Positive Wirkungen des Sports

"Der Sport hat positive Auswirkungen auf das kardiovaskuläre System beim Menschen", sagte Professor Kerry J. Stewart bei einem Symposium auf dem Diabetes-Kongress in New Orleans und betonte weiterhin: "Körperliche Bewegung verbessert die linksventrikuläre Funktion des Herzens und wirkt gegen endotheliale Dysfunktion, arterielle Gefäßsteifigkeit und chronische systemische Inflammation." Sport verbessere auf mehreren Wegen die Insulinaufnahme in den Muskel und die Insulinwirkung im Muskel, ergänzte Professor Sheri R. Colberg aus Norfolk in den USA. Diese Effekte des Sports wurden von beiden Experten mit vielen Studiendaten belegt. Dabei bewirke aerobes Ausdauertraining direkt eine erhöhte Glukoseaufnahme in die Muskelzellen, Kraftsport fördere dagegen indirekt den Aufbau von fettfreier Körpermasse. Beide Arten von Sport erhöhten zudem die Ausschüttung von Glukosetransporter-4 (GLUT-4). Dass diese positiven Wirkungen tatsächlich unmittelbar dem Muskeltraining zu verdanken sind, wurde mit differenzierten Messungen der Parameter in einer Studie belegt. Die Probanden bewegten in der Untersuchung beim Sport nur ein Bein, das andere aber nicht. Zwar führe eine sportliche Betätigung nicht immer zu einer Gewichtsreduktion, doch er hilft bei der Reduzierung kardiovaskulärer Risiken", so Professor Jean-Pierre Després aus Montreal in Kanada. In der von ihm geleiteten SYNERGIE-Studie hatte eine einmal monatliche individuelle Bewegungs- und Ernährungsberatung die Teilnehmer zu Sport und gesunder Kost motiviert. Dies führte über die drei Jahre Studiendauer zu einer Reduktion ihres viszeralen Fettes. "Obwohl damit keineswegs immer eine Abnahme an Körpergewicht verbunden war, verbesserten sich die Glukose-Insulin-Balance, die Plasmalipide und einige Entzündungsparameter der Teilnehmer der Verumgruppe", so Després: "Die viszerale Adipositas zu vermindern ist ein wichtigeres Behandlungsziel, als das Körpergewicht an sich zu reduzieren."