20 % der Deutschen begeistern sich für Aus- und Weiterbildungen zu Ernährung

Die Pandemie beflügelt deutlich zwei Gesellschaftstrends – die Beschäftigung mit Ernährung und den Wunsch nach beruflicher oder persönlicher Weiterbildung. Das bestätigt eine aktuelle Civey-Studie der privaten Fernschule Online Trainer Lizenz (OTL).

Die Corona-Pandemie hat die Ernährungsgewohnheiten vieler Deutscher verändert. Es wird mehr selbst gekocht. Dadurch steigt die grundsätzliche Beschäftigung mit Nahrungsmitteln. Das geht so weit, dass sich jeder fünfte Deutsche (20,0 %) vorstellen kann, eine digitale Weiterbildung im Bereich Ernährung zu absolvieren. So das Ergebnis einer von der privaten Fernschule Online Trainer Lizenz (OTL) beauftragten repräsentativen Civey-Studie.

 

Das Interesse der Deutschen, eine digitale Weiterbildung im Bereich Ernährung zu absolvieren, ist gestiegen

 

Zu diesen 20 % gehören vor allem 18- bis 29-Jährige (29 %) und 30- bis 39-Jährige (27,4 %), in erster Linie Frauen (24,1 %). Sogar 15,1 % der über 65-Jährigen zeigen Interesse. Auffällig ist dabei, dass sich unter jenen, die sich eine Ausbildung im Bereich Ernährung vorstellen könnten, vor allem Student:innen befinden (38 %) und Haushalte mit Kindern (25,5 %).

„Nicht alle Teilnehmer:innen wollen sich unbedingt ein neues oder zweites berufliches Standbein aufbauen. Viele unserer Kund:innen lassen sich für ihr eigenes Ernährungsziel ausbilden, für ihre Familie, weil sie gerade Kinder bekommen haben, oder nahestehenden Personen mit ihrem erworbenen Wissen helfen möchten. Die Corona-Krise verstärkt den Trend zur persönlichen Reflektion und Selbstoptimierung. Viele unserer Teilnehmer:innen wollen im Lockdown ihre Zeit sinnvoll nutzen oder sich durch Zusatzqualifikationen, die eher ihren Leidenschaften entsprechen, eine neue berufliche Perspektive aufbauen.“

Ben Sattinger, Geschäftsführer OTL

Ernährung ist heute längst nicht mehr nur eine Frage des Geschmacks, sondern eine wertebasierte Haltung. Die Verbraucher in Deutschland konsumieren mit einem gesteigerten Bewusstsein gegenüber Lebensmitteln, besonders in Bezug auf Aspekte der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.

So stieg laut der „Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse 2020“ die Zahl der Vegetarier:innen 2020 um 400.000 auf 6,50 Millionen. Die Zahl der Veganer:innen liegt bei 1,13 Millionen, was einen Anstieg um 180.000 Personen bedeutet.

 

Textquelle: IfD Allensbach, Juli 2020 / Statista 2021; Civey, Umfragezeitraum 18.03. bis 14.04.2021, 2.524 Befragte