Fitness First ohne Grey

Above-the-Line-Markenkampagne wurde inhouse entwickelt

Die Sportcenter-Gruppe Fitness First geht in die Marketingoffensive - allerdings ohne ihre Klassik-Agentur Grey. So launcht das Frankfurter Unternehmen im März eine großangelegte Above-the-Line-Markenkampagne, die inhouse entwickelt wurde. Die Maßnahmen sind die erste Arbeit von Birgit Kühne-Hellmessen , die seit Oktober die Marketingabteilung leitet, und sollen zunächst im Print- und Outdoor-Bereich geschaltet werden.

Die geplante Kreation ist Teil einer Neupositionierung der Sportcenter-Gruppe, die sich 2008 von Fitness Company in Fitness First umbenannt hat. Hierzu hatte das Unternehmen unter der Ägide des damaligen Marketingchefs Martin Seibold im vergangenen April Grey als Kreativagentur ins Boot geholt. Doch die Zusammenarbeit gestaltete sich von Anfang an schwierig. Im Juni hatte Fitness First eine fertige Kampagne kurzfristig abgesagt. "Grey hat eine globale Kampagne entwickelt. Die wurde durch die Finanzkrise gestoppt", sagt Greys Chairman Frank Dopheide auf Nachfrage. "Wenn die Zeiten besser werden und die Investoren grünes Licht geben, denken wir über die Umsetzung nach. Solange liegt alles auf Eis und die nationalen Marketingleiter sorgen mit nationalen Kampagnen für Mitgliedergewinnung."

Das im vergangenen Jahr für 2010 kolportierte Marketingbudget von rund sieben Millionen Euro, dürfte, angesichts der wirtschaftlichen Lage, deshalb deutlich geringer ausfallen. Die deutsche Fitness-Club-Kette gehört seit 2002 zu dem britischen Konzern Fitness First, der in 19 Ländern rund 1,4 Millionen Mitglieder zählt. In Deutschland betreibt Fitness First 102 hauseigene Clubs und erwirtschaftete im zuletzt ausgewiesenen Geschäftsjahr 2007 mit ihren 280 000 Mitgliedern 137 Millionen Euro Jahresumsatz. fzeFitness  First startet im März eine selbstentwickelte Markenkampagne.