Fitness-Discounter fassen Fuß

In den kommenden Tagen eröffnen in Remscheid gleich zwei so genannte Fitness-Discounter kurz hintereinander: das Fitness-Studio "FitGym 24" und das Studio "Flexx-Fitness".

Duschen kostet 50 Cent
Beide eint, dass es Discounter sind. Geringer Mitgliedsbeitrag, moderne Geräte, dafür aber kein besonderer Service. Bei "FitGym 24" sucht der Kunde etwa eine Getränke-Bar vergeblich. Statt dessen können die Gäste ihre eigenen Getränke mitbringen oder diese an einem Automaten ziehen. Auch Bereiche wie eine Sauna oder Kinderbetreuung gibt es nicht. Bei "Flexx-Fitness" müssen die Gäste hingegen für das Duschen bezahlen: Zehn Minuten kosten 50 Cent.

Für "FitGym 24"-Betreiber Thorsten Meseck ist Remscheid nach Mönchengladbach das zweite Studio, das er eröffnet. Zuvor war der ausgebildete Trainer selbst im Premium-Segment tätig. Doch der Discount-Bereich sei "der einzige, der noch funktioniert und vernünftig expandiert", sagt der 41-Jährige im Gespräch mit einer lokalen Zeitung.

Tatsächlich gibt es in der Branche Sättigungstendenzen, sagt auch Ronald Ostermann vom Verband Deutscher Fitness- und Gesundheitsunternehmen. Die Gesamtzahl der Studios gehe eher zurück. Der Kuchen wächst nicht mehr, lediglich die Marktanteile verschieben sich – zu Ungunsten der konventionellen Betreiber, die noch auf ein umfangreiches Service-Angebot setzen. "Die haben den Trend verschlafen", sagt Ostermann, der selbst Discount-Studios betreibt

Thorsten Meseck - BM-Foto: Nico Hertgen