Wettbewerbsverstöße im Fitnessmarkt

Die Wettbewerbszentrale verzeichnet im Jahr 2008 eine Reihe von Wettbewerbsverstößen im Fitnessmarkt. Der aktuelle Preis- und Leistungswettbewerb in diesem Marktsegment wird nicht immer mit fairen Mitteln ausgetragen. Vielmehr gehen bei der Wettbewerbszentrale derzeit vermehrt Beschwerden über unlautere Geschäftspraktiken von Fitness-Studios ein, meist von Wettbewerbern. Um neue Kunden zu gewinnen, bewerben Fitness-Studios nicht nur einen günstigen Preis, sondern auch die besondere Qualität ihrer Leistungen – teilweise in unzulässiger Weise, wie nachfolgende Beispiele zeigen:

So musste die Wettbewerbszentrale gegen irreführende Werbung mit Testergebnissen oder mit selbst kreierten Qualitätssiegeln einschreiten, ebenso gegen Irreführung über die Anerkennung eines Sportstudios durch eine neutrale Stelle. Irreführend war auch die Werbung mit dem Hinweis auf eine "Sportmedizinische Betreuung", obwohl kein Arzt vor Ort war, der diese hätte gewährleisten können. Darüber hinaus wurden potentiellen Kunden in irreführender Weise finanzielle Vorteile in Aussicht gestellt, beispielsweise im Hinblick auf etwaige Krankenkassenzuschüsse. Ein Fitness-Studio wandte sich gar an Ärzte mit dem Angebot einer Zusammenarbeit in der Form, dass die Ärzte ihren Patienten das betreffende Fitness-Studio empfehlen und für den Fall, dass der Patient dort Kunde wird, der Arzt eine finanzielle Zuwendung erhalten sollte.

Eine originelle, aber ebenfalls wettbewerbswidrige Werbung von Fitness-Studios war als Strafzettel getarnt und an den Windschutzscheiben von Autos befestigt. Alle diese wettbewerbswidrigen Praktiken hat die Wettbewerbszentrale erfolgreich außergerichtlich untersagt. Von der Inanspruchnahme der Gerichte konnte daher abgesehen werden.