USA: Wiederöffnung der Studios in Kürze

Die USA gehören zu den Ländern, die von der Corona-Krise am heftigsten betroffen sind. Nun plant Präsident Donald Trump die stufenweise Rückkehr in den Alltag. Dazu gehört die Öffnung von Restaurants, Kinos und auch Fitnessstudios unter der Einhaltung verschärfter Hygienebedingungen und der Einhaltung der Abstandsregeln. Schulen hingegen sollen erstmal geschlossen bleiben.

Während in Deutschland die Fitnessstudios weiterhin geschlossen sind und aktuell kein öffentlicher Plan vorliegt, wann sie wieder geöffnet werden können, gehören Fitnessstudios in den USA zu den ersten Einrichtungen, die wieder öffnen sollen. Trump ist davon überzeugt, dass das öffentliche Leben möglichst bald wieder in Gang gesetzt werden soll. Die Wirtschaft solle wieder hochgefahren werden - allerdings vorsichtig und Schritt für Schritt. Dafür hat der Präsident einen Drei-Phasen-Plan vorgelegt. Dieser zeigt welche Einrichtungen in den unterschiedlichen Phasen geöffnet werden sollen. Fitnessstudios finden sich hier direkt in Phase 1 neben Restaurants, Kirchen und Kinos. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass strenge Hygienevorschriften und die Abstandregeln eingehalten werden. Wie diese flächendeckend aussehen können, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Gemäß unseres US-Branchen-Insiders Hans Muench wurde für die Fitnessstudios in UTAH (USA) nun folgende Bedingungen für eine derzeitige Wiedereröffnung festgelegt:

  • Mitglieder dürfen nicht trainieren, wenn sie irgendwelche Krankheitssymptome haben
  • Max. eine Person pro 9,29 m2
  • Keine Gruppenstunden
  • Keine Benutzung von Duschen/Schließfächern
  • Jede Ausrüstung muss nach Gebrauch desinfiziert werden
  • kein Kontakt bezüglich Zugangskontrolle
  • geschlossenes Schwimmbad
  • Personal Training ist mit Abstandseinhaltung gestattet

Darüberhinaus gibt es folgende Empfehlungen:

  • Verwendung von nicht-chirurgischem Mundschutz
  • Zugangsverweigerung für Personen über 60 Jahre oder mit geschwächtem Immunsystem

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es unklar, welchen Anteil die Fitnessbranche der USA dabei gespielt hat. Gemäß des US-Branchen-Insiders Hans Muench, habe die IHRSA und die US-Studios über 80.000 Briefe an Abgeordnete sowie das Weiße Haus gesendet.

Stand: 17.04.2020 - 15:12 Uhr

Der Autor

  • Constantin Wilser

    Constantin Wilser ist seit 2006 in der Fitnessbranche als Redakteur tätig. Davor absolvierte er sein Bachelor-Studium der Sportwissenschaften am KIT in Karlsruhe. Seit 2019 ist er Bestandteil des BODYMEDIA-Redaktionsteams. Seit Anfang 2023 ist er Chefredakteur. In seiner Freizeit trainiert der Fußball-Fan gerne im Studio, geht laufen oder fiebert im Fußball-Stadion mit.