliche, orthopädische Schmerzen, wie z. B. klassische Rückenschmerzen, Schulter-Nackenbeschwerden, Fuß- oder Wadenschmerzen etc. haben, die aus myofaszialen (muskuläre) Verspannungen aber auch Triggerpunkten resultieren, brauchen diese Therapiemethode, um ihren Schmerzen effektiv entgegenwirken zu können. Nun können wir behaupten, dass es eine tiefliegende Stimulation benötigt, um verkrampftes, verspanntes oder verklebtes Gewebe zu lösen. Die tiefliegende Stimulation bewirkt, dass eine punktuelle Dehnung des verkrampften Gewebes entsteht (hierbei müssen Aktin und Myosin auseinandergezogen oder gepresst werden). Die langanhaltende Stimulation bewirkt, dass auf neuronaler und hormoneller Ebene eine Hemmung der Schmerzreizweiterleitung resultiert – es tritt eine Hemmung der Schmerfasern ein. Der tiefe Reiz ist rein mechanisch zu verstehen, denn hartnäckige Verspannungen liegen tief im Gewebe, wie beispielsweise chronische somatische Schmerzbilder. Um diese gezielt lösen zu können, muss der Therapeut mit seinem Daumen auch an die tiefliegende myofasziale Störung kommen, um die Verspannung lösen zu können. Das Triggern bekommt somit einen ganz neuen Stellenwert in der Eigenbehandlung für zuhause, auf der Arbeit oder wenn man unterwegs ist. Durch die Triggermethode können wir uns sicher sein, dass man ein Stück altbewährte Therapie mit nach Hause nimmt. 

 

Triggern ist das neue Rollen

 

Das junge Startup TMX Trigger hat sich der Herausforderung gestellt, ein wirkungsvolles aber einfaches Tool zu entwickeln, um myofaszialen Verspannungen auf therapeutischer Basis den Kampf anzusagen. Denn für TMX steht eins im Vordergrund: den Menschen ein biomechanisches Werkzeug an die Hand zu geben, das bei Verspannungen wirklich funktioniert.

Daher ist der TMX original Trigger der erste Trigger für den Endkunden auf den Markt gekommen, um Schmerzen therapeutisch entgegenwirken zu können. Hinter dem Trigger „ORIGINAL“ steckt allerdings noch viel mehr: TMX hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Philosophie – sogar eine eigene neugedachte Triggerwelt – hinter dem Produkt aufzubauen. Neben den Produkten steht auch eine Aufklärung mit eigener Studien auf dem Programm. Diese werden mit Unterstützung von Dr. Robert Schleip geleitet. Innovatives Wissen wird durch die TMX Ausbildungen weitergegeben und durch eine § 20-Zertifizierung an den Endkunden gebracht.

Um beweisen zu können, dass die Triggerpunktmethode der nächste Schritt in der Faszien-/Eigenbehandlung ist, möchten wir mit Basiswissen über die Triggerpunkttherapie in der nächsten Ausgabe der BODYMEDIA Physio aufklären. Woher kommt die Triggerpunkttherapie, wer hat sie anfänglich studiert und wie ist ihre tatsächliche Wirkung. Seid gespannt und geht mit uns den nächsten Schritt. Und wann triggerst du?

 

Quellen
Fotos: TMX Trigger
 

Der Autor

  • Thomas Marx

    Thomas Marx ist der Gründer und Erfi nder von TMX Trigger. Er ist nicht nur Physiotherapeut, sondern auch Osteopath, Chirotherapeut und Kinderosteopath mit einer eigenen Praxis in Köln.

    Kontakt: www.tmx-trigger.de

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