// etracker // Facebook Pixel
Best Practice

Wie sparen Sie?

Welche Tipps, Empfehlungen und Produkte bieten Sie Ihren Kunden an, damit diese effizient Kosten einsparen können? Wie haben Sie auf die gestiegenen Energiekosten reagiert? Wie konkret versuchen Sie, Kosten zu sparen?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Fitnessstudiobetreiber sollten die Kosten des eigenen Unternehmens kritisch prüfen.
  • Durch optimalen Energieeinsatz können der Stromverbrauch verringert und die Ressourcen effizienter eingesetzt werden.
  • Am besten vergleicht man verschiedene Energieanbieter und Lösungen zur Einsparung.
  • Preiserhöhungen sind wahrscheinlich unumgänglich - diese sollten transparent an die Mitglieder kommuniziert werden


(Bildquelle: © ACISO)

Harry Stoimenos, ACISO Consulting Manager und Heinz Eger, ACISO Economic Development

„Aufgrund der extremen Preisdynamik auf dem Energiemarkt und der explodierenden Inflation müssen die Fitnessunternehmen ihre fortlaufende Zahlungsfähigkeit mit Weitblick vorbereiten.“

„Im Energiesegment sollten die Unternehmen eine weitgehende Unabhängigkeit von externen Energielieferanten anstreben, und das am besten kurzfristig. Das Ziel sollte, 
neben der Optimierung des bestehenden Energiebedarfs, die Eigenerzeugung von Energie (Strom und Wärme) mittels PV-Anlagen, Blockheizkraftwerken und Wärmepumpen sein.

Aufgrund der aktuell noch bestehenden Abhängigkeit vom Energiemarkt sind die Betreiber zur Existenzsicherung gezwungen, alle Kosten ihres Unternehmens, dazu zählen Kostengruppen wie Wareneinkauf, Personalkosten, sonstige Kosten etc., kritisch zu prüfen.

ACISO bietet dem Markt kompetente Hilfestellungen in Form von Risikoanalysen, Businessplanungen, Finance Coachings und Controllingprogramme zu diesen Herausforderungen an und begleitet die Unternehmen bei der konkreten Umsetzung definierter Maßnahmen. Kostenlose Checklisten für Kosteneinsparungen sind auf Anfrage erhältlich.“


(Bildquelle: © KLAFS)

Michael Bauer, Leiter Großkunden bei KLAFS

„Wir bei KLAFS beschäftigen uns schon seit vielen Jahren mit der Thematik Ressourceneinsparung und optimalem Energieeinsatz – nicht erst seit dem Aufkommen der aktuellen Debatte. Genau aus diesem Grund können wir unseren Kunden auch durchdachte, hochwertige und über Jahre bewährte Technologien anbieten, die effizient Kosten und Energie einsparen.

Ein Beispiel dafür ist unser patentierter KLAFS-Klimamanager für eine automatisierte, und dadurch optimierte, Frischluftzufuhr in den Saunen. Insbesondere in gewerblich betriebenen Saunen, in denen die Gästezahl über den Tag verteilt stark schwankt und damit auch der Bedarf an frischer Luft, unterstützt dieses System dabei, sowohl Energie als auch Geld zu sparen, denn mit dem Klimamanager lassen sich die Energiekosten der Abluft um bis zu 35 % senken. 

Auch über die immer beliebter werdenden großzügigen Glasfronten geht in regulären Saunen viel Wärme verloren. Die innovative, rahmenlose Isolierglasfront von KLAFS hat einen Wärmedurchgangskoeffizient, der den Anforderungen an Fenster in modernen Neubauten entspricht. Vergleicht man einfaches Einscheibenglas mit den KLAFS-Isolierglasfronten, ergibt sich eine Energieeinsparung von bis zu 80 %. Gleichzeitig verbessert das KLAFS-Isolierglas das Saunaklima und verkürzt die Aufheizzeit.

Eine weitere Möglichkeit ist unser Green-Sauna-Paket, mit dem bis zu 40 % Energie eingespart werden kann. Wie man sieht, sind zahlreiche Möglichkeiten geboten, um effizient Energie und Kosten einzusparen.“


(Bildquelle: © Hashtag Fitnessindustrie)

Andreas Bechler, Initiator von Hashtag Fitnessindustrie

„Der Energiemarkt ist aktuell sehr schwierig. Selbst bei größeren Anstrengungen wird man um Mehrkosten nicht herumkommen. Trotz allem sollte man natürlich nicht abwarten, sondern kann ein paar Dinge unternehmen. Im Wesentlichen sollten für Clubbetreiber die folgenden vier Punkte im Fokus stehen:

  1. Schaffen Sie Klarheit: Was verbraucht mein Studio eigentlich insgesamt? Was sind die größten Energieverbraucher in der Anlage?
     
  2. Vergleichen Sie: Was bietet der Markt aktuell in Konkurrenz zum eigenen Lieferanten?
     
  3. Handeln Sie: Wie kann der Verbrauch kurzfristig gesenkt werden? Welche Maßnahmen lassen sich zügig im Club etablieren?
     
  4. Investieren Sie: Wie kann der Verbrauch langfristig gesenkt werden? Welche Investitionen, unter Berücksichtigung potenzieller Fördermittel, können zukünftig helfen?“


(Bildquelle: © DSSV e. V.)

Sabrina Fütterer, Geschäftsstellenleiterin DSSV e. V.

„Über zwei Jahre war es uns durch die Coronapandemie nicht vergönnt, unseren eigentlichen Aufgaben im Rahmen eines ordentlichen Geschäftsbetriebes nachzugehen. Hinzu kommen, kurz nach Aufhebung der meisten Auflagen, steigende Preise durch politische Entwicklungen.

Kostenexplosionen bei gleichzeitig noch coronabedingten Umsatzrückgängen stellen unsere Branche vor extreme Herausforderungen. Umso mehr müssen wir uns auf unsere Studioorganisation und die damit einhergehenden Kostenstrukturen konzentrieren. Hier liegt aus unserer Sicht ein sehr großes und kurzfristig umzusetzendes Einsparungspotenzial, ohne den Service reduzieren zu müssen.

Neben diesen strukturellen und organisatorischen Maßnahmen sollte, auch vor dem Hintergrund des Klimawandels, ein sachgemäßer Umgang mit Ressourcen Standard sein und energieeffiziente Lösungen geprüft werden. Neben einem Leitfaden zur Kostenoptimierung hat der DSSV eine Energiekampagne für die Fitnessbranche ins Leben gerufen. Unter www.energiekampagne-fitnessbranche.de erhalten Sie Leitfäden, Checklisten und Tools für ein energieeffizienteres Fitnessstudio.“


(Bildquelle: © SOTA)

Florian Hempen, CEO SOTA

„Bei SOTA haben wir ein Mietmodell etabliert, das einer einmaligen (Kauf-)Investition in teure Licht- und Soundtechnik für den Kursraum eine kostengünstigere Alternative bietet. So erhalten Betreiber die Möglichkeit, auf stromsparende Audio- und LED-Technik umzurüsten. Zudem profitieren sie von einer Ausfallsicherheit der Komponenten im Rahmen des Mietgeschäfts.

Dieses bieten wir vorrangig im Versandgeschäft an, somit können die Montage und Installation auch durch beispielsweise einen lokalen Elektriker erfolgen. Das reduziert ebenfalls die Ausgaben für die Um- oder Aufrüstung eines Kursraums.

Des Weiteren kann durch intelligente Steuerung, sei es durch Präsenzmelder, Helligkeitsmessungen oder Zeitsteuerungen, das Licht sowohl auf der Fläche als auch im Kursraum deutlich effektiver geschaltet werden. Hier wird der Faktor Mensch entnommen, was bei einer großen Anlage enorme Stromeinsparungspotenziale ermöglicht. Dieses soll den steigenden Heiz- und Energiekosten im Winter entgegenwirken.

Die Reduktion der Lichtverhältnisse trägt darüber hinaus zu einer entspannteren Atmosphäre im Club bei, denn nicht immer muss im Raum alles voll ausgeleuchtet werden und letztendlich wollen ja alle nur das eine: dass die Mitglieder sich in den Studios wohlfühlen, wiederkommen und lange Mitglied bleiben.“ 


(Bildquelle: © Famoso GmbH & Co. KG)

Reinhold Stärk, Geschäftsführer Famoso GmbH & Co.KG

„Die Firma ADLIGHTS hat sich neben den offensichtlichen Werten, wie Ästhetik und Qualität, selbstverständlich auch den aktuell so besonders relevanten Themen Energieeffizienz und CO2-Abdruck mit Herz und Sachverstand verschrieben. Unsere Leuchten bestehen daher nicht nur aus Materialien, die zum größten Teil regional und ohne aufwändige Transportwege zugekauft werden, sondern sind tatsächlich zu 100 % „Made in Germany“.

Gerade in Zeiten wie diesen, in denen Energie in jedweder Form zu einem kostbaren und nicht mehr in selbstverständlichem Überfluss zu generierendem Gut geworden ist, stellen sich unsere ADLIGHTS-Leuchten als besonders wirksames Produkt zur effektiven Einsparung von Stromkosten dar. Jede ADLIGHTS-Leuchte ist mit hochwertigen LED Komponenten bestückt. Diese bieten im direkten Vergleich zu klassischen E27-Leuchtmitteln eine Ersparnis von bis zu 80 % gegenüber den bis dato generierten Stromkosten.

Selbst im Vergleich zu den LED-E27-Leuchtmitteln schneiden die ADLIGHTS-Leuchten noch mit einer Ersparnis von 30 – 40 % mehr als gut ab, da sich die verbauten LED-Komponenten gleichmäßiger in der Leuchte platzieren lassen, und so bei geringerer Wattage eine gleichwertige Ausleuchtung garantieren. Da wir reversible Komponenten verwenden, entfällt zudem die, bei Vergleichsprodukten entstehende, Problematik des oft kostenintensiven Austausches.“


(Bildquelle: © Lahnpark Vital)

Jan Mappes, geschäftsführender Gesellschafter Lahnpark Vital

„Wir gehen einmal im Jahr alle Verträge durch und schauen, wo man optimieren kann. Im Zuge dessen konnten wir uns im Juli 2021 die günstigen Strompreise bis zum 31.12.2023 sichern. Wir heizen mit Fernwärme, welche nicht so stark marktabhängig ist. Wir sind somit aktuell noch nicht so massiv von der Preissteigerung im Energiebereich betroffen.

Ab dem 1. Januar 2024 haben wir uns bereits jetzt der Firma Wattline angeschlossen, um weiterhin günstiger den Strom zu beziehen, und profitieren somit von der Einkaufsgemeinschaft.

Parallel dazu prüfen wir zurzeit die Installation einer PV-Anlage auf unserem Firmengebäude. Eine Optimierung der Saunaöffnungszeiten ist für uns denkbar. Wir können uns eine Terminbuchung der Sauna in der Zukunft vorstellen. So würde die Sauna nur dann Strom verbrauchen, wenn diese auch von den Saunabesuchern genutzt wird.“


(Bildquelle: © Gymnasion)

Brigitta Lenhard, Geschäftsführung Gymnasion Fitness- und Gesundheitscenter GmbH

„Die gestiegenen Energiekosten sind ein großes Thema. Das Thema Versorgungssicherheit ist noch eine ganz andere Dimension. Als wir während des Lockdowns umfangreiche Renovierungen vorgenommen haben, wurde im Bereich der Beleuchtung bereits auf LED und Bewegungsmelder gesetzt.

Im Juli habe ich ein Angebot unterschrieben, um unseren Gas- auf einen Kombibrenner umzustellen. Gleichzeitig prüfen wir derzeit die Anschaffung einer Solaranlage, die überschüssigen Strom nicht in das Netz einspeist, sondern in Pufferspeicher lädt, um gerade am Abend auch eine größtmögliche Unabhängigkeit vom Stromnetz zu haben. Weiterhin haben wir im Haus die Mitarbeiter sensibilisiert, nicht benötigte Lichter und Geräte wie z. B. Klimaanlagen in nicht benutzten Kursräumen auszuschalten.

Außerdem planen wir im Herbst ein Anschreiben an die Mitglieder, um sie über unsere Maßnahmen zu informieren, aber auch an deren Sensibilisierung z. B. im Umgang mit Duschen zu appellieren. Da eine Solaranlage nicht kurzfristig wie der Kombibrenner umgesetzt werden kann, müssen wir bei einer Stromkontingentierung z. B. auch über Sauna-Laufzeiten oder die Abschaltung einer Sauna nachdenken. Das wäre der Worst Case, denn unsere Prämisse ist, dass die Mitglieder so wenig wie möglich von Einsparungsmaßnahmen betroffen sind.“


(Bildquelle: © Meine SportZEIT Limburg)

Michael Och, Geschäftsführer Meine SportZEIT Limburg

„Wir haben erst im letzten Jahr unseren neuen Club Meine SportZEIT fertiggestellt bzw. eröffnet. Durch den Neubau hatten wir uns schon intensiv mit dem Thema Energie – moderne und effiziente Beleuchtung und Heizung – befasst. Wir haben viele Zeitschaltsysteme integriert. Außenbeleuchtung, Terrassen, Wellnessbereich etc. schalten sich nach einer dynamischen Sonnen-Mondphasen-Zeitschaltuhr ein und aus, sodass die Dämmerungen entsprechend berücksichtigt werden.

Die Anlage wird großteils über einen Wärmetauscher und über Fußbodenheizung beheizt. Grundsätzlich sind wir mit unseren Energieverbräuchen zufrieden. Die Kostenexplosion auf dem Energiesektor macht natürlich auch vor uns keinen Halt. Wir haben uns intern jedoch dazu entschlossen keine Leistungen und Angebote zu reduzieren. Wir wollen weder die Anlage noch unser Angebot schwächen.

Wir kommunizieren unsere Kostensteigerungen an unsere Kunden transparent über unser internes Studio-TV sowie die Studio-App. Damit verbunden haben wir uns zu angemessenen Tariferhöhungen entschieden. Bei den Bestandskunden steigert sich der Beitrag um 6 Euro monatlich und bei den Neukunden um 8 Euro. So erhält der Bestandskunde noch einen „Treuebonus“ gegenüber dem Neukunden. Mein Fazit: Gute Leistung darf etwas kosten und positive Team-Energie unterliegt keiner Inflation.“


(Bildquelle: © Schaalsee Fitness GmbH)

Andy Redner, Inhaber Schaalsee Fitness GmbH

„Nach der Pandemie ist die Inflation eine fast noch schlimmere Katastrophe für unsere Branche. Aufgrund der großen Flächen und einer zu erwartenden Verhaltensänderung im Verbrauch der Kunden wird es zu enormen Steigerungen der Fixkosten kommen. Aus dem Grund versuchen wir zu sparen, wo es eben geht.

Zu den Maßnahmen zählen wassersparende Duschköpfe, das Führen von Heizprotokollen für den Winter, Ausschalten elektrischer Geräte bei Nichtnutzung sowie die Kardiogeräte in den Selbststrommodus zu versetzen. Da die privaten Haushalte ja ebenfalls betroffen sind, rechne ich auch damit, dass das Duschen vermehrt zu uns ins Studio verlegt werden wird.

Mein Fazit: Wir versuchen Energie zu sparen, so gut es geht. Eine Umlage der Mehrkosten auf die Mitgliedsbeiträge wird aber der einzige Weg sein, diese wahrscheinlich lang anhaltende Situation zu regulieren.“


(Bildquelle: © Sports Club Holding)

Alexander Sosa, Geschäftsführer Sports Club Holding

„Aufgrund unserer hohen Energieabnahmemengen hatten wir bisher immer direkt an dem sogenannten Spotmarkt zu tagesaktuellen Preisen eingekauft, was sich aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen als Fehler herausgestellt hatte. Nach dem Ausbruch des Ukrainekriegs ist der Strompreis auf mehr als 24 Cent gestiegen – das Fünffache des bis noch vor wenigen Monaten gewohnten Arbeitspreises.

Um den Schaden zu begrenzen, haben wir nun Festverträge mit regionalen Energielieferanten abgeschlossen. Teure Strom- und Gaspreise werden für Fitnessstudiobetreiber aber immer mehr zur Kostenfalle und die Mehrkosten fressen einen mittlerweile zweistelligen Bereich des Umsatzes auf und schmälern den Gewinn spürbar.

Wir versuchen, die Kunden weitestgehend von diesen Mehrbelastungen zu verschonen und unseren günstigen Einstiegspreis von 29,90 Euro pro Monat beizubehalten. Ganz ohne Preiserhöhung geht es aber auch nicht, wie viele Fitnessanbieter schon gezeigt haben. Und so haben auch wir Leistungen in höherpreisige Tarife verschoben.

Darüber hinaus versuchen wir, die Saunanutzungszeiten zu optimieren und Beleuchtungen zu reduzieren. Auch haben wir als Umsatzgenerator neue Produkte, wie etwa ein kostenpflichtiges Personal Training, eingeführt.“


(Bildquelle: © ULC)

Markus Begerow, Geschäftsführer der ULC

„Wir haben den Verwaltungsanteil optimiert und dort, unter Einschluss der betroffenen Mitarbeiter, Personal abgebaut. Um Energie zu sparen, haben wir die Saunazeiten der 2. und 3. Sauna reduziert. Das Einsparpotenzial dadurch ist als eher gering einzustufen. Im Herbst und Winter wird, u. a. aufgrund der Raumtemperaturen, das Potenzial größer werden. Verhandlungen mit dem Vermieter bezüglich des Index stehen an. Für den Herbst sind Preiserhöhungen bestehender Verträge und bei Neu-Abschlüssen vorgesehen.“

Bildquelle Header: © wutzkoh - stock.adobe.com

Der Autor

  • Constantin Wilser

    Constantin Wilser ist seit 2006 in der Fitnessbranche als Redakteur tätig. Davor absolvierte er sein Bachelor-Studium der Sportwissenschaften am KIT in Karlsruhe. Seit 2019 ist er Bestandteil des BODYMEDIA-Redaktionsteams. Zudem ist er Ansprechpartner für die BODYMEDIA Premium Partner. In seiner Freizeit trainiert der Fußball-Fan gerne im Studio, geht laufen oder fiebert im Fußball-Stadion mit.

Magazin

BODYMEDIA Fitness 5-2022E-Book lesen

BODYMEDIA Fitness 5-2022

Mehr erfahren