10 Mio. Euro für Wellnesspark in Langenburg

Ein 10-Millionen-Projekt des Unternehmers Wolfgang Maier ("Farmbau") dürfte Langenburg rosige Aussichten bescheren: Im Frühjahr 2011 soll ein "Wellnesspark" fertig sein.

Der auch von Konkurrenten als "umtriebig" geschilderte Chef der Firma "Farmbau" mit Sitz in Atzenrod griff vor zwei Jahren beherzt zu, als in seiner Heimatstadt das seit 1962 unter der Regie eines kirchlichen Vereins geführte Feriendorf Roseneck dringende Sanierungen finanziell nicht mehr stemmen konnte - was letztlich das Ende für die Einrichtung bedeutete. Derzeit deutet aber nur eine neue Mauer aus Naturstein-Platten und ein frisch angelegter Parkplatz neben der Landesstraße nach Gerabronn darauf hin, dass ein landschaftlich sehr reizvolles, rund 80 000 Quadratmeter großes Areal am Rand des Jagsttales einen neuen Besitzer hat. Allerdings brauchte das baurechtliche Verfahren mitsamt diversen Gutachten zu der Geologie des Baugrundes bis hin zu Fledermaus-Domizilen eineinhalb Jahre auf seinem Weg durch die beteiligten Behörden.

Mit dem "roten Punkt" ist für Wolfgang Maier jetzt der Weg frei, seine Ideen in die Tat umzusetzen. Er investiert die stolze Summe von zehn Millionen Euro in den "Wellnesspark Roseneck" - ein Mix aus einschlägigen Wohlfühlangeboten, Wohnen, Tagungsräumen und Hotellerie, der nicht nur dem Tourismus in der Stadt Langenburg selbst, sondern der ganzen Region Hohenlohe neue Impulse verleihen soll, wie Wolfgang Maier sagte. 40 bis 50 neue Arbeitsplätze seien zudem mit dem Projekt verbunden, das im Frühjahr 2011 eingeweiht werden soll. In den neuen, durchweg ein- oder zweigeschossigen Gebäuden können maximal 130 Gäste in 70 Zimmern ihr müdes Haupt betten. Leib und Seele sollen von einem umfangreichen Wellness- und Gastronomieangebot verwöhnt werden, das auch externe Gäste nutzen können. Einzelne Bungalows will Wolfgang Maier auch zum Kauf oder zur Miete anbieten.

Mitten im Fels des Jagsttal-Hangs plant der "Farmbau"-Chef eine "in Deutschland bisher einzigartige" Saunalandschaft mit Pool. Weithin sichtbares Wahrzeichen der Anlage dürfte aber ein rund 27 Meter hoher Turm werden, der ebenfalls eine Schwitzstatt beherbergt - traumhaft schöne Aussicht ins Tal und auf das Langenburger Schloss inklusive. Selbst ein kleines Kino und eine Bowling-Bahn hat Wolfgang Maier nebst Fitness-Pfad und Seminarräumen auf seiner Agenda. Mit günstigen Familienferien will Maier zudem an die Tradition des einstigen Feriendorfes anknüpfen.

Der nächste Schritt auf dem Weg zum Wellnesspark gilt der Energiefrage: Kurt Schrödel aus Ludwigsruhe liefert ab Sommer 2010 mit einer neuen Biogas-Anlage und einer 2700 Meter langen Gasleitung sowohl die Wärme für den Wellnesspark als auch für das städtische Freibad nahebei.