Studie: Körperliche Aktivität reduziert Risiko für schwere COVID-19-Folgen

Körperliche Aktivität verringert das Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie an 48.440 erwachsenen Patienten.

Ziel der wissenschaftlichen Studie aus den USA, die im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht wurde, war es, herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität bzw. körperlicher Inaktivität und COVID-19-Erkrankungen gibt.

Die Studie untersuchte 48.440 erwachsene Patienten (Durchschnittsalter 47,5 Jahre), bei denen zwischen dem 1. Januar 2020 bis zum 21. Oktober 2020 COVID-19 diagnostiziert wurde. Die selbstberichtete körperliche Aktivitätskategorie (konsequent inaktiv bis konsequent die Leitlinien von 150 Minuten Bewegung pro Woche erfüllend) jedes Patienten wurde mit dem Risiko für Krankenhausaufenthalt, Aufenthalten auf Intensivstationen und Todesfällen nach einer COVID-19-Diagnose verknüpft. Die Wissenschaftler führten eine multivariable logistische Regression durch, um festzustellen, ob es einen Zusammenhang von Inaktivität und COVID-19-Erkrankungen gibt.

Die Ergebnisse

Insgesamt mussten 19,86 % der COVID-19-Erkrankten in Krankenhäusern behandelt werden, 2,4 % mussten auf Intensivstationen behandelt werden und 1,6 % starben. 

Patienten mit COVID-19, die konsequent inaktiv waren, hatten ein höheres Risiko für einen Krankenhausaufenthalt, eine Aufnahme auf der Intensivstation und aufgrund von COVID-19 zu sterben, als Patienten die konsequent die Richtlinien für körperliche Aktivität einhielten.

Die Studie zeigt zudem, dass es unter den COVID-19-Patienten, die angaben etwas körperlich aktiv zu sein, deutlich weniger Krankenhausaufenthalte, Notfälle auf der Intensivstation und Sterbefälle gab, als bei Patienten, die konsequent inaktiv waren.

Schlussfolgerungen

Die konsequente Einhaltung der Richtlinien für körperliche Aktivität war stark assoziiert mit einem reduzierten Risiko für schwere COVID-19-Folgen bei infizierten Erwachsenen. Die Wissenschaftler empfehlen daher, dass Bemühungen zur Förderung körperlicher Aktivität von den Gesundheitsbehörden priorisiert und in die medizinische Routineversorgung integriert werden.

Weitere Informationen zu der wissenschaftlichen Studie erhalten Sie hier

 

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Textquelle: British Journal of Sports Medicine