MC Sportinstitut Fessler Mühle aus Sersheim bei herrlichem Wetter knapp 3000 km nach Sardinien auf wunderschönen Passstrassen unterwegs

Bei 35° hatte es der MC Sportinstitut Fessler Mühle im Juni auf seiner Jahrestour nach Sardinien mit jeder Menge tote Schlangen, Kühen und Wildschweinen auf der Straße zu tun.

Zehn Tage lang waren Mitglieder des MC Sportinstitut Fessler Mühle, ein Zusammenschluß von Motorradfahrern des Sersheimer Sportstudios, zur großen Jahrestour mitte Juni nach Sardinien unterwegs. Road Captain Jochen Blessing und Studiochef Wolfgang Fessler hatte sich wieder einmal Besonderes ausgedacht. Schöne Straßen, herrliche Pässe, wildromantische Schluchten, viel Sehenswertes und jede Menge Meer begleitete die Gruppe auf fast 3000 Kilometer.

Los ging es am Freitag, den 17. Juni zu früher Morgenstunde im Mühlenhof der Fessler Mühle in Sersheim. Vorbei am Bodensee führte die erste knapp 400 km lange Strecke auf schmalen Straßen bergauf und bergab weiter durch Österreich, Liechtenstein nach Bonatz zur ersten Übernachtung. Am zweiten Tag dann Regen, Regen, Regen, 380 km weit bis kurz vor Genua zur Fähre nach Olbia auf Sardinien. Die Fahrt durch Genua war schon die erste Herausforderung für die MC Gruppe, deren Mitglieder aus dem ganzen Kreisgebiet Ludwigsburgs kommen. Übernachtung auf der Fähre und am Sonntagmorgen um 6.00 Uhr dann wecken und verlassen der Fähre.

Die erste Etappe von Olbia zur Nordwestküste Sardiniens nach Bosa entschädigte bei schönem Wetter, allerdings forderte starker Wind alle Aufmerksamkeit von den Teilnehmern. Am Montag eine Rundtour mit wunderschönen Serpentinenstrecken , Besichtigung der Hafenstadt Alghero und schweißtreibendem Fußmarsch über 650 Stufen zur Meeresgrotte Grotta Nettuno. Dienstag heißt es Abschied nehmen vom Hotel Mannu, denn die Fahrt geht weiter durch das Gennargentugebirge nach Santa Maria Navarese. Die teilweise anspruchsvolle kurvenreiche Strecke hatte es in sich. Unzählige tote Schlagen säumten die Straße. Plötzlich kam eine Kuhherde in der Kurve entgegen oder eine Horde Wildschweine kreuzten den Weg. Dies sollte auch auf der weiteren Tour so bleiben.

Das kühlende Bad im Meer schaffte etwas Abwechslung bei 35° im Fahrtwind. Am Mittwoch wieder eine Rundtour, zuerst musste aber der festgesessene Lüfter bei der Triumpf einer mitgereisten Teilnehmerin entfernt werden. Besichtigung des Roten Felsens in Arbatax und weiter geht es durch Wald und Flur in rasanter Fahrt durch die kurvenreichen Straßen Sardiniens. Am Donnerstag wieder 240 km rund um Land und Leute. Mit dem Geländewagen ging es am Abend zu einem besonderen Besuch tief ins Bergland zu den Schäfern Salvatore und Paolo, die mitten in der Wildnis in rustikaler Ambiente sardische Grillspezialitäten und kühlen Wein zwischen Schafen und Ziegen servierten. So mancher Teilnehmer hatte dann bei der Rückfahrt über die engen Staubstraßen zu später Stunde die richtige Bettschwere.

Am nächsten Tag dann zog die Motorradkarawane zum 325 km entfernten Lago di Lisca. Die Übernachtung inmitten Natur pur im Hotel Funtana Abbas, eine versteckte Anlage, schwer zu finden, ruhig auf dem Hügel gelegen, abseits aller menschlichen Hektik. Langsam hieß es am nächsten Tag Abschied nehmen, denn in Olbia wartet die Fähre, die die Gruppe wieder zurück nach Genua auf das Festland bringt. Bei der fast neunstündigen Überfahrt dann doch noch etwas Unwohlsein, Wind und Wellen schaukeln das große Fährschiff ordentlich durch. Die Rückreise nach Sersheim beginnt wieder in zwei Etappen mit je weit über 400 km.

Zum Schluss noch einmal ein Schreck in der Abendstunde. Am späten Abend im schweizerischen Ullrichen angekommen hatte der Wirt die Zimmer andersweilig vergeben, aber bei der Nachbarwirtin ließ sich das Feierabendbier auch gut trinken.

 

Kontakt: Wolfgang Fessler | Untere Mühle 2-4 | 74372 Sersheim | Tel. 07042-33914 | info@fessler-muehle.de | www.sportinstitut-fessler.de

Kloster Obermarchtal war der erste Besichtigungsstopp | Foto: Fessler

Mit Wildschweinen hatte es die Gruppe immer wieder zu tun | Foto: Fessler

Eine besondere Unterkunft in Funtana Abbas | Foto: Fessler

Mit der Astschere wurde von Paolo das Grillfleisch zerlegt | Foto: Fessler