EMS-Studios in Bayern dürfen wieder öffnen

Nachdem die Fitnessstudios in Nordrhein-Westfalen gestern wieder eröffnen durften, kommen heute gute Neuigkeiten aus Bayern. Dort dürfen, nach einem Beschluss des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, die EMS-Studios wieder öffnen.

Die Anwaltskanzlei chiappa & hauser Rechtsanwältinnen hat mehrere Mandanten vertreten, die gegen die Schließung ihrer EMS-Studios in Bayern klagten. Nachdem man sich nach Angaben der Kanzlei mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege nicht auf eine Wiedereröffnung der EMS-Studios einigen konnte, hat das Bayerische Verwaltungsgericht München, den Klägern Recht gegeben und die Wiedereröffnung der Studios angeordnet. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die EMS-Studios nicht unter den Begriff der "Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen" im Sinne der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung fallen und somit unter Einhaltung der erforderlichen Hygieneanforderungen betrieben werden dürfen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Das Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege teilte am 12. Mai mit, dass der Betrieb von EMS-Studios in Form von Personal Trainings (Einzeltrainings oder Trainings für zwei Personen, die demselben Hausstand angehören) in kontaktfreier Durchführung ohne Verwendung von Sporthilfsmitteln (z.B. Hanteln, Gewichte etc.) zulässig ist, sofern die jeweils gültigen Vorgaben der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie zum sonstigen Infektionsschutz eingehalten werden. Weiter heißt es in dem Schreiben des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und pflege, dass das Personal, insbesondere die Trainer, und der Kunde Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen haben. Zudem muss während des Trainings ein Abstand von mindestens zwei Metern zwischen dem Trainer und dem Kunden eingehalten werden. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die gültigen Hygienemaßnahmen, insbesondere die Desinfektion des Trainingsgerätes sowie auch der Elektroden und des EMS-Anzuges nach jedem Kunden zu erfolgen hat. Bei situationsbedingtem Kontakt zwischen Trainer und Kunden, etwa beim Anlegen der Elektroden, hat das Personal Einweghandschuhe zu tragen. Die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen ist vom Betreiber des Studios sicherzustellen und werden von den Kreisverwaltungsbehörden überwacht.

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Der Autor

  • Constantin Wilser

    Constantin Wilser ist seit 2006 in der Fitnessbranche als Redakteur tätig. Davor absolvierte er sein Bachelor-Studium der Sportwissenschaften am KIT in Karlsruhe. Seit 2019 ist er Bestandteil des BODYMEDIA-Redaktionsteams. Seit Anfang 2023 ist er Chefredakteur. In seiner Freizeit trainiert der Fußball-Fan gerne im Studio, geht laufen oder fiebert im Fußball-Stadion mit.