DAK-Studie appeliert an BGM/BGF-Maßnahmen

Die häufigste Todesursache in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das ergab der Gesundheitsreport der DAK. Da fast ein Fünftel der deutschen Erwerbstätigen unter einem psychischen Risikofaktor für die Herzgesundheit leidet, sollte die Prävention nicht nur die Angelegenheit des Betroffenen, sondern auch des Arbeitgebers sein.

Körperliche Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Rauchen, Bewegungsmangel, starkes Übergewicht und Bluthochdruck. Die Herzgesundheit leidet jedoch auch an psychischen Belastungen wie Depressionen, Angststörungen oder Arbeitsstress.

Der DAK-Gesundheitsreport zeigt, dass fast ein Fünftel aller Erwerbstätigen in Deutschland nach eigenen Angaben unter mindestens einem dieser psychischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

„Seit Jahren steigen die Fehlzeiten der Erwerbstätigen wegen psychischer Erkrankungen. Angesichts dieser Höchststände, die wir insbesondere während der Pandemie sehen, müssen wir wachsam sein.“

Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit

In einer sich ständig wandelnden Arbeitswelt mit chronischem Arbeitsstress, Überforderung und Effizienzsteigerung müssen die Arbeitgeber sich um die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter kümmern.

Ein wichtiges Element zur Prävention ist der Zugang zu gesundheitsfördernden Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Nur 43% der Beschäftigten gaben an, in den letzten zwei Jahren ein solches Angebot bekommen zu haben. Storm appelliert deshalb an die Unternehmen, die betriebliche Gesundheitsförderung auszubauen. Durch Kooperationen mit Fitness- und Gesundheitsanbietern könnten Arbeitgeber dieses Defizit auszugleichen und so zur Gesundheit ihrer Mitarbeiter beitragen.
 

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Textquelle: DAK Gesundheitsreport 2022