Clubreport

Mit dem FORTSCHRITT auf Erfolgskurs

FORTSCHRITT – kann es einen passenderen Namen für eine Physiopraxis geben, in der Therapie und Training vereint werden? Was der Inhaber Sascha May mit seiner Praxis verwirklicht hat, sieht man in der Physiobranche selten. Sein Erfolgsrezept? Bewegung, Betreuung, engagierte Mitarbeiter und ganz viel Wertschätzung

Der Fortschritt steht im FORTSCHRITT im Mittelpunkt. Umfassende Betreuungsmaßnahmen helfen den Mitgliedern bei ihrem persönlichen Vorankommen. Dabei wird auf die individuellen Möglichkeiten eingegangen, getreu dem Zitat: „Fürchte dich nicht, langsam zu gehen, fürchte dich, stehen zu bleiben.“



Die sechs Behandlungsräume sind schön und modern gestaltet
 

Der Architekt des Erfolgs
Gegründet wurde das FORTSCHRITT von Sascha May, einem Physiotherapeuten, der nicht stehen bleiben will, sondern seine Visionen verwirklicht. Mit seiner Praxis hat er einen Ort geschaffen, der Bewegung als Therapieform in den Mittelpunkt stellt und an dem individuelle Betreuung ein hohes Gut ist.

Sein Lebensmotto ist es, Dinge zu tun, die einen selbst glücklich machen. Wie wichtig das ist, erfuhr er am eigenen Leib, bereits vor seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten. In seiner ersten Ausbildung als Industriemechaniker fand er keine Erfüllung – viel lieber hätte er Menschen geholfen, wieder gesund zu werden. Warum nicht Arzt werden, dachte er sich, da kann man was bewegen. Dieser Weg blieb ihm leider verwehrt, nicht aber die Möglichkeit zur Erfüllung seines Traums. Er entschied sich dazu, eine Laufbahn als Physiotherapeut einzuschlagen. Um sich das selbst zu ermöglichen, arbeitete er bei der Bundeswehr und nebenher als Fitnesstrainer in einem nahe gelegenen Fitnessstudio. Hier kam er mit dem Muskeltraining in Kontakt, das ihn bis heute im FORTSCHRITT begleitet. Hier vollzog sich für ihn die Symbiose von Therapie und Training und es war klar, dass beides vereint sein muss, um Menschen wirklich zu Gesundheit zu verhelfen.

Eine weichenstellende Begegnung
Nach einem Treffen in seiner Heimatstadt mit den Konzeptspezialisten Marc Wisner und Stefan Küper von milon im Jahr 2008 war für ihn die Marschrichtung vorgegeben. Training und Therapie sollten in seiner eigenen Praxis vereint werden. Bis es so weit kommen sollte, verging noch etwas Zeit. 2015 war es dann so weit und er eröffnete seine Praxis in Schlierbach, einem kleinen Ort mit nicht mal 4.000 Einwohnern in der Nähe von Stuttgart. Er war sein eigener Mitarbeiter, machte alles alleine: behandeln, abrechnen und putzen. Für ihn war klar, dass er all diese Aufgaben durchlaufen musste, um die Menschen, die später für ihn diese Arbeiten übernehmen würden, besser wertschätzen zu können. Etwa ein Jahr später wollte Sascha May seine Praxis vergrößern. Getreu dem Motto „Think big or go home“ ließ er sich von einem Architekten seine Wunschpraxis designen. 800 m² Therapiefläche und das Gleiche noch mal für die Trainingsfläche waren die Vorgaben, zu denen die Pläne entwickelt werden sollten. Wie gesagt, so getan: Der Architekt zeichnete einen Entwurf, der zwar den optischen und räumlichen Bedürfnissen Sascha Mays entsprach, seine finanziellen Mittel zum damaligen Zeitpunkt allerdings etwas sprengte. Seitdem schmückt der Entwurf den Desktophintergrund seines Rechners als Ziel, das es zu erreichen gilt. So verliert er es nicht aus den Augen.

2018 entdeckte er einen älteren, ungenutzten Supermarkt, der ihm für sein Vorhaben gut geeignet erschien. Denn sein Konzept hatte Sascha May bereits im Kopf, er musste nur noch alles vorbereiten. Das hieß konkret: kernsanieren. 2019 war das geschafft und die Eröffnung des FORTSCHRITT konnte stattfinden. Durch ausgeklügeltes Marketing in hoher Schlagzahl wurden sogar 80 Menschen Mitglied, ohne das Angebot zu kennen. Eine gute Voraussetzung für das Eröffnungswochenende, an dem letztlich über 1.600 Menschen sich über das Angebot der Physiopraxis informierten. 140 davon unterschrieben sofort eine Mitgliedschaft, sodass direkt ein Kundenstamm von 220 Personen aufgebaut war. Bei so vielen Vorschusslorbeeren ist es immer spannend zu erfahren, ob sich die Versprechungen im Vorfeld bewahrheitet haben. Gehen also viele Kunden nach dem Ablauf ihrer vereinbarten Vertragslaufzeit wieder, so ist das ein klares Signal, etwas zu verändern. Im FORTSCHRITT wurde eine Quote von 6,5 % erreicht. Das ist ein Spitzenwert.  

 


Auf der Trainingsfläche gibt es ein engmaschiges Betreuungsnetzwerk durch Gesundheitsspezialisten


800 m² geballte Gesundheitspower
Auf einer Gesamtfläche von 800 m² und 290 m² Trainingsfläche finden die Therapeuten und Trainer alles, um ihre Patienten gut zu behandeln. Beim Training kommen 16 EGYM-Geräte, 8 e-Flexx-Beweglichkeitsgeräte in Form von Integrations-, Stabilisierungs- und Stand-Alone Bereich sowie 6 Precor Ausdauergeräte zum Einsatz. Funktionelles Training wird mithilfe der Total-Gym PowerTower von crosscorpo sowie den Skiergometer von Concept2 umgesetzt und die neueste Errungenschaft ist ein Sensopro für das Koordinationstraining. Zubuchbare Optionen sind die Überwassermassageliege und ganz neu eine Kryosauna. Zudem gibt es einen Kursraum und einen 90 m² großen Freihantelbereich. Dieser ist ein Stück Fitnessvergangenheit für Sascha May und erinnert ihn an seine anfängliche Arbeit im Fitnessstudio. Trotzdem plant er, diese Fläche mittelfristig mit einer weiteren Innovation für seine Mitglieder zu bestücken. Denn für Sascha May und sein Team ist ganz klar, dass sie kein Fitnessstudio sein wollen. Sie stellen die gesundheitsorientierte Komponente von Training in den Vordergrund. Daher arbeiten im FORTSCHRITT ausschließlich Gesundheitsfachkräfte. Vorrangig sind das Physiotherapeuten, aber auch Sportwissenschaftler, Sport- und Gymnastiklehrer sowie Gesundheitsmanager. Auf sein Team ist der Inhaber besonders stolz. Mit insgesamt 16 Mitgliedern ist das Team für eine Physiopraxis ordentlich groß und durch die genannten unterschiedlichen Qualifikationen variabel einsetzbar.
 


Das Beweglichkeitskonzept e-flexx ist ein Bestandteil der Trainingsfläche
 

Bewegung und Betreuung
Die beiden großen Säulen im FORTSCHRITT sind die Heilkraft der Bewegung, sowohl in der Therapie als auch im Training, und die optimale Leitung und Betreuung der Patienten durch einen Therapeuten. Auch wenn es sechs Behandlungsräume gibt, findet man die meisten Patienten doch auf der Trainingsfläche. Zusätzlich gibt es ein engmaschiges Betreuungsnetz auf der Trainingsfläche und in der Trainingsplanung. Im Rahmen des angebotenen Betreuungspakets werden alle 6 Trainingseinheiten neue Periodisierungen festgesetzt, um bei den Trainierenden neue Trainingsreize zu setzen, damit diese nicht nur gesünder werden, sondern auch durch die erreichten Erfolge am Ball bleiben.

Im Jahr werden vier Gesundheits-Checks durchgeführt, sowohl um Trainingsfortschritte sichtbar zu machen als auch den Patienten ein gutes Gefühl für die Verbesserung ihrer Gesundheit zu geben. Als Highlight werden Trainertermine angesetzt, um Trainingsplananpassungen vorzunehmen. In diesen intensiven Gesprächen wird ins Detail gegangen, um herauszufinden, welche Bedürfnisse der Trainierende an sein weiteres Training hat. Aktuell trainieren 310 Mitglieder im Trainingsbereich des FORTSCHRITT – ein starkes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass in Schlierbach nicht einmal 4.000 Menschen wohnen. Ein Erfolgsfaktor ist eine kostenlose Trainingseinheit als Patient. Kommt ein Patient in die Praxis, werden ihm statt sechs sieben Termine gegeben. Spätestens nach dem zweiten Behandlungstermin erfolgt der kostenlose Termin im Trainingsbereich, sodass der Übergang von Therapie in den Selbstzahlerbereich ermöglicht wird. Der Vorteil für den Trainer auf der Trainingsfläche ist, dass er alle wichtigen Informationen mittels einer digitalen Behandlungsdokumentation sowie eine direkte Trainingsempfehlung vom behandelnden Physiotherapeuten auf seiner Trainersoftware erhält und sich so sehr gut auf sein Gegenüber einstellen kann. Das macht die Betreuung viel einfacher.
 


EGYM-Geräte ermöglichen eine gute Trainingssteuerung
 

Allen voran die Mitarbeiter
Für die Umsetzung des Konzepts von Sascha May ist mehr nötig als nur eine gute Ausstattung und lichtdurchflutete Räume. Sein wichtigstes Gut sind sicherlich seine Mitarbeiter. Daher soll es nicht nur seinen Patienten gut gehen, sondern auch ihnen. Dass das gut funktioniert, zeigt sich darin, dass ihn bisher erst ein einziger Mitarbeiter verlassen hat – aus Heimweh. Gründe dafür gibt es sicherlich genug: flexible Arbeitsmöglichkeiten durch die Verbindung von Therapie und Training, das Ambiente der Praxis und moderne Arbeitsmethoden. Die beiden wichtigsten jedoch sind Menschlichkeit und Wertschätzung. Diese beiden Werte nimmt sich Sascha May sehr zu Herzen und er lebt diese. Da ist es wenig verwunderlich, dass das Teamgefüge außerordentlich gut ist.

Das Design des FORTSCHRITT ist sehr modern und einladend – hier fühlen sich die Patienten wohl

Modernes Design für maximales Wohlgefühl
Im FORTSCHRITT ist Fortschritt an der Tagesordnung – nicht nur bei den Kernkompetenzen Therapie und Training, sondern auch hinsichtlich des Praxisdesigns. Sascha May wusste von Anfang an, wie alles aussehen sollte – für ihn war klar, dass jeder, der das FORTSCHRITT betritt, sich direkt wohlfühlen und maximalen Komfort spüren sollte. Daher war klar, dass es kein klinisches Design werden konnte. Dominiert wird das Design von großen Fensterfronten, die das FORTSCHRITT in angenehmes Tageslicht tauchen, hellbraune Holzfußböden und einzelne Akzente in Hellgrün. Unterstrichen wird das durch eine moderne Ausstattung und intelligente Raumanordnung.

Das FORTSCHRITT-Konzept
Sascha May ist nicht nur Inhaber seiner Praxis, sondern u. a. im Coaching-Bereich unterwegs. So entwickelte er das FORTSCHRITT-Konzept, das andere Gesundheitsanbieter nutzen können, um zertifizierte Präventionskurse anzubieten, ohne jedoch den bürokratischen Aufwand einer Zertifizierung auf sich nehmen zu müssen. Dazu zählen über 20 Präventionskurse nach § 20 SGB, die alle von der ZPP geprüft sind. Stundenverlaufspläne und Teilnehmer-Handout sowie eine Online-Mitarbeiter-Schulung sind inklusive. Das umfasst Kurse wie z. B. herstellerunabhängiges Gerätetraining, Training mit einem Beweglichkeitszirkel, Kurse für Jugendliche, Entspannungskurse, Outdoor-Kurse und Beckenbodenkurse u.v.m.  

Mitgliederwachstum trotz Corona
Auch wenn die Physiotherapiebranche bisher mit einem mehr oder weniger blauen Auge durch die Corona-Zeit gekommen ist, so leiden Betriebe mit einem starken Fokus auf selbstzahlende Trainierende stärker als Praxen, die ausschließlich vom Rezept-Geschäft leben. Viele Menschen mussten aufgrund von Kurzarbeit und Jobverlust Einsparungen vornehmen. Insbesondere in der Fitnessbranche hat sich gezeigt, dass viele Kunden erst mal an der Mitgliedschaft sparen. Wie es anders geht, zeigt Sascha May. Trotz der Schließung seines Trainingsbereichs gelang es ihm und seinem Team 2020, den Mitgliederstamm um etwa 30 Mitglieder zu erhöhen. Das ist selten und spricht für die Arbeit des Teams während der Pandemie.



Sascha May ist nicht nur Inhaber des FORTSCHRITT, sondern auch ein Mann, der seine Vision verwirklichen will
 

Ausblick
Kann es für einen Unternehmer eine schönere Zusammenfassung seiner Tätigkeit geben als: Ich lebe meinen Traum? Sascha May kann das von sich behaupten und trotzdem oder gerade deswegen hat er noch große Ziele. Eines davon ist die Verwirklichung des ursprünglich geplanten großen Therapiezentrums FORTSCHRITT 2.0. Aber auch das Thema Franchising ist für ihn ein Thema, das in der Zukunft wichtiger werden wird. Und auch junge Unternehmer möchte er im Rahmen von Coachings an seiner Erfahrung teilhaben lassen.

Fazit
Nach dem Motto „Noch schöner als Visionen zu haben ist, sie zu verwirklichen“ arbeitet Sascha May mit seinem Team im FORTSCHRITT. Aus den Säulen Bewegungstherapie und gute Betreuung, die mit einer ordentlichen Prise schickem Wohlfühldesign gewürzt wurden, ist ein zukunftsorientiertes Konzept entstanden, das den Patienten in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig eine attraktive Arbeitsumgebung für Therapeuten schafft. Für die Verwirklichung seiner großen Vision kann man Sascha May nur alles Gute wünschen.

 

Der Autor

  • Jonathan Schneidemesser

    Seit seinem Germanistik-und Philosophie-Studium in Mannheim arbeitet er für das Fachmagazin BODYMEDIA. 2015 übernahm er nach Abschluss seines BWL-Studiums die Chefredaktion für das Magazin. 2017 etablierte er die BODYMEDIA dann mit einem eigenen Magazin im Physio-Bereich. Seine sportliche Erfahrung sammelte vor allem in seiner aktiven Zeit als 800m-Läufer. In seiner Freizeit joggt er durch den Wald oder schwingt Kettlebells.

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