Management

Businessplan: Der Weg zur erfolgreichen Selbstständigkeit

Herzlichen Glückwunsch! Ihr liebt, was ihr tun, und habt euch dazu entschieden, ein eigenes Business zu gründen. Diese Entscheidung ist der erste Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Damit euer Unternehmen von Anfang an auf soliden Beinen steht und ihr mit dem, was ihr liebt, erfolgreich sein könnt, solltet ihr einen Businessplan erstellen, bevor ihr loslegt.

Ein Businessplan ist ein wichtiges Instrument, nicht nur in der Gründungsphase, sondern auch während des gesamten Daseins als Unternehmer. Er erfüllt mehrere Zwecke:

  • Selbstkontrolle: Der Business­plan hilft dabei, den aktuellen Stand des eigenen Unternehmens zu überblicken. Man kann mithilfe des Businessplans einschätzen, ob sich ein Vorhaben rentiert und ob die eigenen Renditevorstellungen realistisch sind.
  • Steuerbelastung kalkulieren: Ein fundierter Businessplan ermöglicht es, die zukünftig anfallende Steuerbelastung zu berechnen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen (zum Beispiel Steuervorauszahlungen).
  • Finanzierung bei der Bank: Besonders zu Beginn ist ein Businessplan unumgänglich, um eine Finanzierung bei der Bank zu erhalten. Banken benötigen diesen, um das Vorhaben zu prüfen und die Kreditwürdigkeit einzuschätzen.

Wie ist ein Businessplan ­aufgebaut und was steht drin?

Der Businessplan sollte folgendermaßen strukturiert sein und inhaltlich die folgenden neun Punkte enthalten.

1. Executive Summary

Dieser Abschnitt gibt eine kurze Zusammenfassung des gesamten Businessplans. Hier werden alle wichtigen Punkte kompakt zusammengefasst. Die Geschäftsidee wird kurz erklärt, die Ziele und die steuerlichen ­Aspekte. Diese Zusammenfassung dient als ­Appetitanreger für Banken und potenzielle Investoren.

2. Geschäftsidee, Angebot

Die Geschäftsidee ist der Kern des Unternehmens. Was genau möchtet ihr anbieten? Welche Produkte oder Dienstleistungen werden den Kunden präsentiert? Unter diesem Punkt gilt es, die Geschäftsidee, das Produkt bzw. die Dienstleistung zu beschreiben.

3. Marktanalyse und Wettbewerb

Eine gründliche Marktanalyse ist unerlässlich. Hier geht es um Kundengewinnung. Wer sind die potenziellen Kunden? Beschreibt die gewünschte Zielgruppe und warum euer Produkt bzw. eure Dienstleistung für eure Kunden attraktiv ist. Welche Unternehmen zählen zu den Wettbewerbern?

4. Vision und Ziele

Was möchtet ihr mit dem Unternehmen erreichen? Formuliert eure langfristige Vision und setzt euch klare Ziele. Eine klare Vision hilft nicht nur dabei, den Fokus zu behalten, sondern beeinflusst auch die Steuerplanung. Denn die Vision bestimmt, wie ihr euer Unternehmen aufstellt und welche steuerlichen Weichen ihr stellt.

5. Strategie

Die Strategie ist der Fahrplan. Wie positioniert ihr euch am Markt? Welche Alleinstellungsmerkmale hat das Unternehmen, das heißt, was könnt nur ihr den Kunden bieten? Wichtig ist, nicht nur an die großen Zahlen zu denken, sondern auch an die kleinen Details. Jeder strategische Schritt hat auch steuerliche Konsequenzen – sei es bei der Wahl der Rechtsform oder der Gestaltung der Preispolitik.

6. Marketing

Wie werdet ihr die Produkte oder Dienstleistungen vermarkten? Welche Vertriebskanäle sollen dafür genutzt werden? Auch hier spielt die Steuer­planung eine Rolle. Denn Marketing- und Werbekosten sind steuerlich relevant.

7. Rechtsform & Steuern

Die Wahl der Rechtsform ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die es zu treffen gilt. Sie beeinflusst nicht nur Ihre Haftung, sondern auch die Steuerlast. Informiert euch über die verschiedenen Optionen und lasst euch von einem Steuerberater beraten. Denn die richtig gewählte Rechtsform kann Unternehmern viel Geld sparen.

8. Finanzplan oder „Der Zahlenteil“

Der Finanzplan ist das Rückgrat des Businessplans. Hier wird die Unternehmensentwicklung in Zahlen dargestellt. Wie hoch sind die Umsatzerwartungen? Welche Kosten kommen auf euch zu? Und vor allem: Wie gestaltet ihr eure Steuervorauszahlungen? Ein gut durchdachter Finanzplan ist der Schlüssel zu unternehmerischem Erfolg.

9. Stärken und Schwächen: Die ehrliche Analyse

Nehmt euch Zeit, um eure Stärken und Schwächen zu analysieren. An welchen Stellen könnte optimiert werden? Welche Risiken bestehen? Denn je besser ihr eure Schwächen kennt, desto gezielter könnt ihr Maßnahmen ergreifen.

Fazit

Ein gut durchdachter Businessplan ist der Schlüssel zu unternehmerischem Erfolg. Denkt daran: Die Steuerplanung sollte von Anfang an mit im Fokus stehen. Lasst eure Existenzgründung am besten von Anfang an von einer branchenerfahrenen Steuerkanzlei fachlich fundiert begleiten. So legt ihr den Grundstein für eine erfolgreiche unternehmerische Zukunft.

Bildquelle: © Garrn & Nett PartG mbB

Die Autorin

  • Vera Kreuser

    Vera Kreuser ist Steuerberaterin und Partnerin der Steuerberater Garrn & Nett PartG mbB. Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt unter anderem in der Betreuung von Unternehmen aus der Gesundheitsbranche.

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