Fitnesscheck: Düsseldorfs Kinder sind nicht zu dick

Düsseldorfs Kinder sind nicht zu dick

Ist unser Nachwuchs doch besser als viele glauben? In der aktuellen Ausgabe von derwesten.de wird zumindest von Düsseldorfer Jugendlichen und Kindern eine frohe Botschaft verkündet: >>Der jährliche Fitnesstest, Check!2010, zeigt: Immer weniger Düsseldorfer Schüler sind übergewichtig. Im Gegenteil: Sie sind genauso fit, wie ihre Altersgenossen vom Land.<<

Weiter heißt es in dem Artikel: >>Immer weniger Düsseldorfer Schüler sind zu dick. "Die Zahl der Kinder mit Übergewicht ist seit 2003 um fast fünf Prozent zurückgegangen", verkündete Sportdezernent Burkhard Hintzsche gestern bei der Vorstellung der Ergebnisse des Check!2010.

"Die Fitness der Schulkinder in Düsseldorf hat sich wesentlich verbessert", sagte Hintzsche. Während 2003 noch fast 20 Prozent der Schüler als adipös oder zumindest übergewichtig eingestuft wurden, waren es 2010 nur noch 15 Prozent. "Düsseldorfs Kinder sind fit", bestätigte auch Professor Stemper von der Uni Wuppertal, der das Projekt wissenschaftlich betreut. Und gab zum Thema übergewichtige Kinder zu bedenken, dass man sich inzwischen „"her Gedanken um die mageren Kinder machen müsse."

Bereits seit 2003 gibt es das "Düsseldorfer Modell der Bewegungs-, Sport und Talentförderung". Mit 10-Meter-Sprints, Ballspielen und Sit-ups wird jedes Jahr die Fitness der Zweitklässler auf die Probe stellt. Defizite sollen anschließend mit gezielten städtischen Angeboten behoben und besonders talentierte Kinder gefördert werden. In der fünften Klasse zeigt sich in einem ReCheck, ob es sich gelohnt hat.

2010 gingen Professor Stemper und sein Team aber noch einen Schritt weiter. In einem ReCheck2 mussten erstmalig auch Schüler der 10. Klasse zeigen, wie es um ihre körperliche Fitness bestellt ist. Das Ergebnis ist erfreulich: Nur 15 Prozent der Jungen und 32 Prozent der Mädchen der zehnten Klasse treiben keinen Sport. Weniger überraschend, Jungs spielen gerne Fußball, Mädchen gehen lieber Tanzen. Auffällig ist allerdings die vergleichsweise große Bedeutung von kommerziellen Sportanbietern. Insbesondere bei den Jungen scheint das Krafttraining im Fitnessstudio immer beliebter zu werden.

Doch nicht nur die Großen schnitten bei den Sporttests 2010 gut ab. Die meisten Schüler erzielten die für ihr Alter erwarteten Leistungen. Düsseldorf liegt fitnesstechnisch im Bundesdurchschnitt. Das ist laut Professor Stemper umso erstaunlicher, da Düsseldorf als Großstadt mit vielen "Problemfamilien" gegenüber ländlichen und eher bürgerlichen Gegenden ohnehin benachteiligt ist. Die sportliche Fitness sinkt nämlich in der Regel mit dem Einkommen.

Das "Düsseldorfer Modell" hat viel bewirkt. 60 Prozent der Kinder trainierten 2010 in einem Sportverein, 2003 waren es nur 40 Prozent. Und es gibt viele Nachahmer. Neben Hilden, Ratingen und Dormagen führen seit 2010 auch Erkelenz, Krefeld und Weimar den Check durch. Auf der Homepage www.check-duesseldorf.de kann übrigens jeder selbst überprüfen, ob er in sportlicher Höchstform ist oder besser noch etwas nachhelfen sollte.

Foto: Horn-Verlag