USA: Fitnessclubs helfen Arbeitslosen

Arbeitslosigkeit macht deprimiert. Nicht so in den USA. Unter dem Stichwort "Career Fitness" lassen sich arbeitslose US-Bürger für den Arbeitsmarkt fit machen. Das Besondere: Neben einem umfangreichen Aerobic-Workout erhalten sie Bewerbungstipps. Think positiv lautet die Philosophie. Und das Beste: Es scheint zu wirken. Chef des Projekts ist Malcolm Munro, er treibt die Teilnehmer zu Höchstleistungen an. Munro bezeichnet sich als "Karriere-Trainer", in seinen schweißtreibenden Aerobic-Klassen gibt er nebenbei Tipps zum Verfassen von Lebensläufen, zu Vorstellungsgesprächen und ganz allgemein zur Selbstmotivierung in einer schwierigen Zeit. "Wer einen Job finden will, muss sich hundertprozentig anstrengen", sagt es Munro. "100 Prozent heißt, man muss sich zu Dingen durchringen, die unbequem sind." Und bequem wird es in seinen Sportstunden nicht, dafür sorgt Munro mit großer Energie. Das Training soll Menschen auf Jobsuche zum Sprung über ihre eigenen Grenzen verhelfen. Die Suche ist oft frustrierend, die Rezession hat die Arbeitslosenquote in den USA auf fast zehn Prozent getrieben. Die sportliche Quälerei soll Verzagtheit und Resignation vertreiben und den Kampfgeist stärken. "Ich habe Kunden, die waren ein Jahr arbeitslos, doch nachdem sie sich zu unbequemen Übungen durchgerungen haben, hatten sie binnen Wochen eine neue Stelle", schwärmt Munro von seinem eigenen Programm.