Mehr HDL geht mit weniger Krebs einher

Ein hoher HDL-Spiegel ist nicht nur gut für die Gefäße. Mit jeden 10 mg/dl mehr ist auch das Krebsrisiko um 36 Prozent vermindert.

Die Assoziation zwischen steigenden Spiegeln des HDL-Cholesterins und sinkendem Krebsrisiko hat jetzt erstmals eine Metaanalyse aller großen Studien zur Lipidtherapie erbracht - von der 4S-Studie bis zu der Jupiter-Studie. Berücksichtigt wurden dabei die Daten aus 625.000 Personenjahren. Darauf waren 8.185 Krebserkrankungen entfallen. Die Analyse hat Dr. Richard Karas mit seinen Kollegen von der Tufts Universität in Boston im US-Staat Massachusetts im "Journal of the American College of Cardiology" (2010; 55: 2846) veröffentlicht.

Die Wissenschaftler betonen zwar, dass es sich bei dem Zusammenhang zwischen HDL-Spiegeln und Krebsraten nur um eine Assoziation handele, sie liefern jedoch eine Idee für eine biologische Plausibilität mit: Oxidantien fördern Krebs, Antioxidantien vermindern das Risiko. Und HDL-Cholesterin ist ein solches.

Cholesterin als Computersimulation © Mack / SPL / Agentur Focus