Systemrelevanz: Branche muss mit einer Stimme sprechen

Im Interview mit Erwin Rüddel sprach die Arbeitsgemeinschaft Fitnessverbände darüber, welche Voraussetzungen die Fitnessbranche erfüllen muss, um in der Politik ein stärkeres Gewicht zu erhalten. Erwin Rüddel machte deutlich, dass die Branche mit einer Stimme sprechen muss, um ihr Ziel zu erreichen.

Im April 2020 gründete sich die Arbeitsgemeinschaft der Fitnessverbände BVGSD e.V., DFAV e.V., Fitnesslehrer Vereinigung e.V., VDF e.V., IG Reha mit dem Beirat Wolfgang Bahne, Frank Böhme, Prof. Dr. Stephan Geisler, Steven Hermeling, Bernd Schranz und Paul Underberg. Seitdem leistet die Arbeitsgemeinschaft politische Arbeit für die Fitness- und Gesundheitsbranche. Insbesondere die Themen Qualitätsstandards, Systemrelevanz wie auch die Umsatzsteuerreduktion sind wichtige Themen.

 

Hier sehen Sie das gesamte Interview zwischen Erwin Rüddel und Wolfgang Bahne:

 

Nun veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft Fitnessverbände ein Interview mit Erwin Rüddel (Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit im Deutschen Bundestag). Als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Fitnessverbände führte Wolfgang Bahne das Interview. Rüddel bestätigte, dass das derzeitige Gesundheitssystem sehr auf das Wohl von Patienten und kranken Menschen ausgerichtet ist und erst langsam in den Fokus rückt, wie man gesunde Menschen länger gesund erhält. Er gab zu verstehen, dass sich die Politik nach der Corona-Pandemie stärker Gedanken machen wird wie Präventionsmaßnahmen gefördert werden können und welche Rolle Fitness- und Gesundheitsanbieter dabei spielen werden.

Die wohl wichtigste Frage an Erwin Rüddel war, was die Fitnessbranche tun muss, um von der Politik anerkannt, ja sogar als systemrelevant eingestuft zu werden. Die Antwort war klar und eindeutig: Die Fitnessbranche soll mit einer Stimme sprechen, sich auf ein Konzept einigen, dass dann der Politik präsentiert wird. Dieses dient dann als Diskussionsgrundlage zwischen der Politik sowie der Fitness- und Gesundheitsbranche. Erwin Rüddel sieht insbesondere zwei Themen, die diskutiert werden sollen. Zum einen geht es um mögliche Präventionsgelder für das Fitnesstraining. Zum anderen soll mit dem Finanzausschuss über die Umsatzsteuerentlastung für Fitnessstudios gesprochen werden.

Fitnesstraining soll also attraktiver gemacht werden, gleichzeitig sollen die Fitnessstudiobetreiber steuerlich entlastet werden. Die ersten Gespräche in Berlin zwischen der Arbeitsgemeinschaft sowie Erwin Rüddel und Dr. Roy Kühne finden bereits am 26. Oktober statt. Hier werden die Wünsche der Fitnessbranche an die Politik sowie zugehörige Lösungsvorschläge erarbeitet.

Weitere Informationen zur Arbeit des Verbands gibt es hier: www.ag-fitnessverbaende.de

 

Statements der Mitglieder aus der Arbeitsgemeinschaft Fitnessverbände

  • Volker Ebener, 1. Vorsitzender DFAV: "Alle Beteiligten merkten, dass sie sehr ähnliche Gedanken hatten und, dass es sich lohnen würde zusammenzubleiben, um diese Gedanken durchzusetzen."
  • Claus Umbach, Präsident der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V: "Ich kann es nur begrüßen, dass es endlich Verbände gibt, die sich zusammenschließen und mit einer Stimme gegenüber der Politik agieren und sprechen wollen."
  • Frank Böhme, Gründer und Geschäftsführer Fitnessstudiokette Just Fit: "Wir haben Historisches geschaffen. Nahezu alle Verbände und wichtige Protagonisten der Fitnessbranche stehen zusammen, um politische Arbeit in Berlin zu leisten und endlich das Standing in Berlin zu erhalten, das wir für die Fitnessbranche so dringend brauchen."
  • Botond Mezey, 1. Vorsitzender BVGSD e.V.:  "Ich möchte mich bei all den Verbänden und den Personen bedanken, die diese Arbeitsgemeinschaft unterstützen."
  • Bernd Schranz, Interessentsgemeinschaft Rehasport: "Das ist eine Chance, dass sich die Fitness- und Gesundheitsbranche gemeinsam und mit einer Stimme und sich als wichtiger Partner stark macht. Stark für die Menschen, aber auch stark für die Politik, um eines der wichtigsten Medikamente, das wir haben, das Muskeltraining, relevant für die Gesellschaft zu machen."
  • Paul Underberg, Unternehmer des Jahrzehnts: "Jetzt geht es darum, dass wir als Unternehmer*innen geschlossen [...] und abgestimmt auftreten, um bessere Rahmenbedingungen für unsere Branche zu erwirken. Und das geht!"